Sophie Rain kauft Equipment für Lehrer

Ja, ist Playboy, aber ich lese den ja wegen der guten Artikel!

Verständlich. Was macht für dich einen guten Artikel aus?

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Das ist nur so ein Spruch, Ernst. Den Playboy “liest” man(n) nicht wegen der guten Artikel.

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Zumindest lässt sich aus dem Artikel eine hübsche Bandbreite an Diskussionen aufziehen. Zunächst finde ich den Begriff der Sündensteuer amüsant und bekomme gleich Lust daraus ein Konzept zu entwickeln, welches man unter dem Deckmantel eines ernsthaften Anliegens den Parlamentariern in Deutschland und in der EU um die Ohren hauen kann - ein Spiegel, in Bezug auf „christliche und westliche Werte“, im Sinne einer „neuen progressiven Gesellschaft“ (die mit dem aktuellen progressiven Verständnis nichts zu tun hat und es weit hinter sich lässt), als stark vereinfachte Soziallehre aufgeladen: klassische Sündenfälle innovativ und avantgardistisch formuliert, gegen alle derzeit bestehenden Formate von Kulturkämpfen in Stellung gebracht. Zu guter letzt wird auf dieser Grundlage die Einführung einer neuen Steuer für moralische Verfehlungen gefordert (die selbstverständlich nicht „moralisch“ genannt werden). … Hab‘ schön gelacht, bei dem Gedanken an eine Sündensteuer.

Nun kann man darüber streiten, ob Frau Rain einen Marketing-Move bemüht oder nicht - im Grunde ist das egal. Erstmal sieht es nach einem Big-Society-Fehler aus. Anders könnte es werden, wenn daraus eine relevante Bewegung im Sinne eines Klassenkampfes erwüchse.

Jedenfalls bin ich bei der kleinen Lektüre schnell bei den Parallelen zwischen den USA und Deutschland angekommen, habe dann mal wieder den Gedanken des Kulturimperialismus aufgegriffen und schnell wieder fallen gelassen, weil er mir insgesamt unzureichend erscheint. Mit zeitlicher Verzögerung kommen sehr viele Elemente aus allen möglichen gesellschaftlichen und politischen Konkretisierungen auch bei uns an, wie angelegte Schablonen. In diesem Sinne kann man die Gegenwart der USA als Vorschau auf unsere Zukunft betrachten. Also habe ich versucht, einen treffenden existierenden Begriff zu finden und bin bei folgendem hängengeblieben:

Institutioneller Isomorphismus [DiMaggio & Powell, Organisationssoziologie). Institutionen gleichen einander in ihrer Form an - wobei ich einen einseitig fließenden Kanal als Bild nutze und einen Aktiv daraus mache: werden angeglichen. Besonders der coercive isomorphism trifft: die Gestaltung selbst wird übernommen, nicht nur der Inhalt.

Kurze Prüfung: Bildungswesen, Jobcenter (als „Gesicht“ von Arbeit und Sozialstaat), Wirtschaft und Unternehmensverfassung, Gesundheitswesen, Recht, transnationale Beziehungen, Kulturkampf.

Anschließend stellt sich die Frage, ob wir gerne hätten, dass es weiter so geht, weil wir darin einen Weg in eine wünschenswerte Zukunft sehen. Falls ja, können alle Mieter schon mal ihren Pkw so ausbauen, dass er als Wohnraum taugt, sobald das Quartier zu teuer geworden ist.

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Weiß ich doch. Die Frage hängt nicht am PLAYBOY.:wink:

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Politisch korrektes Masturbieren, für die progressiven Katholiken unter uns. Danach lesen wir ein Kapitel aus der päpstlichen Enzyklika.

Der Markt hat für jeden was im Angebot.

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Ich kenne mich nicht gut aus in solchen Theorien. Was die Beispiele angeht, habe ich den gleichen Eindruck. Vieles wird nachgebildet und übernommen. Manchmal hört man aus einigen politischen Lagern den Begriff vom „Vasallen“. Von der Polemik abgesehen passt das dann ohnehin nicht, oder? Es ist ja eher eine Nachformung, die logischerweise einen ähnlichen Output bringt, wie das Original.

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