Kurzer Lektürewunsch: Feminismus

Ich würde mir sehr wünschen, mehr Diskussionen moderner feministischer Sachbücher zu hören. Meist handeln sie vom Hinterfragen und „Neu-“denken von Liebe, Familie und entsprechend auch Ökonomie und ich finde es schade, zu beobachten, dass Ihr diese Veröffentlichungen in Euren Disskussionen ausspart. Beispielsweise zu nennen wären „Das Ende der Ehe“ (Emilia Roig) oder „Entromanitisiert euch!“ (Beatrice Frasl). Vielen Dank für Eure Arbeit und viele Grüße

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Wir sollten hier noch mehr potenzielle Lektüre sammeln.

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Große Empfehlung aber schon ein paar Jahre älter: Das Geschlecht des Kapitalismus : feministische Theorien und die postmoderne Metamorphose des Patriarchats : Scholz, Roswitha : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet Archive

Zwischen Queer- und materialistischem Feminismus: Materialistischer Queerfeminismus – UNRAST VERLAG

Sehr aktuell (im Sinne von Veröffentlichungsdatum und einem Fokus eher auf antifeministischen Tendenzen) und selbst noch nicht gelesen: Bitch Hunt. Warum wir es lieben, Frauen zu hassen – Verbrecher Verlag und Denialism. Antisemitismus und sexualisierte Gewalt aus feministischer Perspektive – Verbrecher Verlag

Nicht hundertprozentig am Thema, aber vielleicht sind die drei Bücher um den Pelicot-Prozesse interessant:

Mit Männern leben. Buch von Manon Garcia (Suhrkamp Verlag)

Eine Hymne an das Leben von Gisèle Pelicot | PIPER

Und ich werde dich nie wieder Papa nennen - Caroline Darian | Kiepenheuer & Witsch

Auch interessant ist die Folge Gewalt gegen Frauen mit Manon Garcia bei Sternstunde Philosophie.

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Das xenofeministische Manifest von Laboria Cuboniks hatte ich schonmal an anderer Stelle empfohlen und tue es gerne wieder.

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Danke für die Empfehlung — habe es gelesen und es ist bemerkenswert gut gealtert, allerdings an anderen Stellen als man erwarten würde.

Am stärksten ist die Lisp-Metapher am Ende, die leicht zu überlesen ist: Nicht Werkzeuge für Einzelprobleme bauen, sondern eine Sprache, in der die ganze Problemklasse lösbar wird. Homoikonisch — also fähig, ihre eigenen Revisionsmethoden zu enthalten. Das ist 2026, mit Agentic AI als konkreter Plattformverschiebung, aktueller als 2015. Technologie als kognitive Schicht, die ganze Angriffsklassen nicht bekämpft, sondern obsolet macht.

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Cooler Hinweis, die Metapher hab ich tatsächlich bisher immer so hingenommen, ohne sie richtig wertschätzen zu können. Dass sich im Nachgang die Metapher zum Anschauungsbeispiel entwickelt, macht’s noch schöner.

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Empfohlene Klassiker:

- Silvia Federici: Caliban und die Hexe

- Gerda Lerner: Die Entstehung des Patriarchats

- Dee L.R. Graham: Loving to Survive

- Kate Millett: Sexus und Herrschaft

- Mary Daly: Gyn/Ecology

Literatur aus den letzten Jahren:

- Laura Bates: New Age of Sexism

- Feministisches Bündnis Heidelberg: Erregender Frauenhass

- Manuela Schon: Ausverkauft! Prostitution im Spiegel von Wissenschaft und Politik.

- Sheila Jeffreys: Die industrialisierte Vagina

- Aurora Linnea: Man Against Being

- Barbara Schmid: Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen

- Huschke Mau: Entmenschlicht

- Feministisches Bündnis Heidelberg: Was kostet eine Frau?

- Kathleen Richardson: Sex Robots: The End of Love

- Rita Laura Segato: Wider die Grausamkeit

- Chantalle el Helou: Subjekt Frau

Und immer gut und lesenswert: Emma!

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