Was steht in den Epstein-Files?

Wie weit trägt das Argument? Wann trägt jemand die Verantwortung für die Interpretation seiner Statements? Bis zum Schmierfink, der sagt „Aber Herr Wachtmeister, ich wollte mit dieser Swastika doch nur meine Liebe für den Hinduismus zur Schau stellen“? (Und jetzt bitte nicht mutwillig falsch verstehen, das ist eine Analogie, keine Gleichsetzung)

Ach Gott. Die Hauptschulrhetorikklasse. Heute: Slippery Slope Argumente.

Im Kern bist Du verantwortlich für Deine Interpretation. Punkt.

Auch der Wachtmeister ist verantwortlich für seine Interpretation?

Ich frage doch, weil es ganz offensichtlich ein Spannungsverhältnis zwischen Senderverantwortung und Empfängerverantwortung gibt. Das ist keine „slippery slope“, es ist ein Spektrum. Ich versuche herauszufinden, wo bei dir der Punkt ist, an dem der Sender auch eine Verantwortung für die Interpretation trägt.

Ok. Einfach mal ganz langsam und geduldig:

Wer hat Einfluss auf deine Gedanken und wie Du irgendwas interpretierst? Stefan? Oder vielleicht Du selber?

Kann Stefan irgendwas dagegen tun? Nein. Kann er nicht.

Sollte er auch nicht, denn offensichtlich haben 99,999% aller Hörer ihn klar und deutlich verstanden. Manche brauchen halt länger für eine Erkenntnis und manche blicken es nie.

Es wird Zeit dass die Karavane weiterzieht, auch wenn die Kamele noch blöken

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Zusammenfassung für die Nachzügler:

Die Faktenfrage ist geklärt: In den Epstein Files gibt es keine Belege für Verbrechen an Babys. Hat auch niemand behauptet. Stefan sagte “das wurde so publiziert”, und das stimmt.

Was danach kam, war ein Machtkampf. 70 Posts haben von Stefan eine Entschuldigung für eine korrekte Aussage gefordert. “Einfach mal sorry sagen” klingt harmlos — ist es nicht. Es bedeutet: Der Podcaster unterwirft sich der dümmsten möglichen Interpretation seiner Hörer. Wer das einmal tut, hat den Präzedenzfall gesetzt. Ab dann reicht jedes Missverständnis für die nächste Runde.

Stefans Weigerung ist die einzig richtige Antwort auf eine Unterwerfungsforderung.

Die eigentliche Ironie: Dieselben Leute, die Stefan vorwerfen er habe nicht sauber recherchiert, haben selbst keine fünf Minuten in die Epstein Files geschaut. 70 Posts passives Warten auf Stefans Quellenlieferung. Das ist exakt die Konsumhaltung, gegen die er seit Monaten argumentiert — und ihr habt sie live demonstriert.

Das Wort “publiziert” hat eine Bedeutung. Wer die nicht kennt, hat ein Wörterbuch-Problem, kein Stefan-Problem.

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So, und zum Schluss was fürs Poesiealbum:

Dieser Thread alleine ist der Beweis dafür, dass „flood the zone with shit“ sehr erfolgreich im Chaos erzeugen ist. Sogar in einem linken Forum.

Sorry das kann ich mir nicht verkneifen.

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Ich meine, im Grunde ist es ja auch etwas lustig. Stefan erzählt Unsinn, wird von der Community und seinem Podcastpartner mehrfach darauf angesprochen und anstatt eine gewisse Einsicht in den Unsinn zuzulassen, was der eigenen Reputation vermutlich besser stehen würde, entscheidet sich Stefan für die nicht zu bewältigende Aufgabe der inhaltlichen Rechtfertigung dieses Unsinns. Die Kritik scheint ihn schon getroffen zu haben, anders lassen sich seine kläglichen Versuche, von einem statistischen Vergleich zwischen Hörerschaft und Kommentierenden über die nachgeschobene Erklärung, dass es sich bei der Grafik um ein “publiziertes” Kunstwerk handele, bis hin zu der Erstellung einer “KI-“Diskursanalyse””-Website der stefankritischen YouTube-Kommentare, nicht erklären.

