April 2026: Ja, auch wir reden über den Wal

Was man bei der Frage „Batteriespeicher vs. Gaskraftwerke“ auch berücksichtigen sollte: Erstere können auf Tagesbasis für Ausgleich sorgen, bei wetterbasierten Energien braucht es aber immer auch eine flexible Reserve wenn wetterbedingt nichts geht - und zwar im schlimmsten Falle über mehrere Tage oder gar Wochen, und das in riesigen Mengen. Das leisten Gaskraftwerke.

Und die kosten Geld, ob sie laufen oder nicht: Personal, welches dauerhaft einsatzbereit sein muss, die Maschinen, die auch ungenutzt eine gewisse Pflege brauchen, und gelegentlich ein Probelauf für den Ernstfall. Das alles kostet.

Und es rechnet sich, solange die Gaskraftwerke nicht nur bei Dunkelflaute zum Einsatz kommen, sondern auch den täglichen Ausgleich übernehmen. Es rechnet sich für die Betreiber nicht mehr, wenn sie mit Batterien um Letzteres konkurrieren.

Auch unter diesem Aspekt ist das Anschließen zusätzlicher Batterien kein No-Brainer, wie im Mikroökonomen-Podcast suggeriert wird. Die Gaskraftwerke werden trotzdem gebraucht - und jemand muss sie dann fürs Warten bezahlen.

Den Endverbraucher kommt die Doppel-Infrastruktur aus Batterien UND Gaskraftwerken somit teurer, als wenn man auf die Batterien verzichtet. Zumindest solange der Gaspreis nicht in absurde Höhen steigt.

Mit Claude habe ich das ausführlicher besprochen, hier: https://claude.ai/share/d4b7a2d6-8070-4e7d-a851-8b246c586985