okay danke. in diesem aufsatz steht: “Parallel dazu denken Golfstaaten offen darüber nach, den UN‑Sicherheitsrat anzurufen, sich auf Kapitel VII der UN-Charta zu berufen und eine militärische Operation nach Artikel 42 zu mandatieren, um den Schiffsverkehr wiederherzustellen.” ich finde leider dazu nicht die originale quelle (vielleicht jemand anderes?) - würde ein von einem un-mandat legitimierter einsatz ein kohärentes wertesystem in deinem sinn sein?
ich bin auch noch weiter etwas verwirrt wegen den argumenten. in der diskussion ist eine beteiligung deutschlands an der sicherung des vekehrs in der straße von hormuz. abhängig ist die entscheidung von und ökonomischen und politischen kosten eines solchen schrittes in abwägung zu den kosten der sperrung, die jetzt schon vorhanden sind oder kommen werden, beispielhaft mal hier in einen x-post dargestellt. wenn bestimmte länder in den kommenden monaten oder 2027 weniger ressourcen wie düngemittel haben, kann das auswirkungen auf den gütermarkt allgemein in deutschland haben. das räumst du ab mit “Schattenfotte unter Billigflaggen, Holdingsitze in Zypern, Steueroptimierung als Geschäftsmodell.” - weiß ich nicht, ob das so schnell abgeräumt werden kann.
du sprichst gleichzeitig als erstes über die militärische/existenzielle (laut dir nicht vorhandene) bedrohung, was ich erstmal abgrenzen würde von einem ansatz in hormuz - und vermischt da insofern zwei dinge. sollte deutschland bei so einen einsatz in hormuz mitmachen, kann es sein, dass iran deutschland als bedrohung wahrnimmt (politische kosten des einsatzes) - dann wäre aber deine bewertung von 1. nicht mehr richtig.
auch das mit den gesellschaftsvertrag verstehe ich nicht - mit mehr gemeinwesen ist lässt sich in einer gesellschaft ein krieg eher begründen?
dann noch: “Die Bevölkerung entscheidet über den Einsatz.” - nein, der bundestag entscheidet über den einsatz.