Buch-Hinweis:
Quinn Slobodian, Ben Tarnoff: “Muskismus. Aufstieg und Herrschaft eines Technoking”
Suhrkamp, 2026
Dazu ein Interview mit den Autoren im Verfassungsblog:
Zusammenfassung (3 Sätze) — bürgernah
-
Elon Musk und seine Firmen haben immer mehr politische und wirtschaftliche Macht, weil sie Staat, Infrastruktur und digitale Dienste so verknüpfen, dass ganze Verwaltungen, Militäreinheiten und private Haushalte von seinen Systemen abhängig werden.
-
Aus marxistischer Perspektive lässt sich das als neues Modell der Kapitalakkumulation beschreiben: Der Muskismus verstärkt soziale Ungleichheit und nutzt staatliche Ressourcen und Technologie zur Profitmaximierung und Kontrolle, statt wie früher soziale Kompromisse zur Stabilisierung der Gesellschaft zu fördern.
-
Als Gegenwehr schlagen die Autor:innen vor, den Einsatz von KI zu begrenzen, wichtige Entscheidungen menschlicher Verantwortung zu überlassen und Politik wieder stärker als kollektiven, demokratischen Gestaltungsprozess von unten zu denken.