Ende Juli soll das Selbstbestimmungsgesetz evaluiert werden. Ein Gesetz, das in der Bevölkerung zwar weniger Zustimmung als vor der Einführung hat, doch das dennoch in öffentlichen und sozialen Medien weiterhin unkritisch als fortschrittlich und inklusiv gefeiert wird.
Welche Folgen hat es, das biologische Geschlecht als rechtliche Kategorie aufzuheben?
Ein häufig diskutiertes Problem sind die Schutzräume von Frauen, die obsolet werden, sobald Geschlecht zur Selbstzuschreibung wird und keiner Fremdüberprüfung bedarf bzw. jegliche Fremdzuschreibung als diskriminierend empfunden werden kann (mit möglichen rechtlichen Folgen für das blinde Huhn).
Nur drei Monate muss ein Mann dank Selbstbestimmungsgesetz warten, um als Frau zu gelten.
Die Kritiker wissen der Diskussion um Schutzräume zu entgegnen: Einzelfälle.
Stimmt das oder fehlen nicht nur Schutzräume für Frauen, sondern auch Räume für die Berichterstattung der Gewalt an Frauen durch Transfrauen?
Die Degradierung der Kategorie Geschlecht auf ein Gefühl wird nicht nur durch körperliche Gewalt zum Problem.
Erinnert sei an die Besitzerin eines Frauenfitnessstudios in Erlangen, die wegen Diskrimierung angezeigt wurde, da sie keine biologischen Männer in ihrem Fitnesstudio aufnehmen wollte. Ist es diskriminierend, dass Frauen in einem Frauenfitnesstudio nicht mit einer Halbglatze im Frauenkostüm trainieren wollen? Scheinbar nicht.
Kritik an queerfeministischen Behauptungen und Forderungen wird im Keim erstickt. Die Biologin Marie-Luise Vollbrecht wird mit Hass übersät, nachdem sie einen Vortrag hält, in dem sie sagt, laut Biologie gebe es nur zwei Geschlechter: Mann und Frau.
Doch wie feministisch kann eine Bewegung sein, die einst für Frauenrechte einstand und dann bereitwillig jedem zugestand, eine Frau zu sein, sobald man sich danach “fühle”.
Die Situation macht mich traurig und wütend, aber ich fühle mich nicht Frau - ich bin eine Frau.
Wie lässt sich weiterhin sinnvoll über Frauenrechte sprechen und sie rechtlich verteidigen, wenn wir aufhören zu wissen was eine Frau ist und stattdessen fühlen?
Erstaunlich ist, dass der Terf Bewegung und ihrer weltweit bekanntesten Mutterfigur J.K. Rowling, wiederholt vorgeworfen wurde, durch ihr Milliardenvermögen Anti-Trans-Propaganda zu betreiben.
Interessant wäre, sich anzuschauen, wie groß die Summen J.K. Rowlings tatsächlich waren und in welchem Verhältnis sie zu den von Steuergeldern und privaten Geldgebern bezuschussten Organisationen der LGBTQ+ Bewegung stehen.
Jennifer Bilek hat 2020 in ihrem Artikel “The Billionaires Behind the LGBT Movement” einige der Geldgeber benannt und deren Verbindungen aufgezeichnet.
Ist die LGBTQ+ Bewegung überhaupt noch eine Bewegung der Minderheit oder ist sie ein durch Milliardäre finanziell gefördertes Netzwerk, das durch die Arbeit selbstgefällig ahnungsloser queerer Aktivisten unterstützt wird und im Namen des Schutzes von Transrechten sukzessive Frauenrechten die Grundlage nimmt?