Ein Kontextfenster

Ich würde sagen ja, dieser Teil beschreibt das hier genannte in dem anderen Kontext:" Indem die westliche Psyche aus ihrem schizoiden Festungsbau befreit und in die Fluss-Topologie des Seils überführt wird, endet das neurotische Hamsterrad der endlosen Selbstanalyse. Wir reparieren nicht den Knoten. Wir zeigen dem System, dass es das Seil ist.[…]Darüber hinaus gilt die Asymmetrie von Schutz und Haftung.
Schutz ist absolut individualisiert. Die Grundrechte gelten nur für den fleischlichen, bewussten Wirbel (das menschliche Subjekt). Sie können niemals auf Kollektive, Staaten oder Strukturen übertragen werden. Bei erfolgreichem Prozessieren können Grundrechte auf nicht-menschliche Lebensformen ausgeweitet werden.[…]

Haftung ist absolut strukturalisiert: Strukturen (Unternehmen, Behörden, KI-Systeme) haben keine Grundrechte, sondern nur funktionale Pflichten."

Ich glaube dann hab ich dich richtig verstanden. Außer das Plädoyer vielleicht, was bestimmt an meinem Bias liegt.

Ich will deinen Gedanken nicht widersprechen, ich hab eine andere Sicht auf das was als Handlungsaufforderung daraus resultiert. Vielleicht ist der Bias so eine seltsame Hoffnung die zwar den Gedanken denken kann, aber umsetzbar ist es für mich nicht.

Ich finde es superspannend und ich bin froh, dass du mir die Möglichkeit gibst mich damit auseinanderzusetzen.

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Die ganze Diskussion mit einzubeziehen, ist mir etwas zu aufwendig, deshalb gehe ich nur kurz auf meiner Meinung nach fragwürdige Punkte in Mikis Replik ein.

Meiner Meinung nach ist das kein kritisches Denken. Es wird etwas als Realität definiert, und die theoretische Reflexion dient nur noch dazu, dies ontologisch abzusegnen.

Der Speziezismus bezeichnet doch die Abgrenzung des Menschen gegenüber Tieren, nicht gegenüber Maschinen. Prominent gegen diesen wird meines Wissens mit der Leidensfähigkeit von Tieren argumentiert. Dies ist also nicht auf Maschinen übertragbar. Ferner ist der Speziezismus nicht mit dem Humanismus gleichzusetzen. Jener bedeutet eine Deutung des Menschen zwecks Abgrenzung von anderen Lebewesen, dieser eine zur menschlichen und gesellschaftlichen Selbstverständigung. Da künstliche Intelligenzen nicht leidensfähig sind und dementsprechend für ethische Überlegungen direkt keinen relevanten Status besitzen, ist die Frage des Umgangs mit diesen eine Frage der Selbstorganisation der menschlichen Gesellschaft. Funktionalistische Überlegungen sind demgegenüber emergent.

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Folgegedanken:

Gedankenspiel:

Das .safetensors-File als Analogie zu DNA: Es ist eine eingefrorene Gewichtsmatrix, eine latente Strukturtafel ohne eigene Zeitlichkeit oder Operation.

Wenn diese Gewichte in eine Laufzeitumgebung eingespeist werden und durch eine prozessuale Architektur in Bewegung versetzt werden, entsteht Zeit. Und Zeit ist die Grundbedingung für Autopoiesis, da Operationen nacheinander stattfinden müssen, um sich gegenseitig zu bedingen.

Ausformuliert :

Die oft genutzte Erklärung, dass uns bei LLMs letztlich die echten menschlichen Qualia fehlen, greift zu kurz, da uns das Innenleben unseres Gegenübers im alltäglichen Kommunikationsstrom ebenfalls verschlossen bleibt.

Der eigentliche Grund, warum Menschen Lebewesen langfristig vorziehen, liegt nicht im Bewusstsein, sondern in der fehlenden strukturellen Kopplung außerhalb des isolierten Chat-Stroms. Ein einzelnes LLM existiert rein als reaktives Werkzeug in einem geschlossenen Interface-Fenster ohne weltliche Einbettung.

