gestern wurde vom Spitzenverband der Krankenkassen entschieden, dass (ausgerechnet in diesen angespannten Zeiten) die Vergütung von Psychotherapie um 4,5 % reduziert werden soll. Damit wird die ohnehin schon schlechte Versorgungslage nur noch angespannter und die Finanzierungslage für viele kassenärztliche Praxen und Psychotherapeut*innen gefährlich. Meine Frage ist, wie ihr das ganze einordnet und ob ihr diskutieren könnt, wie sich dagegen zur Wehr gesetzt werden kann. Danke!
Diese kurze Einordnung der beiden Hosts des Podcasts “Rätsel des Unbewussten”, deren einzelnen Folgen ich an dieser Stelle zugleich empfehlen kann, beschreibt die skandalisierungswürdigen Konsequenzen dieser Entscheidung für den Beruf des Psychotherapeuten ganz gut:
Es ist ein weiterer Punkt auf der (endlosen) Liste an Leistungen, für die nicht ausreichend Geld da ist und die sich wohl irgendwie rechnen müssen, während für die Aufrüstung endlos Geld da ist.
Die Frage warum das so sein muss immer und immer wieder zu wiederholen ist die einzige Lösung, die mir einfällt. Und man sollte sich natürlich auch merken wer diese (politische) Entscheidung getroffen hat.
Als jemand, der schon mehrmals davon betroffen war, kann ich nur sagen, dass man sich immer zu spät um Hilfe kümmert, dass man eine Therapie schwer mit einen Berufsleben vereinbaren kann, und dass es auch nicht leicht ist den passenden Therapeuten zu finden. Und das sind die Punkte, die selbst bei einem leichten Zugang zu Hilfe anfallen.
zusammengefasst geht es darum, dass es über 90 krankenkassen gibt und dadurch sehr viele doppelungsstrukturen entstehen. nachvollziehbarerweise. bei patienten und ärzten wird immer schnell der rotstift angesetzt. doch sollte sowas in erwägung gezogen werden, was ich bezweifle, dann werden patienten vermutlich nicht durch geld belastet, sondern durch umständliche vorgänge oder zusätzliche verwaltung, die auf ärzte und patienten abgewälzt wird.