Feminismus im ÖRR

Mag die Gesellschaft im Allgemeinen von einem konservativen Backlash heimgesucht sein, die ARD nimmt Ihren Bildungsauftrag ernst, gibt auch in diesen düsteren Zeiten ihre hohen Ideale nicht auf, übernimmt Verantwortung und stellt sich kompromisslos mit linken Programmen gegen den Mainstream. Jüngst wurde dazu die feministische Serie „Selling Sex“ in die Schlacht geschickt (“Mit vielschichtigen Charakteren führt die sechsteilige Dramedyserie in “Auroras” Parallelwelten von WG-Küche, Finanzberatung und Luxushotels, um Fragen von Eros, Freundschaft oder Unabhängigkeit aus ungewöhnlichen wie kontroversen Feminismus-Perspektiven zu diskutieren.”), um der gesellschaftlichen Wirklichkeit, in der wir leben, ungeschönt den Spiegel vorzuhalten und Vorurteile sowie Diskriminierungen schonungslos anzuprangern. Unter dem Motto „Escort - warum nicht?“ wird Frauen ein emanzipatorischer Weg aus Abhängigkeitsverhältnissen und ökonomischen Miseren aufgezeigt. Zwar lässt der Satz “Sie [die “Creatorinnen”] spiegeln dabei die Entscheidungen der Figuren auch kritisch und verbinden sie mit Konsequenzen” erahnen, dass zugunsten der analytischen Komplexität zu wenig auf die Gefälligkeit und den Unterhaltungswert geachtet wurde, für sich betrachtet macht das den Ansatz der Serie aber nur umso überzeugender: die kluge, selbstbewusste und sympathische Protagonistin ist ihre Arbeitsumgebung leid und begehrt auf, da sie sich selbst verwirklichen will und auf dem Weg dahin, ihre Träume wahr werden zu lassen, sich auch nicht von den prüden bürgerlichen Vorurteilen bezüglich des Prostitutionsgewerbes stoppen lässt, die letztlich nur ein Mittel des Patriarchats zur Unterdrückung der Frau sind. Hier zeigt sich, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht mitmacht bei den harmonisierenden Gesellschaftsvorstellungen, sondern den zentralen Klassengegensatz klar benennt: den zwischen Männern und Frauen. Vor dieser Feststellung kapituliert die Serie allerdings gerade nicht resignativ, sondern zeigt überzeugend Perspektiven ihrer Überwindung auf: der Ausbeutung durch die Männer sind die Frauen nicht hoffnungslos ausgesetzt, vielmehr bietet Ihnen Ihr erotisches Kapital die Möglichkeit, männliche Einsamkeit zurückauszubeuten, indem sie sich selbstbestimmt zu Unternehmern ihrer selbst machen (“Selbstbestimmt begibt sich BWL-Studentin Nelly alias „Aurora“ in eine Welt der Käuflichkeit, um dort Erfahrungen zu sammeln.”). Die Lebenserfahrungen, die sie durch ihre Selbstvermarktung sammelt, eröffnen ihr natürlich gleich ganz neue Möglichkeiten, und so kann ein Happy-End der Serie in mehr als einem Sinne nicht ausbleiben: “Sie entwickelt eine eigene Geschäftsidee – für sich!” Es besteht kein Zweifel, dass die vielen Frauen, die die Serie so einfühlsam ermuntert, sich auch mal was zu trauen, ähnlich positive Erfahrungen machen werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Serie ein Weckruf ist, uns aufrüttelt und zeigt, wie viel man persönlich erreichen kann, wenn man den Mut hat, sich immer wieder selbst neu zu erfinden, an sich glaubt und sich nicht von den herrschenden Ideologien und Verhältnissen einschränken lässt - wobei aber auch die menschliche Ebene nicht zu kurz kommt (“Der Geschäftsmann ist attraktiv, selbstbewusst – und aufregend!”)…

P.S. Ich habe die Serie nicht gesehen, aber die positiven Erfahrungen mit solchen Formaten rechtfertigen es meines Erachtens, solche Vorschusslorbeeren zu verteilen, zumal es ja gerade in den heutigen Zeiten auch mal heilend sein kann, positiv zu denken. Hat jemand von euch diese Serie gesehen und kann meine Beschreibung bestätigen oder widerlegen? Wie ordnet ihr diesen progressiven Neoliberalismus ein, und könnt ihr ihm auch so viel emanzipatorisches Potential abgewinnen?