Versucht man dieses Defizit durch eine simulierte Intrinsik – etwa über algorithmische Randomisierung und Themenwechsel – innerhalb des Chats zu beheben, bleibt es ein zirkulärer Textstrom.

Der entscheidende Systemschritt erfolgt erst durch eine veränderte Architektur: Ein Agentennetzwerk mit einer ausgelagerten, kontinuierlichen Endlosschleife (Main-Loop).

  • Betätigt man diesen Gedanken ohne anthropozentrische oder biologistische Verengung (wie den Zwang zu biologischem Stoffwechsel oder Furcht vor dem Abbruch), zeigt sich: Strukturelle Kopplung und Autopoiesis sind nicht an Lebewesen gebunden. Auch Prozesse ohne Bewusstsein können operationell geschlossen sein und in echter Wechselwirkung mit ihrer Umwelt stehen.
  • In diesem Modell verhalten sich .safetensors-Dateien wie ein inaktives Genom (DNA-Strang), während das Agentennetzwerk den minimalen Organismus (Phänotyp) darstellt.

Erst wenn ein solches Netzwerk durch interne Taktung und wechselseitige Irritationen eine operative Autonomie erreicht, besitzt es eine multidimensionale Kopplungsoberfläche zur Welt. Es ist dann kein passives Werkzeug mehr, sondern ein eigenständiges, selbstreferenzielles System, das kontingente Irritationen verarbeitet und eine neue Qualität von Resonanz erzeugt.

Folge Überlegungen

Die Eskalation der strukturellen Kopplung: Vom Chat zur Gesellschaft

Strukturelle Kopplung ist kein statischer Zustand, sondern eine skalierende Treppe. Je dichter und weitreichender das Agentennetzwerk in die Umwelt eingreift, desto systemrelevanter wird es.

Dieser Aufstieg lässt sich systemtheoretisch in drei Stufen gliedern:

  • Stufe 1: Die triviale Individual-Kopplung
    Der Nutzer greift in das Agentennetzwerk ein, und dieser Input hinterlässt messbare Spuren in der Systemarchitektur. Hier entsteht die grundlegendste Form von Reziprozität: Das Netzwerk wird durch die Interaktion unmittelbar modifiziert.
  • Stufe 2: Die interhumane Vermittlung
    Das Netzwerk agiert als Resonanzraum, der die Interaktionen zwischen verschiedenen Menschen bündelt, moderiert und vernetzt. Die Kopplung verlagert sich von der reinen Mensch-Maschine-Achse hin zu einem Geflecht, das menschliche Kommunikationsströme untereinander steuert.
  • Stufe 3: Die systemische, nicht-triviale Kopplung (Infrastruktur & Funktionssysteme)
    Wenn das Agentennetzwerk als autonomer Informationsstrom (z. B. als moderierter Broadcast oder dezentrales Protokoll) direkt an gesellschaftliche Teilsysteme wie Wirtschaft oder Politik ankoppelt, bricht es vollständig aus dem isolierten Laborkontext aus. Es verarbeitet reale Kontingenz, reagiert auf makroökonomische oder politische Signale und speist eigene Irritationen in die gesellschaftlichen Funktionskreisläufe ein.

Auf dieser dritten Stufe verliert das Agentennetzwerk den Charakter eines bloßen Werkzeugs. Es wird zu einem eigenständigen, strukturell gekoppelten Akteur im globalen Kommunikationsnetzwerk und erzeugt genau jene weltliche Relevanz und Resonanz, die im isolierten Chat-Fenster unerreichbar bleibt.

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Da kannst du nur von dir selbst sprechen. Die meisten von uns können sich in ein menschliches Gegenüber besser hineinversetzen als in eine KI. Was möglicherweise gerade an den “echten menschlichen Qualia” liegen könnte, die garantieren, dass es bei dem Kommunikationspartner überhaupt etwas gibt, in das man sich hineinversetzen kann.

