"Kekse im Iran" — cookiesiniran.com

Ein Reisebericht über eine zweieinhalbjährige Reise, die ihr vorläufiges Ende im Iran findet — zwischen Bürokratie, die eines Passierschein A38 würdig wäre, und einer Hilfsbereitschaft, die ich als deutscher Großstädter kaum fassen kann.

Was mich echt beeindruckt hat: Fremde, die tagelang alles stehen lassen für jemanden, den sie gerade kennengelernt haben. Und der Einblick in eine Bürokratie, die ich so nicht erwartet hatte — komplex, widersprüchlich, korrupt, aber irgendwie funktionierend. Dazu der Hintergrund: Angriffe auf den Iran, Internetausfall, Proteste. Gerade jetzt, wo die Region täglich abstrakt in den Nachrichten vorkommt, macht der Text das besonders lesenswert.

Den Autor kenne ich flüchtig — ich habe vor ein paar Jahren seine Masterarbeit betreut, danach keinen Kontakt mehr. Dass er so reiseaffin ist, wusste ich nicht. Ich bin zufällig über einen WhatsApp-Status drüber gestolpert, hab den Link angeklickt und die 90 Buchseiten am Stück gelesen.

Hier noch die Kurzbeschreibung des Autors:

„Was ich hier erzähle, ist die Geschichte des wohl abenteuerlichsten und zugleich nervenaufreibendsten Monats meines Lebens.“

Mein Pass war weg, das Internet komplett ausgeschaltet und der Geheimdienst saß mir im Nacken. Was als das ultimative Roadtrip-Abenteuer in einem Mercedes-Notarztwagen beginnt, verwandelt sich für mich mitten im Iran in einen absoluten Albtraum. Durch geschlossene Grenzen gezwungen, mein mobiles Zuhause vorübergehend in Shiraz zurückzulassen, gerate ich bei meiner Rückkehr im Winter 2026 in die unerbittlichen Mahlwerke der Justiz.

Der absurde Vorwurf lautet Autoschmuggel. Die Hiobsbotschaft ist eine Kaution von 48.000 Dollar oder das Gefängnis.

Gefangen im Vakuum eines landesweiten Internet-Blackouts, abgeschnitten von meiner Familie und bedroht von einer Inhaftierung mitten in einer Phase höchster militärischer Paranoia, beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit. Dieses Buch ist mein ganz persönlicher Bericht über Angst, Tränen der Ohnmacht und die unendliche Kraft der Freundschaft in einem Land am Abgrund.

Es ist eine Geschichte voller extremer Kontraste. Eine Welt, in der die unnachgiebige Härte eines gnadenlosen Justizapparats mein Schicksal diktiert, während eine einfache Schachtel Pistazienkekse plötzlich Türen öffnet, die eigentlich für immer verschlossen bleiben sollten.

Ein tiefer, authentischer Blick hinter die Kulissen des Irans abseits der Medienberichte, direkt aus dem Herzen des Geschehens. Erfahre, wie aus einer abenteuerlichen Reise ein unvorhersehbarer Kampf um die eigene Freiheit wurde.

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