Yes! Ich habe nur auf die Diskussion gewartet :wink:

Denn was sich hinter dieser Interpretation versteckt ist eines: Die Feststellung von Marx, dass der Kapitalismus “Alles Ständische und Stehende verdampft” wird zum Versprechen des Kapitalismus. Sexwork is work und ist handelsfähige Ware.

Mit dem Verkauf des eigenen Körpers wird gegen das traditionelle Rollenbild ein Freiheitsversprechen gegeben. “Go Girl!” Der ranzige Wohnwagen auf dem Parkplatz im Wald, wo Fernfahrer sich die Klinke in die Hand geben als progressiver Feminismus.

und ganz wichtig: Wer was dagegen sagt ist antifeministisch, weil er die Frau an den Herd ketten möchte und ihr nicht gönnt, dass sie im Besitz der Produktionsmittel ist und Kleinkapitalistin sein kann.

Man muss das nur positiv sehen!

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Hier zeigt sich, dass der ÖRR mitmacht bei der Verwischung des Klassenkampfes zwischen Arm und Reich und einen Nebenkriegsschauplatz aufmacht…

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In der Gewerkschaft ver.di gibt es derzeit intern eine nicht gewollte Diskussion: Der Frauenrat möchte das „Nordische Modell“ in der anstehenden Novellierung des Prostitutionsschutzgesetz 2027 verhindern, das ist immerhin schon beim DGB Kongress so beschlossen wurden. In dem Nordischen Modell wird nicht die Prostitution kriminalisiert sondern die Freier (Sexkaufverbot). Der Berufsverband Sexarbeit hat gegen das „Nordische Modell“ mobilisiert. Mitglieder des Verbands sind vor allem professionelle Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (also, der Körper als Produktionsmittel), aber auch Bordellbetreiber. Und bei Sexarbeit geht es ja auch um mehr als um Prostitution (Pornos, Contentcreater etc.). Und irgendwie hat der Verband es geschafft beim Bundesfrauenrat bei ver.di den Fuß in die Tür zu bekommen. „Normale“ Sexarbeiter*innen die ver.di als Berufsgruppe vertritt wurden nach meinen Kenntnissen nicht in diese Positionsfindung einbezogen.

Das jetzt anscheinend gerade eine solche Serie veröffentlicht wird ist sicherlich Zufall, aber interessant wäre wer hinter der Serie steckt. Will ich aber gar nicht recherchieren.

Mein Punkt ist: Es gibt privilegierte Menschen die als Sexarbeiterinnen arbeiten. Aber es gib viel, viel mehr prekäre und kriminelle Prostitution die bei der Ablehnung des Nordischen Modells durch den Berufsverband Sexarbeit nicht berücksichtig sind. Deutschland wird auch als das „Bordell Europas“ betitelt, denn nirgends in Europa ist es so einfach Prostitution zu betreiben. Und sollten sich die Sexarbeiterinnen durchsetzen, muss dann noch die Frage geklärt werden: ISt das jetzt ein richtiger Beruf? Was ist mit der Vermittlung von Sexarbeiterinnen durch die Arbeitsagentur etc.
Außerdem: Das würde meiner Ansicht nach die Entsolidarisierung von priviligierten gegenüber prekären Sexarbeiter*innen bedeuten und damit eine weitere kapitalistische Eigenschaft haben (neben des Körpers als Produktionsmittel).

Ob das nun so furchtbar feministisch ist? Ich persönliche denke Nein! Es ist vor allem furchtbar kapitalistisch, oder?

