Mathias Döpfners Essay/Artikel ist am 19. August 2026 online und am 22. August im gedruckten Magazin “The Spectator” erschienen. Er soll eine Art Weckruf an die tief in der Krise steckende Westliche Welt sein.
Link (Paywall): There’s still time to save the West | The Spectator
Link (archive.is): https://archive.is/yo3E9
Sein Handeln und Denken war ja schon öfter Thema im Podcast. Mein Eindruck: da es sich um ein englischsprachiges Medium handelt, spricht er hier offener. Und lässt tief blicken. Beispiel:
For those using the phrase “Global South,” linking the West to colonial guilt is no accident – it is the very purpose of the narrative.
Woke ideology often bears the hallmark of good intentions: fighting racism, protecting minorities, questioning privilege and confronting colonial history. In reality, however, it is the inversion of almost every value and objective of civilization.
In the West, being successful was once better than being unsuccessful. Wealth was better than poverty. Beauty was better than ugliness. Under woke ideology, all this is reversed. It resembles a manual for western self-abolition, born out of self-hatred.
Ich bin auf den Artikel gestoßen, weil er im Podcast “The Rest is Politics” mit Alastair Campbell & Rory Stewart in der gestrigen Folge F565 “Zelenskyy’s Corruption Problem and Is History Repeating Itself in Germany” erwähnt wurde. Dort versuchen sie ab Minute 28:00 den meist britischen Zuhörern die Brisanz hinter dem Höhenflug der AfD in Sachsen-Anhalt zu erklären. Für die meisten von uns vermutlich eher nichts völlig neues, aber ich find’s dennoch hilfreich, Innenpolitik einmal aus einer gut informierten Außenperspektive geschildert zu bekommen. Neu war mir auch der Buchtipp: “Katja Hoyer: Weimar - Glanz und Grauen der deutschen Geschichte”.