Du kannst Leute hier muten oder ignorieren, wenn du auf ihr Profil gehst. Du musst dich nicht jedesmal künstlich entrüsten, wenn Ernst sich (meiner Meinung nach viel zu netter Weise) inhaltlich mit deinen Posts auseinander setzt.
Verflixt, so jung erst unsere Beziehung - so tief schon unsere Krise.
Ich setze mich gerne inhaltlich mit Menschen in diesem Forum auseinander , wenn sie zum einen meine Sprache sprechen und zum anderen Inhalt anzubieten haben.
xoxo danke für den Hinweis, ab jetzt dann ignorieren!
Das hätte ich nicht gedacht, nach dem, was ich bisher gelesen habe. Vielleicht liegt es an der Sprache. Welche Sprache funktioniert für dich?
Wer was zu sagen hat, der kann auf pseudogebildetes Kauderwelsch verzichten.
Davon abgesehen das Thema zur Auffrischung:
Wie funktioniert die Finanzierung einer weltweiten Bewegung, die weniger als ein Prozent der Bevölkerung betrifft und wie konnte die Bewegung es schaffen, die Meinungshoheit in Politik, Gesellschaft und Kultur zu gewinnen?
Wenn das entscheidend ist, bist du gut unterwegs.
Richtig, der Thread, wo Titel und Kernthese nicht zusammenpassen. Ich würde sagen, die Frage nach der Finanzierung erklärt sich mit der Frage nach Interessen. Wahrscheinlich ist das bei deinem Spezialthema eine uneinheitliche Mischung verschiedener Interessen. Außerdem muss Meinungshoheit nicht teuer sein. Große aktivistische Wellen sind ziemlich billig machbar. So lässt sich auch der Raum hoheitlich besetzen. Aber auch nicht ewig, wenn die Substanz in der Breite nichts trägt und die Performance missglückt.
Interessant, wir verstehen die Aufgaben, die ein Titel erfüllen kann oder soll, verschieden. Spontan fallen mir ein: Interesse wecken, Anknüpfungspunkt an bislang Unbekanntes bieten, Thema verbildlichen, Aktualität aufgreifen…
Da der Podcast aktuelle Themen bespricht, habe ich diesen Titel gewählt, um zu zeigen, dass aufgrund der bevorstehenden Evaluation des Selbstbestimmungsgesetzes, das Thema Transgender tagesaktuell ist und in dem Zusammenhang aufgegriffen werden könnte.
Es ist zwar nicht exakt die Kernthese und Frage, die ich nach meiner Hinleitung stelle, da gebe ich dir recht, aber ein Titel, der ohne Text selbsterklärend zu sein scheint, ist oft nicht mehr als eine Schlagzeile, die auch eine Leerzeile hätte sein können.
Mit dem Titel habe ich Interesse wecken wollen, um dann anschließend ausführlicher auf meine Kernthese und Frage hinzuarbeiten.
Auch hier ist wieder Phantombesitz am Werk. „Frauenrechte“ werden behandelt, als seien sie ein geschlossenes Besitzbündel, das einer objektiv abgrenzbaren Gruppe „Frauen“ gehört. Doch was damit eigentlich gemeint ist, bleibt unbestimmt. Schutz vor Gewalt ist kein exklusives Frauenrecht. Diskriminierungsschutz knüpft an konkrete Benachteiligung wegen des Geschlechts an. Mutterschutz lässt sich über Schwangerschaft, Entbindung und Stillzeit begründen. Dafür braucht es keine metaphysisch eindeutige Definition der Eigentümerklasse „Frau“.
Das Phantasma entsteht erst, indem unterschiedliche Rechte und Schutzansprüche zu „den Frauenrechten“ verdinglicht und anschließend einer pseudo-biologisch definierten Gruppe als Eigentum zugeschrieben werden. Danach erscheint jede Öffnung der Kategorie als Enteignung: Andere Frauen nähmen „uns“ den Namen, die Räume und schließlich die Rechte.
Verteidigt wird dabei vor allem die exklusive Verfügung darüber, wer Frau sein, im Namen von Frauen sprechen und feministische Ansprüche erheben darf. Genau darin liegt der Phantombesitz: Der vermeintliche Verlust besteht nicht im Entzug eines konkret benannten Rechts, sondern im Verlust der Grenz- und Definitionsmacht.
Das ist eine patriarchale Position im feministischen Gewand. Die patriarchale Vorstellung, Frauen bildeten eine von außen anhand ihrer Körper bestimmbare Klasse, wird nicht überwunden. Sie wird als feministischer Eigentumstitel angeeignet. Feminismus wird dadurch zur Identitätspolitik einer imaginierten Besitzergruppe, deren wichtigste Aufgabe die Bewachung ihrer Grenzen ist.