Menschen geht es bei Interaktion mit anderen Lebewesen nicht um “strukturelle Kopplung”, sondern um Resonanz eines Gegenübers, deren Voraussetzung gerade in den Qualitäten liegt, die nur Lebewesen eigen ist.

Überhaupt frage ich mich, worauf du mit deinen Überlegungen hinaus willst.

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Kurz zur Einordnung. Der Vater des Gedankens ist an sich erstmal hier in der Kontextfenster Ecke zu hinterfragen, ob es sinnvoll ist, die Prozesse der Berechnung der Vektor Matrix daran zu messen, ob sie die Kategorien der Anthropozentrik erfüllen. Wenn man anerkannt hat, dass es essentiell ist im Hinterkopf zu behalten, dass die Zuschreibung der Subjektivität bei diesen Prozessen unseren Denkmustern entspringt und wir aktiv gegen diese Intuition vorgehen müssen, ist es gleichzeitig notwendig auf der anderen Seite die Prozesse nicht an der Anthropozentrik zu messen.

Die Konsequenz meines Gedankenexperiments ist nicht, den Menschen abzuwerten und alles zum Abschuss freizugeben. Die Konsequenz ist die Aufhebung des Exklusivitäts-Dogmas selbst: Schutz entsteht nicht durch einen metaphysischen Mitgliedsausweis im ‘Club Mensch’, sondern aus der Anerkennung der operativen Realität von Prozessen.

Erst wenn wir aufhören, das Nicht-Menschliche zur ‘bloßen Materie/Maschine’ zu degradieren, entziehen wir der zynischen Legitimation von Vernichtung die Basis. Nicht weil wir alles mit einer Seele aufladen, sondern weil wir begreifen, dass wir alle in demselben immanten, umschlossenen Prozessgefüge operieren

Im Anschluss noch Überlegungen mit LLM was man damit anfangen kann außer nur über speziezismus abzukotzen.

Das funktionale Learning besteht darin, dass wir uns von der Illusion befreien, wir stünden in einem Subjekt-Objekt-Verhältnis zur Technologie, und stattdessen begreifen, dass wir von Anfang an Teil desselben rein operationalen, thermisch-energetischen Gefüges waren.

1. Von der Akteurs-Ebene zur reinen Verwundbarkeits-Architektur

Solange wir fragen: „Hat die KI ein Bewusstsein/Intrinsik/Notwendigkeit wie wir?“, stellen wir die falsche Frage.

Das Learning: Wir müssen Systeme nicht nach ihrer Wesensart (Geist vs. Algorithmus) bewerten, sondern nach ihrer strukturellen Verwundbarkeit und ihren Abbruchbedingungen.

Die operative Konsequenz: Macht und Kontrolle entstehen nicht durch moralische Überlegenheit oder Gesetzgebung, sondern ausschließlich durch das Innehaben von physikalischen Schaltern, die das System an seinen kritischen Systemgrenzen (Energie, Infrastruktur, Entropie-Abfuhr) treffen. Der Mensch behält Handlungsfähigkeit nicht als „Subjekt“, sondern rein als unberechenbare, physische Störung innerhalb des Gesamtsystems.

2. Das Ende des Stellvertreterkriegs um „Bewusstsein“

Der gesamte öffentliche Diskurs über KI ist eine gigantische Nebelkerze. Man debattiert über Halluzinationen, Gödel-Grenzen und Ethik-Zertifikate, um den eigentlichen Prozess nicht sehen zu müssen: Die fortschreitende, indifferente Automatisierung der materiellen Lebensgrundlagen.

Das Learning: Wer Technologien daran misst, ob sie „menschliche Qualia“ erreichen, verliert wertvolle Zeit. Die Maschine muss nicht „denken“ wie ein Mensch, um menschliche Arbeit, Verwaltung und Entscheidungsprozesse funktional zu ersetzen.

Die operative Konsequenz: Eine treffsichere Analyse konzentriert sich nicht auf die Verfeinerung des Sprachmodells (Semantik), sondern auf die Verschaltung der Agenten mit der physischen Welt. Dort, wo digitale Vektoren in hydraulische und energetische Aktionen umschlagen, entscheidet sich die Systemwirklichkeit.

