Die Taz will Russland endlich angreifen

Ansonsten könnte man auch sagen, die politische Dimension (diese führt zur Gesetzgebung) führt genauso zur Unzufriedenheit, weil keine Mehrheit für die eigene Position.
Das wunderbare ist, auf beiden Ebenen passiert das gleiche, ich bin der politischen Entscheidung ausgeliefert wenn sie sich gegen mich richtet und der Staat als Produkt politischer Entscheidungen setzt durch.

Am Ende bleibt die persönliche Betroffenheit durch einen Nachteil einer Entscheidung übrig.

Dreh das mal um:

Stell dir vor es gäbe ein Gesetz das deine persönliche Situation verbessert oder schützt.

Stell dir vor du hättest eine Mehrheit für deine Position.

Was bleibt dann übrig?

Politik ist toll weil ich meine Position durch den Staat gesetzlich geschützt und durchgesetzt habe.

Die Frage die du stellst, lässt beides zu. Gleichzeitig. Wenn du dich als Mittelpunkt in diesem Spiel verortest, kannst du nicht feststellen ob eine staatliche Maßnahme sinnvoll ist oder nicht. Es kommt nur darauf an auf welcher Seite du stehst und die ist beliebig.

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Du meinst, eine Regel gefunden zu haben, und erklärst sie für allgemeingültig. Aber ist sie das wirklich?

Ist legal gleich legitim?

Ein korrupter Staat, der seine jungen Männer an die Front zwingt - bei wieviel Millionen Toten verliert der seine Legitimität?

Und wie war das zwischen 1933 und 45? „Es kam nur darauf an, auf welcher Seite man stand, und die war beliebig?

Wohl kaum.

Ich trenne einfach. Ich löse das von meinen eigenen Befindlichkeiten.

Na dann. Trenn mal schön weiter.

Bis zu welchem Punkt?

Bis ich eine Funktionalität verstanden habe.

Das hilft mir.

Im Endeffekt ja. Denn es gab ja genug die sich aus Befindlichkeit dazu entschlossen haben das Nazi Regime zu unterstützen. Mit allem was dazugehört

ähem, ich möchte bitte hier festhalten, dass in der Ukraine eine demokratisch legitimierte Regierung herrscht. Da kommst Du mit “Korruption” und “zwingen” nicht weit. (Besonders müsstest Du Dir mal die “Korruption” anschauen, die Deutschland da so kritisiert: Die Möglichkeit sich vom Frontdienst freizukaufen ist in deutschen Augen unerträgliche Korruption…)

Das ist ja die Blödheit der bundesdeutschen Staatsbürger, dass sie die Wehrpflicht gedanklich abrüsten und sagen “Naja, man kann ja auch verweigern…” dann zwingt der Staat dich eben in Friedenszeiten zu einem anderen Dienst und im Kriegsfall (wenn das Menschenmaterial eben knapp wird) direkt in den Kriegsdienst.

Die Möglichkeit zu verweigern ist eine, die der Staat Dir erlaubt hat, er kann sich auch anders entscheiden.

Die Legitimität wird Dir erklärt. “Deutsche Interessen”, “deutsche Werte”, “die Freiheit Deutschlands”, “deutsche Anspruchsgebiete”. Da versucht der Journalismus sich immer noch anzudienen und Dir zu erklären, dass Du ja “unsere Meinungsfreiheit” in der Ukraine verteidigen würdest, wo doch die Erklärungstränge etwas dünn und ausgefasert werden.

und zu Deinem letzten Punkt: Mein einer Opa hat Deutschland bis nach Stalingrad verteidigt. Der andere schwer begeistert “mit den Jungs” in Italien. Der männliche Teil der Familie der nicht “deutsche Interessen” in der Armee verteidigt hat, hat dies ganz “systemrelevant” in der deutschen Stahlindustrie getan.

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