Hallo Hallo,
hier spricht ein Mitarbeiter im öffentlichen Gesundheitssystem. Hier schlummern wilde Realitäten die ihr von außen manchmal anreißt, aber schaut doch mal tief rein - die Hölle ist schön längst da. in Bezug auf den aktuellen Salon, Arbeit ein rares Gut.
phänomen: zeitarbeitsfirmen in der pflege. da wird die marktmacht sowasvon genutzt… über zeitarbeitsfirmen verdienen pflegefachkräft zum Teil das doppelte wie festangestellte. schön für die pflegekräfte, der knock out für stationäre versorgungsstrukturen … in den regelären tarifverträgen öffentlicher dienst wird keine sinnvolle anreizstruktur geschaffen, dafür muss der sozialstaat über die zeitarbeitsfirmen ausbluten . ist mir völlig schleierhaft dass man da keinen weg raus findet
die angesprochene privatisierung des pflegeplatzes läuft also schon längst. und zwar in öffentlich getragenen institutionen über privat angestellte leasingkräfte. wer jung und ungebunden ist wäre blöd mit einer pflegeausbildung in die festanstellung zu gehen. gesetzlich geregelte pflegeschlüssel müssen eingehalten werden. wenn nicht, sind strafzahlungen fällig. solange die zeitarbeitsfirmen einen Euro günstiger sind als die strafzahlung für einen nicht besetzten pflegearbeitsplatz geht das modell der firmen auf. die höhe der strafen ist öffentlich zugänglich, die verhandlungsposition der krankenhäuser/pflegeheime entsprechend dürftig
Vlt kommt ihr mal dazu …
greets