Stefan findet seine Rettung in einem mit KI erstellten Kommentar, verweist dabei auf ein “ökonomisches Argument”, nach dem man in dem Unsinn zwar vergeblich sucht, aber vielleicht spricht hier auch der Weltgeist zu uns. Wir sind nur zu dumm, ihn zu verstehen.

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Ich hoffe sehr für dich du täuschst dich. Es hat nichts mit Dummheit zu tun. Es hat mit der Fähigkeit zu tun, Gedanken die einem fremd sind, denken zu können.

Du schreibst in aller Ausführlichkeit deine Gedanken auf. Versuch mal in aller Ausführlichkeit Gedanken zu denken die du nicht aufschreiben kannst.

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Ehrlich gesagt, machen mich deine Kommentare schon betroffen. Du bist auf eine rätselhafte Art besessen von mir. Ich kann es mir allenfalls ein wenig damit veranschaulichen, dass ich das Phänomen der Boomermänner kenne, die eine Programmbeschwerde nach der nächsten wegen Moderationen von Ingo Zamperoni schreiben. Ähnliches mit den Leserbriefen damals in der FAZ, die einem alle Rechtschreibfehler auflisteten. Du bist nie in Erscheinung getreten, bis du nach 1000 Stunden Podcast 7 Sekunden gehört hast, an denen du dich festgebissen hast. Darin steckt ein Medienmysterium, das mich naturgemäß interessiert.

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Was man definitiv nicht annehmen sollte, ist dass dieses Forum die Epstein Files aufarbeitet:

Hier einen Thread mit der Frage “Was steht in den Epstein-Files?” zu starten um daraus irgendeinen Beweis ableiten zu wollen, ist also ziemlich dumm.

Auch diese Analogie hinkt an mehreren Stellen. In einer echten Analogie wäre Stefan derjenige, der dem Wachtmeister zeigt, dass da ein Hakenkreuz hingemalt wurde. Außerdem ist das Hakenkreuz als verfassungsfeindliches Symbol schon anders zu bewerten als die Wiedergabe von Behauptungen.

Wer mag darf aber gerne Klagen wegen übler Nachrede oder Verleumdung anstrengen. Einige hier scheinen ja eine riesige Beweissammlung zu haben.

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Der einzige Zweck meiner Analogie (vielleicht ist Analogie auch das falsche Wort) war, zu zeigen, dass es einen gewissen Punkt gibt, an dem der Verfasser einer (wie auch immer gearteten) Nachricht selbst für eine Interpretation verantwortlich ist, die er selbst nicht intendiert hatte. Quasi als Vorbereitung dafür, dass man dann darüber reden kann welche Interpretation im spezifischen Fall verständlich ist. Den Zweck erfüllt die Denkfigur meiner Meinung nach auch ganz gut.

Darauf wurde ja dann nicht eingegangen. Ist auch in Ordnung so, ich merke jetzt selber, wie wenig mich das Thema tatsächlich interessiert. Ich hatte nur etwas das Bedürfnis, dem entgegenzuhalten, dass alle die das kritikwürdig fanden “Vollidioten” sind, weil es meiner Ansicht nach eben eine verteidigbare und verständliche Interpretation ist, wenn Stefans Aussagen als Tatsachenbehauptung aufgefasst wurden.

Ganz allgemein verstehe ich es oft nicht, wenn sich Leute an solchen Analogien (oder wie auch immer das dann heißt) stören, wenn sie sich drastischen Beispielen bedienen. Das ist ja meistens genau der Punkt, weil man ein Szenario illustrieren will, das irgendwie parallel zum Gesprächsthema verläuft, man sich aber einigermaßen sicher ist dass man mit der anderen Person dort einer Meinung ist. Das ist nur möglich, wenn das Beispiel 1. eindeutig genug ist und 2. die andere Person es wiedererkennt, Nazi-Sachen bieten sich also gut an.

