September-Salon: Antifaschistische Wirtschaftspolitik, Anton und Alma und Steimles Wut

Kurz noch dazu: Mein Respekt vor Bücherregalen und akademischen Abschlüssen war nie groß und seit Corona ist er ganz weg. Das hat viel mit der kaputten Corona-Mathe zu tun, hier kurz zur Erinnerung:

Na ja, und so weiter. Dass Drosten nicht in seinem Podcast mal die Zahl der Fälle mit dem Taschenrechner durch die Anzahl der Tests geteilt hat, um zu schauen, wie das „exponentielle Wachstum“ dann aussieht, dürfte seine Ursache nicht in mangelnder Bildung haben - ich tippe eher auf Interessenskonflikte. Dass seine preisgekrönte Podcast-Partnerin Korinna Henning ihn nicht dazu aufforderte, steht auf einem anderen Blatt und ist ein gutes Beispiel für das Totalausfall des Journalismus bei dem Thema.

[Was fehlender Journalismus für die Meinungsbildung und Kreuzchensetzung bedeutet, das mögen gerne die Demokratietheoretiker hier diskutieren.]

Ganz kurz noch dazu:

Hier macht sich einer, der offenbar Befürworter der MMT ist, Gedanken darüber, wie sie in unserem Staat funktionieren könnte. Im Grunde sagt er: Es ist noch Forschungsarbeit nötig. Und, ich zitiere:

Die Basisannahmen von MMT sind schnell erzählt:

  • Ein souveräner Staat bekommt stets sein Geld – über welche Umwege auch immer – von seiner Notenbank. Er konkurriert deswegen auch nicht mit dem privaten Sektor um Geld.
  • Die Notenbank unterliegt keinen finanziellen Beschränkungen. Sie kann beliebig viel Geld in eigener Währung schaffen.
  • Staatsanleihen dienen der vorübergehenden Aus-dem-Verkehr-Ziehung von Geld und stellen eine sichere Geldanlage dar.
  • Ein bestimmter „Schuldenstand“ eines Staates kann kein Ziel verantwortlichen staatlichen Handelns sein, er ist ein Nebeneffekt seines Tuns.

Nichts davon trifft derzeit auf Deutschland zu.