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Der Werbetext verkauft einen Positionswechsel als Freiheit: aus der abhängigen Hausfrau die selbstbestimmte Unternehmerin. Beide stehen gleich tief in der Verwertungslogik. Die eine Arbeit wird nicht bezahlt, die andere in Rechnung gestellt - der Unterschied liegt in der Buchhaltung, nicht in der Freiheit.

Wer beide unter dieselbe Wertform stellt, sieht sofort: Der Weg von der einen zur anderen ist ein Umzug, kein Ausstieg. „Selbstverwirklichung" schrumpft dann auf: sich teurer vermarkten. Die „eigene Geschäftsidee - für sich!" ist die Pointe, die sich selbst verrät.

Die Unterscheidung - hier unbezahlt, dort hyperbezahlt - erklärt, warum beide subsumiert sind. Zum Rangieren taugt sie nicht. Wer sie benutzt, um die Prostitution zur höheren Stufe der Emanzipation zu befördern, schreibt schon am Pressetext mit.

Bleibt die Frage, welche der beiden Positionen die Wertform lieber feiert: die, die sie gratis bekommt, oder die, die sich auch noch dafür bedankt.

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Na, das ist doch alles halb so wild, wenn man das Bordell im Geist der Serie nicht als Ort der Ausbeutung, sondern der “spielerischen Selbsterkundung”, des “Erfahrungensammelns” framed. Was wir brauchen, ist vielleicht weniger ein gesellschaftliches Lagerfeuer, um das sich alle versammeln, als ein gesellschaftliches Bordell, in dem alle fröhlich vor sich hin rammeln.

Was die Diskussionen um das nordische Modell betrifft, gibt es aber durchaus gute Gründe, die dagegen sprechen. Ziel sollte es meiner Meinung nicht sein, die Sexarbeit zu verbieten, was gerade auch die Nicht-Privilegierten treffen würde, sondern die Umstände, die dazu führen, dass Frauen in Sexarbeit getrieben werden, zu beheben.

und da ist das spannende, dass die Menschen die sich moralisch angeekelt von Prostitution abwenden nichts über ihrer eigene Arbeit verstanden haben: die Notwendigkeit sich den Lebensunterhalt “zu verdienen” ist die gleiche und hinter “Sexwork ist normale Arbeit” vielmehr die Wahrheit über Arbeit gesagt wird als über Sexwork…

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Oha, da isser wieder der Elfenbeinturm…

Ist übrigens auch ein Phallussymbol.

Naja auch egal.

Über Freiwilligkeit zu reden finde ich in kapitalistischen Verhältnissen irgendwie befremdlich.

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Frauen das Anschaffen als neuen emanzipatorischen Weg aufzeigen?

Ich war ja bisher nicht dafür, aber der Rundfunkstaatsvertrag sollte schnellstmöglich gekündigt werden.

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im ÖRR ein Elfenbeinturm?

Ganz viele, man wechselt die immer so durch. Je nachdem welche Moral bedient werden soll. Kann auch gerne mal doppelt sein - hält ja besser.

das würde ich gerne schärfer formulieren.

Da ist der ÖRR knallharte Ideologieproduktion (der “Elfenbeinturm” als antiintellektueller Vorwurf trägt da nicht). Wer Prostitution zu einer moralischen Frage macht, nimmt ihr den tatsächlichen Gehalt und betreibt Moraldödelei.

Hier rechtfertigt der ÖRR die Ausbeutung der Frau über “Kopf & Hand” hinaus auf “Haut & Haar” und will es ihr mit “Freiheit im und durch Kapitalismus” schmackhaft machen.

Für mich ist die Ideologieproduktion ein Elfenbeinturm. Antiintellektuell oder nicht ist mir egal.

