Feminismus im ÖRR

Ja, verstehe ich, weil es kein ironisches Thema ist.

und auch bei “Care-Work” bin ich ähnlich skeptisch, wie bei “Sex-Work”. Die Hoffnung durch Anerkennung von Care-Tätigkeiten als “normale Arbeit” und damit handelsfähigem Gut die Position von Frauen zu stärken führt m.M.n wenn überhaupt zu einer Stabilisierung des Status Quo (“die Frau” kann ja “Vollzeit zu Hause bleiben”, weil sie macht dort ja “Care-Work”, wie toll, dass dies jetzt gesellschaftlich anerkannt wird!") oder zu einer Verschlechterung (“die Mutter” kann “sich entscheiden” ihr “Care-Work-Gehalt” in die Anstellung von “Betreuungspersonal” investieren, notwendigerweise zu einer geringeren Höhe als ihrem eigenen Gehalt.

Damit will ich keiner Familienromantik das Wort reden, aber die Hoffnung enttäuschen mit kapitalistischer Logik kapitalistische Folgen abzufedern… mit der Anerkennung von Care-Work als Arbeit zeigt man ja höchstens seine potentielle Leistungsfähigkeit in punkto Arbeitszeit.

Ein Arbeitskampf für (seien wir mal idealistisch) den 4 Stunden-Tag wäre unter Umständen feministischer als die Anerkennung von Care-Work.

“Samstags gehört Vati mir!” war eine der erfolgreichsten Kampagnen im Arbeitskampf, warum sollte man also darum betteln mehr zu arbeiten?

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