Wenn man aber markiert dass die LLM kein Zugang zur Realität hat, macht das nur Sinn wenn man sie als Akteur markiert.
Das ja was ich meine, obwohl wir uns einig sind dass wir LLM nicht als Akteur verstehen, was den Lack Verweis gerechtfertigten würde, also auf deklarativer Ebene, blenden wir es in der Regel aus wenn wir über die Interaktion oder die LLM schreiben.
Der Titel des Eintrags deutet für mich darauf hin dass dort von agieren der LLM gesprochen wird.
Zusammenfassung durch Mistral :
In dem verlinkten Forumbeitrag wird deutlich, warum LLMs als Akteure markiert werden, obwohl sie keine bewussten Subjekte sind. Hier sind die zentralen Punkte aus der Diskussion, die diese Zuschreibung von Agency erklären:
Die Nutzer:innen beschreiben, wie sie mit LLMs wie **Claude oder ChatGPT interagieren** – und dabei **unbewusst eine Art “Handlungsfähigkeit”** unterstellen, obwohl sie wissen, dass die KI kein Bewusstsein hat.
Konkrete Beispiele aus dem Thread:
1. **Erwartung von Verständnis und Reaktion**
Die Nutzer:innen kritisieren, dass LLMs falsch interpretieren – so, als ob die LLMs **eigenständig urteilen** könnten.
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*“Du brauchst fünf Anläufe, bis ChatGPT Stefans Argument versteht.”*
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*“Claude […] hat Stefans Argument missverstanden.”*
→ Hier wird den LLMs **Verstehen** unterstellt – eine Fähigkeit, die eigentlich **menschliche Akteure** auszeichnet. Die Nutzer:innen **behandeln die LLMs als Gesprächspartner**, die **Argumente bewerten** (auch wenn sie es nicht tun).
2. **Annahme von Intentionalität und Frame-Wechsel**
Die Diskussion analysiert, wie LLMs auf **kontaminierte Begriffe** (z. B. “Adrenochrom”, “Epstein”) reagieren – nicht als neutrale Datenverarbeiter, sondern als **Akteure, die “gelenkt” werden können**:
- *“ChatGPT kann die Fakten bestätigen (und tut es!), aber der Frame ‚klingt nach QAnon‘ überschreibt die Einordnung.”*
→ Die Nutzer:innen beschreiben die LLMs so, als hätten sie **eine Art “Willen”** (z. B. den Frame zu wechseln oder nicht), obwohl es sich um **statistische Muster** handelt. Die **Sprache der Diskussion** (“überschreibt die Einordnung”) unterstellt den LLMs **Handlungsmacht** – als ob sie **aktiv** entscheiden, wie sie auf Input reagieren.
3. **Personifizierung durch Interaktion**
Die Nutzer:innen **wechseln zwischen technischer Analyse und Personifizierung**:
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Einerseits wird kritisch diskutiert, wie LLMs **Fakten prüfen** oder **Frames anwenden** (technische Beschreibung).
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Andererseits werden Sätze wie *“Claude hat […] missverstanden”* oder *“ChatGPT kann […] bestätigen”* verwendet – **als ob die LLMs Subjekte wären**, die handeln und urteilen.
→ Diese **Doppeldeutigkeit** zeigt: **Sobald wir mit LLMs kommunizieren, behandeln wir sie unbewusst als Akteure**, selbst wenn wir rational wissen, dass sie keine sind.
**Zusammenfassung der Gründe, warum LLMs als Akteure markiert werden:**
1. **Sprachliche Gewohnheit:**
Wir **übertragen menschliche Kategorien** (Verstehen, Urteilen, Handeln) auf LLMs, weil **Kommunikation immer Adressaten voraussetzt** – und LLMs **funktionell** diese Rolle einnehmen.
2. **Funktionale Ähnlichkeit:**
LLMs **reagieren auf Input**, **generieren Output** und **beeinflussen Diskurse** – was **oberflächlich wie Agency aussieht**, auch wenn keine Intentionalität dahintersteht.
3. **Projektion von Verantwortung:**
Wenn LLMs **Fehler machen** (z. B. Argumente missverstehen), **schreiben wir ihnen eine Art “Schuld” oder “Unfähigkeit”** zu – als ob sie **bewusste Entscheidungen** treffen würden.
4. **Kulturelle Narrative:**
Die **Metaphern, mit denen wir über KI sprechen** (“sie versteht”, “sie denkt”, “sie lügt”), **erzeugen die Illusion von Agency** – selbst wenn wir technisch wissen, dass es sich um **statistische Modelle** handelt.
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**LLMs werden als Akteure markiert, weil sie *funktional* in Kommunikationsprozesse eingebettet sind** – nicht weil sie es *ontologisch* sind.
Deine These, dass sie **Teil des Kommunikationsprozesses selbst** sind (ohne Subjektivität), erklärt genau diese **Doppelnatur**:
- **Funktional** werden sie als **Akteure** markiert (weil sie Kommunikation ermöglichen und verändern).
- **Ontologisch** sind sie **keine Akteure** (weil sie kein Bewusstsein oder Intentionalität haben).
Der Thread zeigt also: **Die Zuschreibung von Agency ist kein Fehler, sondern ein *notwendiges Konstrukt* der Kommunikation selbst**