Der Kontext hier ist Mietmutterschaft. Dazu tauge ich tatsächlich nicht! Ich kann nicht einfach wie Freddy McConnell ein paar Monate auf mein Testosteron verzichten und dann schwanger werden (Notiz an Claudi: Beitrag „Von Männern und Seepferdchen“ noch machen!). Auch wenn eine rheinische Frohnatur, der ich kürzlich begegnen durfte, das möglicherweise anders sieht - mir fehlen dazu schlicht ein paar Organe, Gebärmutter und so.
Apropos Organe: Ich könnte welche verkaufen. Ein Nierchen gefällig, halbe Leber? Gut erhalten, fast kein Alkohol. Was zahlst du?
Aber so frei ist der Markt dann doch nicht, der Gesetzgeber hat hier einen Riegel vorgeschoben.
Besseres Beispiel: Kinderficker. Du kannst nicht einfach nach Thailand oder so fliegen und dich an Minderjährigen vergehen. Kommst du zurück, wanderst du in den Knast. Claudi hat recherchiert:
Das juristische Vorbild: Der Kampf gegen den Sextourismus
Normalerweise gilt im Strafrecht das Territorialitätsprinzip: Was in Land A passiert, wird nach den Gesetzen von Land A beurteilt. Wenn ein Deutscher in einem Land Urlaub macht, in dem Cannabiskonsum oder Casino-Glücksspiel legal ist, kann er bei seiner Rückkehr nach Deutschland dafür nicht bestraft werden.
Beim Sextourismus (insbesondere mit Minderjährigen) hat der Gesetzgeber in den 1990er Jahren eine radikale Ausnahme geschaffen:
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Das Durchbrechen des Territorialitätsprinzips:
Durch Paragrafen im Strafgesetzbuch (u. a. § 5 Nr. 8 StGB) gilt das deutsche Strafrecht für den sexuellen Missbrauch von Kindern weltweit – völlig unabhängig davon, ob die Tat am Auslandsort legal ist oder nicht.
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Die Begründung:
Der Schutz vor Ausbeutung und der Schutz der Menschenwürde wiegen so schwer, dass der Staat seinen Bürgern das Recht abspricht, sich im Ausland auf lokales Recht zu berufen. Die Ausbeutung eines Kindes in Kambodscha oder Thailand wird genauso geahndet, als hätte die Tat in Berlin stattgefunden.
Das wäre dann auch der rechtliche Hebel für ein Totalverbot der ausbeuterischen Mietmutterschaft. Zwei Jahre Knast hätten Spahn mehr abgeschreckt als der Verlust einer ungeliebten Funktion in einer desolaten Fraktion. Auch die Zahnärztin meiner Frau hätte bei Knastandrohung auf ihre beiden Lifestyle-Kiddies verzichtet, jede Wette.