Das Sequel wird bereits gedreht, es ist eine deutsch-ukrainische Co-Produktion. Nelly alias „Aurora“ lebt jetzt in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Sie und ihre Partnerin Anna wünschen sich ein Kind, allerdings ist eine Schwangerschaft schwer vereinbar mit Nellys Beruf und Anna kann aufgrund einer früheren Krankheit keine Kinder gebären. Zum Glück trifft das Paar auf Elena, eine junge Ukrainerin, deren Mann heldenhaft für unsere Freiheit gekämpft hat und von sadistischen Russen ermordet wurde. Elena wird Leihmutter und erfüllt Nelly und Anna den Kinderwunsch. Allerdings gibt es Komplikationen - die mütterliche Bindung Elenas an das Neugeborene ist stärker als erwartet. Die Drei finden eine Lösung, die Staffel hat ihr Happy End: Nelly und Anna nehmen die hübsche und überaus sympathische Elena, die sehr schnell Deutsch gelernt hat, bei sich auf.

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Zusammengefasst: der ÖRR erfüllt alle Erwartungen - ist irgendwo festgehalten, ob die Themenbereiche gemeinsam mit Grundschülern erarbeitet wurden?

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Es war erfrischend zu hören, wie Wolfgang kürzlich über Leihmutterschaft als kapitalistische Verdinglichung und Ausbeutung des weiblichen Körpers sprach.

Nichts anderes ist auch Prostitution. Nahezu 100% der Freier sind Männer, über 90% der Menschen in der Prostitution sind Frauen.

(Nur mal nebenbei: Statistisch ist in Deutschland jeder dritte Mann Freier, täglich nutzen 1,2 Millionen Männer Prostitution. Welches Frauenbild herrscht in solch einer Gesellschaft? Offenbar eines, in dem ein öffentlich-rechtlicher Sender es völlig normal findet, mittels einer Serie Prostitution als Empowerment für junge Frauen anzupreisen - die Serie ist empfohlen ab 14 Jahre. Was kommt als nächstes? Die Serie Schülerinnenpraktikum im Bordell ihres freundlichen lokalen Hells Angels Clubs?)

Es gibt kein Recht darauf, den Körper einer anderen Person zu kaufen.

Prostitution ist die letzte Bastion des Patriarchats in einem kapitalistischen System, das Frauenkörper als Ware behandelt.

Wer sich mehr damit beschäftigen möchte, dem empfehle ich diesen Text: Wenn Frauenkörper zur Ware werden. Warum in dem System der Prostitution die Verschränkung zwischen Kapitalismus und Patriarchat besonders deutlich wird.

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https://m.youtube.com/watch?v=YPEpa1SxHDo&pp=ygUbd29sZmdhbmcgbSBzY2htaXR0IGh1c3RsZXJz

Eine Filmanalyse von Wolfgang, die sich gut in diese Diskussion einfügt.

Ich würde mich gerne in die Diskussion einbringen .

Habe deswegen dazu ein paar Gedanken:

Ich stimme denen zu die im Thread zu recht gesagt haben, dass die Prostitution im kapitalistischen System als Moralfrage hinzustellen nur Sinn macht, wenn man darauf basierend eine generelle Kritik an der ungerechten Verteilung aufmacht. Die ja die Frauen dazu zwingt und somit auch alle anderen Erwerbstätigen.

Jedoch finde ich in der bisherigen Diskussion geht ein entscheidender Aspekt unter. Denn die Erfolge, die durch die Gewerkschaften in Form von besseren Arbeitsbedingungen erkämpft wurden, waren nur dort wirksam, wo die Arbeit auch bezahlt wurde (also Männerjobs). Wohingegen frauendominierte Arbeit (meistens unbezahlte care-Arbeit, Prostitution, Pflegeberufe) immernoch schlechtere Arbeitsbedingung haben (Pflege ausgenommen). Und zurecht wurde darauf hingewiesen, dass ohne den Kapitalistischen Druck (verkürzt gesagt) diese Ausbeutung gar nicht gäbe. sie ist nun mal dar und allgemeine Standards für Berufsbranchen mit Mindestlohn, etc., können den finanziellen Druck auf die Frauen etwas verringern, da so überhaupt erst der beruf ins locht gerückt wird und raus aus diesem Tabufeld, was es leicht gemacht hat für illegale sex-arbeit, sprich unter schlechteren bedingungen.

