Kinder-/Jugendhilfe und Kommune

Hallo allerseits, habe durch Zufall diese Einladung zu einem Forum zur Kosteneinsparung in der Kinder und Jugendhilfe gesehen, initiiert vom Bund (Karin Prien).

Für Kinder und Kommunen ist mal wieder kein Geld (mehr) da.

dazu sei gesagt, dass (zumindest in den Ostbundesländern afaik) die Jugendämter völlig überfordert sind und ein eklatanter Mangel Plätzen für Kinder, insbesondere im Bereich U4, herrscht.

Weiterhin hat Kolja Fuchslocher von den Linken gerade das hier rumgeschickt:

„Bürgergeldreform und Kinderschutz

Mit der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage hat die Bundesregierung klargestellt, dass nach der Reform künftig JobCenter bei Sanktionen gegen Eltern aktiv das Jugendamt informieren müssen. In Folge müssen Jugendämter diese Information wie eine Kinderschutzmeldung bearbeiten und entsprechend tätig werden. Die Jugendämter sollen dann die Eltern zu einer Kooperation mit den JobCentern bewegen und dabei ggf. auch die Familiengerichte einschalten.Dies ist an Sarkasmus durch nichts zu überbieten: Sanktionen sorgen dafür, dass Familien unterhalb des Existenzminimums gedrückt werden und sind somit per se Kindeswohlgefährdend. Jetzt schickt man dann noch das Jugendamt vorbei, um eine durch Gesetzesnorm veranlasste Kindeswohlgefährdung zu “überprüfen” und “Eltern zur Kooperation” zu bewegen. Welchen Spielraum haben Jugendämter dann noch, wenn die Eltern nicht im Sinne der JobCenter agieren? Eine weitere Kommentierung spare ich mir an dieser Stelle, der Sachverhalt spricht für sich. Die Antwort der Bundesregierung findet ihr in der Anlage.“

Tldr: die Bundesregierung will bei Kinder- und Jugenhilfe (landläufig Kinderheimplätze) sparen und gleichzeitig die weaponization des Bürgergelds dahingehend vorantreiben, dass sanktionierten Eltern ihre Kinder potentiell weggenommen werden können und in ein prekär finanziertes Kinder- und Jugenhilfesystem gesteckt werden, das ohnehin schon am Limit ist, dies ist bei Hunderttausenden Kindern im Bürgergeld ein skandalöser Vorgang.

Die Leute haben genau diese Politik gewählt.

Daß mancher aus Schaden klug wird und sich beim nächsten Mal anders entscheidet, darf bezweifelt werden.

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Den Schaden haben hier hauptsächlich Personen ohne Wahlrecht. Weiß nicht, was dieser Kommentar bringen soll.

Jaja, immer diese Leute…

Die Sanktionen hat doch die Regierung beschlossen. ( und die wurde gewählt)

Außerdem ist es doch logisch , daß Eltern, die unter das Existenzminimum fallen, Gefahr laufen, ihre Kinder nicht mehr mit dem Nötigsten versorgen zu können.

Mal abgesehen davon, daß es echt üble Schlagzeilen wären, würden wegen der Sanktionen Kinder verhungern.

Vielleicht hat diese Maßnahme das Potential, die Sanktionierung komplett zu kippen.

Mit anderen Worten: keiner einzigen Familie wird ein Kind weggenommen wegen ein paar fehlenden hundert Euro, da es keinen Platz im Kinderheim für solche Fälle gibt.

Da wird im Jobcenter angerufen und die Sanktionierung wird sofort aufgehoben.

Was natürlich nichts daran ändert, daß die ganzen Beschlüsse hochgradig unsozial sind.