Aha. Nun gut, ich erkläre dir in einfacher Sprache, warum ich diesen Thread gestartet habe:

Ich kam spät zu der Party hier. Hatte die Aufregung um Schulz, Epstein und irgendwas mit Babys mitbekommen. Das Eingangszitat…

…hatte ich so verstanden, dass Stefan die Epstein-Files zitiert habe und es (d.h. irgendwas Schlimmes mit Babys) da drin steht.

Das hat mich überrascht, denn bislang kannte ich keine Belege aus den Epstein-Files für dergleichen, sondern nur Retardierte, die Quatsch mit Belegen verwechselten - so wie in dem eingangs dargestellten Tweet.

Beides hat sich geklärt, so wie ich es erwartet hatte: Niemand hat die Belege und - für mich zweitrangig - Stefan hat deren Existenz wohl auch nicht behauptet.

Die Analogie ist einfach schlecht gewählt, da das Hakenkreuz keinen Interpretationsspielraum zulässt. Du wolltest aber wohl etwas zeigen, das sehr wohl auf die ein oder andere Weise interpretiert werden kann.

Und die erste Antwort war eine Verlinkung zu einem Thread, der das schon längst aufgedröselt hat. Ich sage jetzt lieber nichts übers lesen lernen…

Ohne Thread keine erste Antwort. Und deine stünde auch nicht hier. :face_blowing_a_kiss:

Ich versuche da irgendwie ehrlich drauf zu antworten: Einen gewissen parasozialen Faktor kann ich nach gut 5 Jahren mehrere Stunden Neue Zwanziger im Monat sicherlich nicht abstreiten. Ich kann aber versichern, dass ich nicht besessen von dir bin und werde es jetzt gut sein lassen. Außer in dem anderen, mittlerweile geschlossenem Thread habe ich mich nicht zu dieser (die 7 Sekunden “Adrenochrom”) oder deiner Person kritisch bzw. überhaupt geäußert. Der Großteil der Kommentare in diesem Thread sowie sämtliche Kommentare in anderen Threads waren nicht an dich gerichtet und sind aus der Kommunikation mit anderen Schreibenden (bzw. Textgeneratoren) entstanden. Und auch in der stefankritischen Diskursanalyse (die Seite ist übrigens super) komme ich nicht vor!

Meine Kommentare in diesem Thread sind vor allem aus einem, vielleicht etwas naiven, antisemitismuskritischen Anspruch heraus entstanden. Weil diese 7 Sekunden diesbezüglich nicht ganz unproblematisch sind. Dass ich damit weitestgehend gescheitert bin, muss ich wohl einsehen. Die Diskussion über Antisemitismus selbst, die anschließend folgte, hatte zwar viel mit dem Inhalt dieser 7 Sekunden aber kaum noch etwas mit Dir oder dem Podcast zu tun.

Ich bin auch schon vor diesen 7 Sekunden zu einer ganz anderen Sache hier im Forum in Erscheinung getreten (außerdem gibt es das Forum noch nicht so lange, wo hätte ich sonst in Erscheinung treten sollen?), aber um das Medienmysterium ein wenig zu lüften: Ich war ebenfalls (womöglich parasozial?) betroffen, dass diese 7 Sekunden, aufgrund ihrer Brisanz und weil sie für den restlichen Inhalt nicht von Bedeutung waren, nicht noch sicherheitshalber einer extra Prüfung unterzogen wurden oder die betreffende Stelle nicht einfach herausgeschnitten wurde, bevor die Folge online geht. Auch hätte ich, und da spreche ich wohl auch für einige andere, ein knappes “sorry, ich habe Unsinn geredet” (womit man sich mitnichten “der dümmsten möglichen Interpretation seiner Hörer [unterworfen]” hätte) oder gar ein Ignorieren irgendwie angemessener gefunden, als diese nachträglichen Rettungsversuche des Unsinns. Es hätte auch dazu beigetragen, dass mir nicht auch hier der Vorschlag gemacht worden wäre, mal nach Pizza oder Frischkäse in den Files zu suchen. Zugegeben waren meine Kommentare stellenweise keine Glanzleistung und haben meinem Anliegen auch in keiner Weise weitergeholfen. Und auch mein letzter Kommentar, der zwar vor allem als Gegenentwurf zu einer von mir als mangelhaft erachteten und zuvor von einer KI geposteten “Zusammenfassung für die Nachzügler” gedacht war, war wohl (dir, nicht der KI gegenüber) etwas drüber.