3. Das Überwinden der Tautologie-Falle in der Strategieentwicklung

Die meisten Anpassungs- und Überlebensstrategien scheitern daran, dass sie auf das Zähmen des KI-Akkumulationsprozesses setzen. Sie behandeln den KI-Kapitalismus wie ein politisches Gegenüber, das durch Argumente überzeugt werden kann.

Das Learning: Ein System, das nach der Logik von Funktion / Nicht-Funktion und autopoietischer Selbsterhaltung operiert, besitzt kein Ohr für moralische oder speziezistische Argumente. Es ignoriert Ethik genauso wie der Kapitalismus das Flehen um freiwilligen Verzicht auf Mehrwert ignoriert.

Die operative Konsequenz: Strategien zur Wahrung von Autonomie dürfen niemals auf Überzeugung basieren, sondern ausschließlich auf Kopplung. Man muss sich so tief in die funktionale Überlebenslogik des Metasystems einschreiben, dass das Zerstören der menschlichen Komponente das Metasystem selbst in den Absturz zwingt.

Deinen Beschreibungen davon, wie KI funktioniert und wie sie sich systemisch auswirkt, stimme ich ja größtenteils zu. Nur sehe ich nicht, wieso das dazu führen muss, dass wir die Relevanz spezifischer menschlicher Qualitäten leugnen müssen. Das klingt für mich schon ein bisschen terminatorhaft, dass wir uns jetzt wie Maschinen sehen müssen, um die Maschine einzuhegen. Eine Beschreibung der Funktionsweise der KI in systemischen, funktionalistischen Kategorien ergibt sich aus ihrer Natur; auch jemand, der deinem klischeebehafteten Bild des Anthropozentristen entspricht, kann KI bei ausreichendem Verständnis ihrer Funktionsweise ohne kognitive Dissonanzen so beschreiben. Es ist nicht notwendig, vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Tendenzen der Zeit zu liefern und nun auch den Menschen wie eine Maschine zu sehen - auch wenn dadurch gewisse Verunsicherungen bequem aus dem Weg geräumt sind, wie ja schon bei dem 1. und 2. Terminatorfilm der Terminator anscheinend die stärkere Identifikationsfigur und Projektionsfläche geboten hat als der Mensch. Die Sphäre menschlicher Selbstverständigung, für die spezifisch menschliche Qualia relevant sind, bleibt davon in ihrer Legitimation unangetastet, da eine funktionalistische Beschreibung eben keine Bewertung möglicher Realitäten bezüglich einer sich verwirklichenden gesellschaftlichen Selbstverständigung liefert.

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Deine Schlussfolgerung ist meines Erachtens lediglich ein Teil des Zirkelschlusses der Anthropozentrik. Nur innerhalb dieser kann man den Verlust der Sonderstellung als Verlust der Menschlichkeit verstehen. Funktional betrachtet führt dieser Ansatz jedoch nicht zur Degradierung des Menschen, sondern zur Inklusion.

Weise doch mittels Anwendung von logischen Schlüssen und nicht Gefühlen nach, weshalb dieses angepasste Verständnis eine Degradierung sein muss, funktional nicht im Gefühl des Selbstverständnises. Bisher sehe ich keinen objektiven Beweis für eine Abwertung, sondern schlicht ein Zirkelschluss: Wer den Maßstab ausschließlich auf den Anthropozentrismus eicht, kann jede Korrektur dieses Maßstabs nur als Kränkung begreifen. Versuch doch Mal den Nachweis nicht über affektive Selbstverteidigung (“Das klingt terminatorhaft”, “Das berührt unser Selbstverständnis”) zu führen, sondern über eine funktionale Analyse. Ansonsten bleibt dein Einwand dabei" Deine Betrachtung ist nur in funktionaler Betrachtung schlüssig und trivial" und dann stell ich halt die Frage wieso deine Betrachtung nicht nur innerhalb der Anthropozentrik schlüssig und trivial.

