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Ich fang auch direkt an: Marcus Bösch teilt bei Substack regelmäßig sehr lesenswerte Analysen zu aktuellen Social Media Phänomenen wie KI-Slop, TikTok-Trends, Brainrot usw. Immer mit aktuellen Forschungsergebnissen zum Thema - regt mich jedes Mal zum Nachdenken an: Disorder - by Marcus Bösch - Understanding TikTok
hab grad mal rein geschaut und ist mir sofort sympathisch! eine 6 teilige serie über dem pazifikkrieg. zeitgeschichtlich schein man irgendwie immer den europäischen WWII im fokus zu haben und der rest der welt wird beiläufig erwähnt.
wobei ich glaube, nur wenn man diese seite genauso detailliert betrachtet wird einem bewusst welches ausmaß die kriege von 1937-45 wirklich hatten.
interessanter fakt: politisch wollte japan mit dem einhalten des völkerrechts und der haager landkriegsordnung glänzen, um den westmächten zu zeigen “wir sind eine zivilisierte großmacht auf augenhöhe”
das klingt so absurd.
zudem hat sich retrospektiv betrachtet, im 2. weltkrieg wirklich niemand “zievilisiert” verhalten.
Ich werkel zur Zeit an einer Synthese aus Haraway und Luhmann. Dabei kam mir folgendes in den Sinn.
Gegen das Missverständnis: Haraway wirft der Systemtheorie vor, Schließung bedeute Isolation. Autopoiesis wird jedoch erst durch strukturelle Kopplung funktionsfähig.
Die Begriffssynthese: Haraways Sympoiesis ist die Makro-Perspektive auf das verflochtene Feld; Luhmanns strukturelle Kopplung ist die Mikro-Mechanik, wie diese Verflechtung an den Systemgrenzen operativ vollzogen wird.
Die Anbindung an Zettai Mu: Das absolute Nichts ist das reine Potenzial unendlicher Kopplungsmöglichkeiten. Die Evolution bringt immer neue, spezifische strukturelle Kopplungen hervor, und verdichtet damit das sympoietische Gewebe der Welt.
Sympoiesis ist die Dichte des Kopplungsfeldes (das WAS), aus dem die Autopoiesis über ihre geschlossene Schnittführung (das WIE) Sinn und Form isoliert.