AGI, Davos, Abundance -> Perspektiven aus Iain M Banks Kultur-Zyklus ab 1987

Den Hinweis habe ich nach dem Salon zu Abundance von Ezra Klein per Mail gegeben – nun mehren sich in Davos und generell die Stimmen der relevanten CEOs, Sie erwähnen Banks teilweise ganz explizit. Daher hier nochmal.

Es geht um den Anhang zum Roman „Bedenke Phlebas“ von Iain M. Banks, dem ersten Buch des sogenannten “Die Kultur-Zyklus”, einer Science Fiction Reihe ab 1987.

Darin beschreibt Banks die „KULTUR“, eine post-scarcity Zivilisation, in der Künstliche Intelligenzen, Automatisierung und eine hochentwickelte Form der Planwirtschaft eine moralisch wie funktional überlegene Alternative zur kapitalistischen Wirtschaftsweise darstellen. Der Text argumentiert in seiner Essenz, dass eine KI-gestützte Planwirtschaft – mit umfassender Bürgerbeteiligung – einer rein kapitalistischen Wirtschaftsordnung überlegen sei, sowohl in Effizienz als auch in Moral.

Gerade im Licht heutiger KI-Entwicklungen finde ich die Argumentation faszinierend: Sozialismus im Innern, Anarchie nach außen – und all das, getragen von Maschinen, die nicht unterjochen, sondern koexistieren.

Vielleicht ist das für euch oder eure Hörer:innen eine interessante Ergänzungslektüre, v.a. im Zusammenhang mit der Frage: wie kommen wir dahin, wenn das ureigenen Interesse derer, die es gestalten ist, Milliardär zu sein.

Ich kann euch den Anhang des Buches als gescanntes PDF zusenden, die Qualität ist leider nicht so berauschend, aber ich habe immerhin eine Texterkennung drüber laufen lassen. Die Hauptgeschichte ist eine klassische Space Opera, die zwar auch spaßig zu lesen ist, aber weniger Rückschlüsse auf die ausgedachte Zivilisation gibt.

Viele Grüße