Am Ende ist es wohl ein Sturm im Wasserglas, aber Sabrina Carpenter hat einigen Ärger auf sich gezogen, weil sie bei einem Auftritt ihr Missfallen gegenüber einem weiblichen Fan geäußert hat, der eine Zaghrouta von sich gegeben hat (die sie als “Jodeln” interpretiert hat). Nun will ich gar nicht mal Carpenters raue Art in diesem Moment verteidigen, aber es gab dann schon sehr große Aufregung in den sozialen Medien, weil ihre Reaktion rassistisch gewesen sein soll. Mir ist nicht klar, wo hier Rassismus herausgelesen wird.
Claude sagt mir Folgendes:
Das Wort „rassistisch" funktioniert hier als Shortcut für: eurozentrische Normalitätssetzung — also die unausgesprochene Annahme, dass westliche Ausdrucksformen die Norm sind und alles Abweichende erklärungsbedürftig oder lächerlich ist.
Wenn dem so ist, dann wird hier aber der Kontext übersehen. Sie wollte nicht, dass jemand ihren Sound stört. Gerade weil sie diesen Jubel als Jodeln interpretiert hat, würde ich nicht davon ausgehen, dass sie hier diskriminierend agieren wollte. Ich würde hier vor allem sagen, dass die Normsetzung ökonomisch bestimmt ist. Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit bekommt der Star, für den hunderte Millionen ausgegeben werden und nicht der Fan, der Laute von sich gibt.
https://www.nytimes.com/2026/04/12/arts/music/sabrina-carpenter-coachella-apology.html