Juli 2026: KI-Blase, KI-War, Leihmutterschaft, Chinas Öl und die Farlands

…sagt der der ein Argument mit dem Begriff Freiheit Freiheit gegen Freiheit stellt.

Klar, dass hier direkt auf die ABSOLUTE Freiheit abgestellt wird. Diesen argumentativen Trick kennt man natürlich vor allem von denen, die Freiheit der anderen allzu gerne einschränken möchten.

Aber natürlich ist es schön, dass Du Deine Meinung intellektuell einfach hälst.

Vielleicht liegt der Unterschied einfach daran, dass ich Entscheidungen von Frauen nicht sofort abwerte.

Ja, vielleicht. Ein solcher Unterschied würde voraussetzen, dass ich genau dies tue. Also: Werte ich Entscheidungen von Frauen sofort ab? Falls du die Frage bejahst: Woraus schließt du das?

Es könnte aber auch sein, dass das hier…

…nur ein leicht durchschaubarer rhetorischer Move ist nach dem Motto: Werte dein Gegenüber ab, dann stehst du vermeintlich besser da.

1 Like

Interessant, dass Du es für möglich hälst, einen Begriff wie „Mietmütter“ nicht abwertend zu meinen.

Weshalb spricht er dann aber nochmal genau GEGEN die Leihmütterschaft?

Ach so, um das klarzustellen: Meine Ausführungen sind grundsätzlich keine argumenta ad personam.

Der Begriff „Mietmutter“ unterschlägt - anders als „Leihmutter“ - nicht den kommerziellen Aspekt. Im Bezug auf menschliche Körper ist dieser „Verkauf auf Zeit“ bei mir durchaus negativ konnotiert, da hast du schon recht.

Bei dir offenbar nicht?

1 Like

Das bei Spotify ist ganz gut.

1 Like

„Freiheit einschränken“ - ist das deine Universal-Phrase? Meine Herausforderung an dich war, mal zu versuchen ohne diese Freiheits-Hülse auszukommen. Dieser Begriff wird an allen Ecken und Enden bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit von allen möglichen Leuten verwendet. Das macht jeden Diskurs beliebig. Gerne kannst du auf meine intellektuell einfach gehaltene Meinung verweisen. Nur macht das deine Argumentation nicht besser - ebensowenig, wie die Zuschreibung von Absichten. Hast du substanzielle Punkte abseits progressiv-liberaler Wortfetzen im Angebot? - Darauf zielte mein Vorschlag ab.

2 Likes

Danke für den spannenden Talk, wieder Mal.

Frage bzw. Anmerkung: Die Diskussion, wie “China heimlich die Welt rettete” hatte ich auch mitbekommen. Es gibt aber für alle Interessierten auch noch eine zweite Lesart der Umstände, dass China “magisch” einfach nicht wieder angefangen hat zu Re-importieren.

In der Folge wird nach dem gespielten Video sich weitestgehend auf die These versteift, dass dies chinesisches Soft-Powerplay ist und es v.a. um Reserven und interne Umverteilungen auf Kohle geht.

Gleichzeitig gibt es aber auch die These, dass die chinesische Exportwirtschaft extrem lahmt aufgrund von protektorischen Maßnahmen insbesondere der USA und auch Europas, und man sich entschieden hat, viele Fabriken und Hersteller nicht weiter mit Öl zu beliefern. Also, dass hier die chinesische Wirtschaft einfach sehr lahmt und eigentlich wir schon auch von dieser Seite ein systematisches Risiko in der Weltwirtschaft haben, das bisher aber durch staatlich-ökonomisches Cover-Up nicht realisiert wird, analog der KI-Blase in den USA:

Steht ja auch nicht dem entgegen, dass China mehr Ölreserven hält als der Rest der Welt zusammen. Ich glaube, das ganze ist “von außen” journalistisch analytisch auf Basis der CCP-Zahlen auch einfach nicht nachzuvollziehen, bzw. beide Gründe können auch parallel zueinander bestehen.