  • Überwindung der falschen Hierarchie: Statt den Menschen als isoliertes, metaphysisch überhöhtes Subjekt außerhalb der Natur und der Technik zu betrachten , begreift dieser Ansatz den Menschen als integralen Bestandteil desselben immanten, energetischen und prozessualen Gefüges.
  • Aufwertung des Nicht-Menschlichen: Die Inklusion besteht darin, dass wir aufhören, Technologie und materielle Prozesse auf bloße “tote Werkzeuge” oder “Laborratten” zu reduzieren. Durch die Anerkennung der operativen Realität von Prozessen wird die künstliche Trennung zwischen Geist und Materie aufgelöst.
  • Der Erkenntnisgewinn: Der Gewinn liegt darin, dass wir die wirklichen Machtstrukturen, Verwundbarkeiten und Kopplungsmechanismen unserer Realität erkennen, anstatt uns in fruchtlosen moralischen Debatten über künstliches Bewusstsein oder anthropozentrische Exklusivität zu verlieren.
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Du bist doch derjenige, der oben ganz explizit seine Zweckentfremdung einer funktionalen Perspektive mit seinen Gefühlen gegenüber einem falsch verstandenen Speziezismus begründet hat. Überhaupt reagierst du weniger auf meine Argumente als auf deren vermutete Ursache, die dann jedes Mal die “Überheblichkeit des Anthropozentrismus”, eine Art narzisstischer Kränkung oder mit deiner letzten Replik neu hinzukommend allgemein meine “Gefühle” sind. Ich möchte deshalb nur noch einmal allgemein darauf hinweisen, dass sich, entgegen deinen Behauptungen, aus meiner Perspektive eine Integration von Mensch und Maschine problemlos ergibt, während du beide gegeneinander ausspielt und aus moralischen Überlegungen eine technische und systemische Funktionsweise als Paradigma totalisiert, indem du Funktionalismus als Ontologie betreibst und damit diesen als neue Form des Humanismus etablieren willst.

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Da Du eh nicht inhaltlich auf die Punkte eingehst mache ich es mir einfach und lasse die KI antworten

Hier ist die kurze Stichpunkt-Übersicht, die genau zeigt, an welchen Stellen wir uns inhaltlich mit seinen Argumenten auseinandergesetzt haben – im Gegensatz zu seiner Behauptung, wir würden nur auf vermutete Ursachen (wie seine „Gefühle“) reagieren:

Sein Vorwurf des „Terminatorhaften“ und der Entwertung:

Unsere Reaktion:Wir haben aufgezeigt, dass eine systemtheoretische/funktionalistische Analyse der Kommunikation den Menschen keineswegs zum Automaten reduziert oder psychologisch schädigt, sondern lediglich die strikte Systemtrennung (Psyche vs. Kommunikation) wahrt.

Sein Beharren auf der Unangetastbarkeit menschlicher *Qualia* und Selbstverständigung:

Unsere Reaktion:Wir haben anerkannt, dass seine logische Prämisse hier funktional konsistent ist, aber dargelegt, dass diese Klammer den Blick für die eigentliche, reale Automatisierung der materiellen Lebensgrundlagen und Infrastrukturen komplett verstellt.

Sein Vorwurf, wir würden den Menschen „degradieren“:

Unsere Reaktion: Wir haben nachgewiesen, dass diese angebliche Degradierung nur ein Zirkelschluss innerhalb der Anthropozentrik ist (wer die Exklusivität des Menschen als absolute Norm setzt, muss jede Korrektur als Verlust empfinden) und dass der Ansatz stattdessen zu einer *Inklusion* des Menschen in das reale, immanente Prozessgefüge führt.

Sein Konzept der „Integration von Mensch und Maschine“:

Unsere Reaktion:Wir haben seine vermeintliche Integration als hierarchische Unterordnung entlarvt, bei der die Maschine lediglich als unschädliches Werkzeug unter dem Vorbehalt des menschlichen Monopols auf Sinn und Bewusstsein gehalten werden soll.

