die diskussion über KI in ernstzunehmenden filmproduktionen hält ja weiter an zwischen wolfgang und stefan. dabei haben sich ja zwei positionen klar herausgeschält.
skepsis bzw. ablehnung von wolfgang und stefans fascination für bildgewalt ala michael bay, die mit KI ja maximal bedient werden kann, überspitzt dargestellt.
mein eindruck ist, viele aktuelle KI-produktionen werden von menschen erstellt, die die tools beherrschen, aber von dramaturgie, bildsprache und inszenierung nur begrenzt ahnung haben. so entstehen werke, die gut aussehen, aber nichts transportieren.
punkt für wolfgang.
ich verfolge jetzt seit ein paar monaten einen artist, der vielleicht einen dritten weg aufzeigt, den man aus beiden positionen noch gar nicht so auf dem schirm hat.
vor ein paar monaten hat er ein cyberpunk-artiges zukunftsthema begonnen, was rein visuell schon viele sci-fi-produktionen, wie ich finde, allein von der kreativität und der visuellen interpretation von zukunft in die tasche steckt.
zu den beeindruckenden bildern drehen sich seine reels aber schon um sehr philosophische themen. sehr dystopisch, teils etwas überphilosophisch. über die letzten monate sieht man dann, wie sich daraus langsam ein stil entwickelt. die bilder bleiben visuell extrem stark, aber die geschichten werden menschlicher und nahbarer. wiederkehrende figuren und geschichten, und es geht mehr und mehr um fragen wie: was passiert mit uns als menschen, wenn wir technologie nicht nur benutzen, sondern uns ihr zu sehr hingeben.
ich habe den eindruck: der erste wirkliche filmmaker, der diese werkzeuge ernst nimmt und mit einem klaren gestalterischen mindset arbeitet, könnte etwas hervorbringen, das wir so im kino noch nicht gesehen haben, was man auch ernst nehmen müsste.
dieser artist wirkt für mich wie ein früher vorbote davon.
mich würde interessieren, wie ihr das seht.