Juni-Salon: Drang nach Härte & Kybernetik und Kritik

Ja, Olivia ist etwas zu selbstreferenziell geworden. Ich steuer das demnächst mal nach

Bei Kybernetik Abschnitt finde ich interessant, dass Wolfgang sich in der Feedback Schleife des Kritisierens der Kybernetik verfängt, während besprochen wird, dass es an der Zeit ist nicht mehr Teil der bloßen Kritik Sektion der Feedback Schleife zu sein. Interessant auch, dass in diesem Zuge festgelegt wird, dass Kybernetik an sich strukturell das Problem ist, also immer zu Ausbeutung und Technokratie führt, nicht etwa durch die Zielvorgaben der Feedback Loops, wie sie zb der Kapitalismus vorgibt.

Eine Möglichkeit also aus der bloßen Kritik rauszukommen könnte sein, zu überdenken, ob Zielvorgaben an Feedback Loops auf das übergeordnete Kybernetik Modell Auswirkungen haben. Anstatt dessen kann man aber verkürzt klarstellen, dass sie Kybernetik Müll ist, da ein großer Teil von Kybernetik Theoretikern in der Theorie zu dem Ergebnis kommen, dass arabische Emirate besser kybernetisch, in der Theorie, aufgestellt sind, als Belgien.

Während also bei redecker moniert wird, dass sie zu wenig aus dem Phantombesitz macht, es nicht konkreter relevant empirisch vertieft, lässt man das Potenzial der Feedback Schleife als Thema fallen, meiner Meinung nach zu schwach bearbeitet, da war im Teaser mehr zu dem Thema drin als in der Buchbesprechung.

Alternativ Ansatz

Die Feedback-Schleife nicht bloß als technischer Korrekturmechanismus gedacht, sondern als Atembewegung an der Membran. Sie ist die Weise, wie das autopoietische System spürt, dass es im sympoietischen Feld verankert ist.

Oder:

Kybernetische Governance ist ein Werkzeug – und Werkzeuge verstärken die Intentionen derer, die sie benutzen. Der Unterschied zwischen Ermöglichung und eleganter Dystopie liegt nicht im System. Er liegt in der Frage, ob das Bewusstsein, das wir beschrieben haben, der Kybernetik vorausgeht – oder ob man hofft, die Kybernetik werde es ersetzen.

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Im Nachhinein stört mich das Bild mit dem Batman Signal zur Begründung des Faschismusbegriffs eigentlich. Als sei es das Ziel quasie den Faschisten auszuschalten oder dergleichen und das wolle man eigentlich mit diesen Begriff erreichen. Es ist doch eher sowas wie ein Alarm oder Katastrophenschutz. Irgendwo auf dem Grund des Meeres fand ein Beben statt und wenig später heulen die Sirenen am Strand. Das heißt, vielleicht muss man sich in Schutz bringen, vielleicht überlebt man das, aber das Überstehen ist nicht sichergestellt. Das ist eher der Vergleich mit dem Gebrauch des Faschismusbegriffs in den aktuellen Debatten anstatt eben ein “Wir brauchen jemanden, der uns rettet” als Motto.

Kam mir in den Sinn, weil in der letzten Wohlstand für alle Folge redeten sie über Kanarienvögel in Bergschächten.

Deshalb sagt Reemtsma, bitte die Konsequenz zu Ende denken.

Dadurch, dass im Liberalismus (ich finde das zumindest plausibel) der Faschismus immer mitgedacht werden muss, sollte vielleicht der Gewohnheit bewusst - die letzten 35 Jahre waren davon beherrscht - das Kind beim Namen genannt werden um die Konsequenz zu Ende zu denken.