Da ist viel schönes dabei. Ich suche mal nach Reibung, damit uns nicht langweilig wird.
Erstmal nur ein Gefühl, aber ich glaube, bei der Kritik am Sexarbeitsbegriff wird oft was übersprungen, und zwar, dass das Framing als “normale Arbeit” in erster Linie eine Reaktion auf die Stigmatisierung und Ausgrenzung ist, die Sexarbeiter*innen erfahren. Das vergisst man, glaub ich, manchmal, wenn man selbst eine Person nicht anders behandeln würde, weil sie Sex für Geld hat oder Nacktbilder verkauft.
Dass darin die Falle lauert, dass Kommodifizierung als solche normalisiert wird, stimmt natürlich trotzdem, und dass sich gegen diese Art der liberalen Vereinnahmung zu wenig gewehrt wird auch.
Bestimmt ist auch was dran, dass der Zugriff auf den lohnarbeitenden Körper hier außergewöhnlich unmittelbar und damit besonders sichtbar ist und, wenn man es clever angeht, der daraus resultierende Ekel ein Anknüpfungspunkt sein kann, über den man zum kritischen Nachdenken darüber einladen kann, was wir alles normal finden. Damit das wirklich funktioniert, sollte man sich allerdings sowohl bei sich selbst als auch beim Gegenüber sicher sein, dass es nicht in Wahrheit doch der Ekel vor der Hure war.
Ich denke, dass die Frage, ob auf Weidel, die Heinis von der LGB Alliance und die restliche Assimilationist*innenbande ein böses Erwachen wartet, demnächst fundierter beantwortet werden kann, wenn wir besser abschätzen können, ob diese Episode Spahns böses Erwachen war.
Ich glaube nicht viel, was meinst du?
Ich befürchte, das ist ein Widerspruch in sich.