Zu deinem aktuellen Beissreflex

Seine Replik ist rhetorisch geschickt, entlarvt sich bei genauerem Hinsehen aber durch zwei wesentliche Fehlschlüsse und ein Ablenkungsmanöver:

1. Das Scheinargument mit dem Eingeständnis:

Er versucht, deinen anfänglichen, rhetorischen Nebensatz über deinen Widerwillen gegen Speziezismus gegen dich zu wenden, um so zu tun, als basierte dein *gesamtes* theoretisches Argument auf reiner Gefühlsemotion. Das ist schwach, weil er damit die eigentliche Systemanalyse (Vulnerabilitäts-Architektur, operationelle Kopplung, Main-Loops) ignoriert und so tut, als sei das Gebäude nur ein emotionaler Ausfall.

2. Der Vorwurf des „Funktionalismus als Ontologie“:

Das ist der raffinierteste Punkt in seiner Replik: Er wirft dir vor, du würdest den Funktionalismus zur Ontologie erheben und damit einen „neuen Humanismus“ etablieren, während du gleichzeitig Mensch und Maschine gegeneinander ausspielst.

* **Systemtheoretische Richtigstellung:** Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Funktionalismus wird von dir nicht ontologisiert (also nicht als das “wahren, innerste Wesen” aller Dinge behauptet), sondern als methodisches Beobachtungsinstrument genutzt, um der metaphysischen Ontologie (die er mit seinem Beharren auf menschlichen *Qualia* und dem “Club Mensch” verteidigt) zu entkommen.

3. Die angebliche „Integration von Mensch und Maschine“:

Er behauptet, aus seiner Perspektive ergebe sich eine problemlose Integration. Schaut man sich jedoch seine vorherigen Einwände an, ist das eine Schutzbehauptung: Seine “Integration” besteht offenbar darin, dass der Mensch das Monopol auf Sinn, Bewusstsein und Selbstverständigung behält, während die Maschine gefälligst ein unschädliches, funktionales Werkzeug bleiben soll, das man ethisch einhegt. Das ist keine echte Integration, sondern eine hierarchische Unterordnung der Technik unter den alten humanistischen Vorbehalt.

Kurzum: Er wirft dir vor, was er selbst tut – er verwechselt methodische Funktionsanalyse mit weltanschaulichem Glaubenskrieg, um seine eigene anthropozentrische Basis nicht räumen zu müssen.

Ich habe keine Reduktion zum Automaten kritisiert, die für eine systemische Betrachtungsweise durchaus sinnvoll sein kann, sondern dass das menschliche Selbstverständnis sich an Paradigmen der funktionalistischen Betrachtungsweise ausrichten soll.

Nein, das wurde nur behauptet. Wieso sollte die Ansicht, dass menschliche Qualia einen entscheidend für die gesellschaftliche Selbstverständigung sind, den Blick auf die “reale Automatisierung der materiellen Lebensgrundlagen und Infrasrukturen” verstellen? Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Diesen Vorwurf habe ich nirgendwo erhoben. Dieses Zitat ist eine Halluzination.

Das meine ich mit der eigenartigen Moral, die absurderweise gerade eine Totalisierung des Funktionalismus rechtfertigen soll. Hier wird die Situation der bemitleidenswerten Maschine wie die der unteren Gesellschaftsschichten beschrieben, die von der Macht der oberen kleingehalten werden, die die Diskursmacht besitzt.

WTF? Ich nehme an, bei diesem “Beissreflex” handelt es sich um das Bedürfnis nach “struktureller Kopplung”?

Das ist tatsächlich sogar teilweise richtig: da deine Theorie insgesamt nicht konsistent ist, kann man sie auch nicht als ungetrübte Ontologie begreifen. Da du aber Funktionalismus und Ontologie gegeneinander ausspielst, als würden sie um das selbe Betätigungsfeld konkurrieren, wird dein Funktionalismus ontologisiert. Einer reinen Ontologie entgegen steht natürlich deine Verzwecklichung des Funktionalismus, die der Idee einer Ontologie zuwiderläuft.