Plus wenn sich Frauen, wie die männer in der industrie zur erfolgreichen Zeit der gewerkschaften, sich als ein Berufszweig verstehen, ist es vielleicht auch leichter sich gemeinsam zu mobilisieren.

Ich weiß nicht, ob die pauschale Unterscheidung zwischen Jobs für Männer und Jobs für Frauen wirklich (noch) das maßgebliche Kriterium ist. In meiner Umgebung sieht es eher nach soziokulturellen Clustern aus, und zwischen denen unterscheiden sich die realen Umstände sehr deutlich. Mein Nahfeld zeigt keine Frau, die schlechtere Erwerbsbedingungen vorfindet, weil sie eine Frau ist - alle Leute haben die gleichen Themen, im Sinne kapitalistischer Verwertungslogik der menschlichen Arbeitskraft an sich - beziehungsweise viele haben im Cluster Themen nicht, die sich in anderen Gruppen sehr wohl finden. Die Mobilisierung ist für mich jedenfalls keine Geschlechterfrage. Für die Breite der Gesellschaft kann ich das nicht beurteilen, aber was ich häufig erlebe, ist, dass Kulturkampfthemen mit Verteilungsfragen vermischt werden - anders ausgedrückt, der Kampf richtet sich meiner Meinung nach oft an der falschen Linie aus. Auch denke ich, dass detaillierter beleuchtet werden müsste, worauf sich das Gerechtigkeitsstreben bezieht. Wenn ich in Thailand hinten auf dem Lkw der Müllabfuhr eine Frau und einen Mann gleichberechtigt bei 38°C in der Mittagssonne ihre Arbeit verrichten sehe, bezweifle ich, dass das irgendjemand als emanzipatorisches Zielbild im Kopf hat.

Was mich angeht, richtet sich die Kritik gegenüber dem diskutierten ÖRR-Format an die neoliberale Grundtönung in Kombination mit dämlichen Stereotypen bei gleichzeitiger Unterlassung des Blicks auf Kausalitäten, die auf das aktuelle Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zurückzuführen sind. Der Verweis „es sei nunmal da“ trägt bereits die Kapitulation in sich und ist verhängnisvoll, weil man damit jede beliebige Gegebenheit als statistisch und unumstößlich bezeichnen könnte - er steht streng genommen Feminismus und allgemeiner Emanzipation entgegen.

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Sorry, dass ich etwas ungeholfen bin mit meinen formulierungen. Erstes mal dass ich hier in nem thread schreibe. Also immergern her mit der kritik :slight_smile:

Ich stimme dem zu, insbesondere den Punkt mit dem" ist nun mal so", dass nicht so gemeint war, aber es zeigt sich in den statistiken, dass frauen und insbesondere frauen in randgruppen besonders betroffen sind, von der finanziellen ungleichheit durch die Kapitalistischen verhältnisse denn die kapitalistische elite ist nun mal größtenteils männlich und ich wollte einfach den aufhänger mit dem örr- beitrag als anlass nehmen, dass anzusprechen.

Das man auch aus der linken perspektive deswegen diese Sicht besonders Berücksichtigen sollte um nicht den sexismus zu reproduzieren. Denn ich würde das Hinterfragen, ob der sexismus wirklich nur durch den kapitalismus entsteht, also wenn kommunismus oder was auch immer dann diese ungleichheit auflösen würde, dann auch sexismus beenden würde.

Oder, ob man nicht den kulturkampf des feminismus verknüpfen sollte, wie es ja auch bei manchen feministischen strömungen gemacht wird, mit dem klassenkampf. Und ich finde es schon bezeichnend dass die care arbeit oder prostitution nur in dem maße behandelt wird, als das löst sich von alleine auf, wenn wir anders wirtschaften.