1 Like

Deine Fähigkeit, mit vielen Worten nichts Substantielles zur Sache beizutragen, ist wirklich beeindruckend.

Offenbar fällt es Dir schwer, menschliche Leistungen gegen Geld auszuüben oder entgegen zu nehmen. Die einzige Alternative dazu war in der menschlichen Geschichte allerdings bislang nur die Inanspruchnahme fremder Leistungen infolge Gewalt und Zwang. Da ist die Kommerzialisierung dann doch schon ein Fortschritt (was übrigens auch Marx im Verhältnis zum Feudalismus so sah, ohne allerdings eine Alternative zur Kommerzialisierung anbieten zu können - im Gegensatz zu den Erzkonservativen, die gerne in alte Zeiten zurück möchten.)

Ich hoffe aber für Dich, dass Du trotz Deiner Abneigung zum Kommerziellen ein gutes Leben hast.

What? Woher stammt diese Erkenntnis?

Aus der Geschichte natürlich.

Und konkreter? Gibt’s da genauere Anhaltspunkte?

Welchen Segen hat die Menschheit durch Kommerzialisierung denn bekommen, und vorallem, auf wessen Kosten?

Danke.:blush: Ich warte erstmal ab, ob etwas Substanz von dir kommt.

Beachtlich, wie Du jede eigene intellektuelle Anstrengung zu vermeiden suchst. Die geistige Bescheidenheit, deshalb Argumente von andern anzufordern, insbesondere, wenn man selbst keine hat, weiß ich durchaus zu schätzen.

Allerdings ignoriere ich solche Aufforderungen unbekannter Dritter schon aus Prinzip - und aus Liebe zur Freiheit.

Ich bin nicht Dein Lehrer. Ich rate daher einfach zu einem guten Geschichtsbuch.

Zu Chinas Öl-Handel: Natürlich spielen alle vier genannten Punkte eine Rolle. Ein weitaus wichtigerer Punkt wurde aber nicht erwähnt: China zeigt der Welt, dass es für relative Stabilität sorgen kann. Das Angebot an die Welt, wobei man nie vergessen sollte, dass in China mit „der Welt“ nicht wie bei uns so oft nur der Westen gemeint ist, sondern gerade die Blockfreien-Staaten, die wie sie ebenfalls unter dem Kolonialismus gelitten haben, lautet derzeit: gemeinsame ökonomische Entwicklung in einer stabilen Welt bei Wahrung nationaler Souveränität. Dies sind die beiden Aspekte mit der höchsten Priorität in nahezu allen nicht-westlichen Ländern und zugleich die beiden, bei deren Lieferung wir seid der nachkriegszeit als westliche Staaten vollständig versagt haben. Gibt es dabei Widersprüche und Konflikte auch bei China? Natürlich, zum Teil sogar massive. Aber ihr Angebot ist unendlich viel besseres als das, das wir der Welt seit dem Zweiten Weltkrieg gemacht haben, siehe die Rede von Mark Carney in Davos.

Die KPCh ist (wieder) durch und durch marxistisch(-leninistisch) (man schaue sich nur die Publikationen der CASS oder die Arbeit der Marxismus-Institute an den Unis an). Und die genannten Punkte besitzen historisch im Marxismus-Leninismus den höchsten Stellenwert, denn nur nach nationaler Souveränität und Materiellen Entwicklung kann es auch sozialen Fortschritt geben.

Zudem sollte man Chinas Geschichte nie ausblenden: Selbst als das Land, zu den ärmsten der Welt gehörte, förderte es bereits Infrastrukturprojekte, Befreiungsbewegungen und Süd-Süd Kooperation. Unter dem Licht sollte man mMn auch den unterschiedlichen Ansatz zu KI sehen.

1 Like

Respekt! Du hast es in diesem Thread vom ersten Post an geschafft ununterbrochen irgendjemanden etwas auf der persönlichen Ebene zuzuschieben. Eine clevere Taktik, um den Gedankenaustausch in Gang zu bringen.

1 Like