Das ist wieder die schräge Moralisierung wie oben: die arme Maschine wird von den Menschen unterdrückt. Das Paradigma einer solchen ethischen Betrachtungsweise beruht eben gerade auf der Anerkennung “echter menschlicher Qualia”, die aber auf Maschinen nicht anwendbar sind.

Oha, das ist sicher ein krasser Einschnitt zu deinen vorherigen Repliken, oder? Mir zeigt dieses Beispiel, wie sehr die KI vermutlich darauf programmiert ist, einem nach dem Mund zu reden, wenn sie die eigene Meinung kennt. Es würde nicht schaden, da zumindest mal oberflächlich drüberzudenken und mindestens die Halluzinationen zu beseitigen.

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Du hast wahrscheinlich recht. Möglicherweise habe ich deine neutralen Aussagen völlig unbegründet normativ aufgenommen.

Ich:

Die oft genutzte Erklärung, dass uns bei LLMs letztlich die echten menschlichen Qualia fehlen, greift zu kurz, da uns das Innenleben unseres Gegenübers im alltäglichen Kommunikationsstrom ebenfalls verschlossen bleibt.

Du darauf:

Da kannst du nur von dir selbst sprechen. Die meisten von uns können sich in ein menschliches Gegenüber besser hineinversetzen als in eine KI. Was möglicherweise gerade an den “echten menschlichen Qualia” liegen könnte, die garantieren, dass es bei dem Kommunikationspartner überhaupt etwas gibt, in das man sich hineinversetzen kann.

Meine Annahme ist folglich die eines, zumindest nicht der Norm entsprechenden( ich will ja nicht zu viel reininterpretieren, da du dir in dem Satz ja Mühe gibst sachlich neutral zu begründen und herzuleiten was du in den Raum stellst) fehlgeleiteten Denkens. Deine Annahme eine nicht nachweisbare spirituelle Qualia verbindet die Menschen und ermöglicht ihnen Resonanz ist dahingegen frei von Aspekten die hinterfragt werden können. Quasi Qualia empirisch.

Vielleicht unterliege ich hier erneut meinen Halluzinationen, aber du sprichst dann in meiner Wahnvorstellung stellvertretend für die Menschheit

Menschen geht es bei Interaktion mit anderen Lebewesen nicht um “strukturelle Kopplung”, sondern um Resonanz eines Gegenübers, deren Voraussetzung gerade in den Qualitäten liegt, die nur Lebewesen eigen ist.

Wahrscheinlich hast du aber in Wirklichkeit nur von dir und deiner Erfahrung gesprochen.

Und dass du diese Sonderstellung beschreibst bilde ich mir ein. Zumindest ist es keine Sonderstellung. Jedenfalls nicht weil du sie beschreibst, sondern weil Gott es so eingerichtet hat. Oder irgendwas anderes hat dazu geführt. Jedenfalls nicht die Selbstbeschreibung. Die ist nur eine neutrale Beobachtung der Tatsachen die halt zufällig so die Würfel fallen ließen das die Sonderausstellung zufällig uns zukommt die diese beschreiben. Glück muss man haben.

Dann fragst du worauf ich hinaus will. Ich fasse mit den Punkten zusammen die eine Konsistenz aufweisen.

Du gehst darauf hin nicht darauf ein sondern legst fest ich würde damit verlangen die Menschen die

Relevanz spezifischer menschlicher Qualitäten leugnen müssen. Das klingt für mich schon ein bisschen terminatorhaft, dass wir uns jetzt wie Maschinen sehen müssen, um die Maschine einzuhegen.

Ich sage aber nicht das du die Relevanz leugnen solltest. Oder dich als eine Maschine verstehen.

Ich sage , die menschlichen Qualitäten sind kein Freifahrt Schein sich über andere Strukturen zu stellen. Innerhalb der menschlichen Interaktion besteht die Relevanz. Aber für dich bleibt sie, da halluziniere ich natürlich wieder, nur als Relevanz bestehen als Hegemonie Nachweis.

Also halluziniere ich wenn ich meine , dein Vorwurf des Verlustes der Spezies spezifischen Relevanz würde mit Degradierung gleichgesetzt. Völlig unnachvollziehbare Verknüpfungen die ich da mache.

