Wer finanziert wen? Über eine rhetorische Strohpuppe im Geschlechterstreit

Noch kurz dazu:

Ich habe gestern den Emma-Text, der angeblich Schwarzers „Faszination für den Faschismus“ dokumentieren soll, überflogen und war überrascht: Was ich fand war journalistisches Interesse an der Person Riefenstahl, durchaus auch Faszination für ihre Arbeit. Und einen typischen Schwarzer-Take: Sie vertritt die These, dass Riefenstahl im Vergleich zu männlichen Zeitgenossen mit ähnlicher NS-Verstrickung (sie nennt Walter Ruttmann, Gustav Gründgens, Ernst Jünger) unverhältnismäßig hart verurteilt wurde – eine Art “Hexenjagd”, die auch mit Sexismus zu tun habe. Was ich dem Text nicht entnehmen konnte war eine „Faszination für Faschismus“.

Nochmaliges Lesen hat den Eindruck bestätigt. Kurze Recherche ergab, dass der Text tatsächlich kontrovers diskutiert wurde, aber nicht aus dem von dir unterstellten Grund.

Claudis Recherche: Claude

Ich vermute, dass du den völlig überzogenen „Faszination für Faschismus“-Vorwurf zur Diffamierung Schwarzers aus einer solchen Community übernommen hast. =>

Falls wir an der These „ein bisschen fascho sind wir alle“ festhalten wollen, dann würde ich sie ergänzen um die Feststellung, dass abgeschottete Informations-Blasen („Communitys“) diese Tendenz fördern.

Weniger dramatisch: Die völlig überzogene Schwarzer-Kritik via „Faszination für Faschismus“ ist ein typisches Beispiel für die im Thread-Titel angesprochene Strohpuppen-Rhetorik.