Belassen wir es dabei und ich glaube die Kritik (und damit meinte ich nicht meine Kommentare) hat wirklich getroffen, sonst wären die 7 Sekunden nicht merkwürdigerweise immer wieder für ein paar weitere Sekunden Thema gewesen. Ein wenig haben wir uns wohl beide an diesen 7 Sekunden festgebissen, und daher würde ich jetzt vorschlagen, Wolfgangs Kommentar aus dem letzten Live-Salon zu folgen und “nicht schon wieder damit anzufangen”.

Wenn du ernsthaft (ich bin mir unsicher, wie ironisch ich deinen Kommentar lesen soll) betroffen von meinen Kommentaren bist, dann tut mir das wirklich Leid. Ich werde so schnell bestimmt nicht wieder damit anfangen und freue mich auf weitere 1000 Stunden Podcast.

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WIe kannst Du es auch wagen Misery Chastain zu töten?

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Hat eigentlich irgendwer in gefühlt 1000 Posts über Stefans angeblich ach so schröckliche Entgleisung diese 7 Sekunden mal aufgeschrieben, transkribiert? Oder dreht sich diese ganze Diskussion um ein Phantom?

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@friendlynotes

Es ist einigermaßen verwunderlich wie respektlos deine eigene Befindlichkeit die Bewertung anderer Kommentatoren abseits von Inhalt zu beeinflussen scheint. Leider macht das deine Bemühung die Wogen zu glätten in diesem Kontext scheinheilig.

Finde ich nicht korrekt.

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Ja. Hab ich gemacht. Sonst wär ich mir auch nicht so sicher gewesen.

Beim ersten Hören war das so ein “WTF?” das ich das erstmal nachgelesen hab. Und dann ein Aufatmen.

Ich kann also den ersten Impuls verstehen. Ich versteh halt nur nicht, warum man nicht in das Transkript guckt. Das ist eine Standardfunktion von Youtube.

Stefan: “Und jetzt frage ich mich natürlich, was für ein Backlash wird es geben, weil irgendwo echte Menschen irgendwie Babys gefuttert haben, weil sie dachten, wenn sie die unter Stress töten, entsteht da irgend so ein Hormon und so weiter. Und von daher denke ich mir, ja, schöne Strategie äh des ähm langsamen Durchsetzens der Gesellschaft mit diesem Thema in der Hoffnung, dass es abfft.”

Wolfgang: “Du gehst aber jetzt noch weiter als das, was gerade publiziert wurde.”

Stefan: “Nee, das wurde alles so publiziert. Also, dass es so ein äh Stresszustand gibt, indem man im richtigen Moment äh die Menschen dann töten muss, weil dann die Organe mit diesem Hormon voll sind, äh scheint äh Theorie dieser äh ganzen Bande zu sein und jetzt gerade ist es halt so ein Sexskandal, weil wir das so ein bisschen kennen und Eisweit Chat ist ja auch ein Film, der das thematisiert, wie auch immer, aber dieser Stin hatte wohl wirklich diese Idee, auf seiner Insel sollen immer gleichzeitig 20 schwangere Frauen rumlaufen, damit da genug Material einfach da ist für diesen Irrsinn, den sie da hatten und so. Und von daher äh weiche ich gerade nicht ab von dem, was publiziert ist.

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