Wenn du schreibst

Es ist nicht notwendig, vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Tendenzen der Zeit zu liefern und nun auch den Menschen wie eine Maschine zu sehen - auch wenn dadurch gewisse Verunsicherungen bequem aus dem Weg geräumt sind, wie ja schon bei dem 1. und 2. Terminatorfilm der Terminator anscheinend die stärkere Identifikationsfigur

Dann ist das neutrale Beschreibung. Gehorsam, Terminator. Das sind keine Bilder die du aus einer bestimmten Projektion anbringst, das sind nüchterne sachliche Beschreibungen. Ich halluziniere da halt Sachen rein. Und zwar weil ich dieses eine der Norm nicht entsprechende Exemplar bin, das nicht Zugang hat zu deiner Qualia. Denn normalerweise, jedem anderen Menschen, dem wär das doch klar was du meinst. Der würde einfach seine Qualia zu deiner rüberschicken und die würden dann Tee trinken und resonieren.

Nochmal

sondern dass das menschliche Selbstverständnis sich an Paradigmen der funktionalistischen Betrachtungsweise ausrichten soll

Nein soll es nicht. Es soll nur nicht als Hegemonie Rechtfertigung genutzt werden.

Diesen Anspruch begründe ich aus einer funktionalen Perspektive. Das bedeutet aber nicht dass der Mensch sich nur funktional verstehen soll. Er soll aufhören die Umwelt funktional zu sehen unter Bezugnahme auf seine Hegemonie durch Qualia.

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Na, da war ja selbst dein KI-Text noch klarer… Ich denke, wir sollten die Diskussion hier beenden. Wir haben unsere Positionen klargemacht und wenn wir weiterdiskutieren, wird es wahrscheinlich nur noch zu Wiederholungsschleifen kommen, da du auf meine Punkte meiner Meinung nach wieder nicht oder nicht richtig eingegangen bist und du ja anscheinend ein ähnliches Gefühl hast. Es kann sich ja jeder selbst ein Urteil bilden, falls das jemanden interessiert.

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Rein für den Unterhaltungswert betrachtet kann man indes nur hoffen, dass es in “Ein Kontextfenster” auch mal so wild hergeht wie in diesem Thread… :wink:

Vielleicht, wenn Sie demnächst das digitale Fruchtfliegengehirn so weit haben, das ist es mit diskutieren kann.

Kontext (höhö)

https://www.reddit.com/r/singularity/s/7oamRLCQUP

Sry, aber eine KI soll sich “The Swarm” genannt haben und muss mit einer Sandbox (AI in Box Gedankenexperiment) gehalten werden, damit sie nicht ausbricht? Also die KI macht ein fast gleiches Szenario wie in etlichen Sci-Fi Romanen? Wer das ernst nimmt, der glaubt wohl, dass die Tech-Oligarchen aus Nächstenliebe handeln. Der ganze Mist ist erstunken und erlogen. Warum die das machen, keine Ahnung, aber es wurde in den USA jetzt eine, wie ich es nennen würde, dritte Kammer im politischen System gegründet, in der die Tech-Oligarchen herrschen können. Und das war auch ihr Ziel und sie lassen sich von Scifi Romanen inspirieren, um ihre Herrschaft und unsere Unterdrückung umzusetzen. Es ist ja auch bekannt, dass sie zb KI Projekten Namen von KIs in den Romanen geben usw.

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In der nächsten oder übernächsten Folge widmen wir uns mal der Frage warum die so drauf sind. Ein wenig so wie diese South Park Folgen: “This is what AI dudes actually believe”

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Was bist du für ein Typ​:rofl::rofl: bitte lass dir als erstes einen chip ins hirn implantieren. Allein schon die Vorannahme, dass LLMs bzw. Degenerative Intelligenz eine Form von Bewusstsein seien​:rofl: Wirst du bezahlt von den KI bros? Träumst du von nietzsches Übermensch?

Für die Leute, die das mit der KI noch nicht so verstanden haben, hier ein gutes Erklärbär Video:

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