ja, das wÀre ja (und Du hast es aufgebracht!) die spannende Diskussion.
Wie kommt man aus diesem Clusterfuck, der sich vor unseren Augen abspielt ĂŒberhaupt noch heraus ohne sich der Forderung nach der Vernichtung Russlands anzuschlieĂen oder als Einsiedler zurĂŒckzuziehen?
Was ist das âDazwischenâ, wenn âhybridâ das aktuelle âDazwischenâ ist.
Ich denke gerade an dem âParasitâ von Michel Serres bzw. in der kybernetischen Erweiterung von Bardmann herum. Das âpara-â (zwischen) âsitâ (sein).
Die RĂŒstungsindustrie z.B. als Parasit der aktuellen Situation, die es geschafft hat im staatlichen Wunsch nach âExportweltmeisterâ ihre Vertreter in die Presse zu entsenden und Teil der öffentlichen Meinung zu werden. (Was nicht weiter verwundert, wenn man das âRĂŒstungs-â einfach streichtâŠ)
edit: da wĂŒnscht man sich ja fast einen offenen Kriegsausbruch, damit man sich verhalten kannâŠ
Woran wĂŒrden wir bemerken, dass ein offener Krieg zwischen Deutschland und Russland gefĂŒhrt wird (nur mal angenommen, es gĂ€be keine offizielle KriegserklĂ€rung)?
Es gibt da durchaus Parallelen. Auch wenn das jetzt in Bezug auf mein Eingags-Statement von heute morgen inkonsequent erscheinen mag: Man könnte in beiden FĂ€llen von einer âPhantombedrohungâ reden. Jedenfalls wurden/werden beide Bedrohungen von interessierten KrĂ€ften in Politik, Medien und Industrie gröĂer gemacht, als sie waren/sind.
Bei Putin schaffen sie das KunststĂŒck, dass er in der Ukraine so gut wie verloren hat, und gleichzeitig steht er kurz vor Berlin. âSchrödingers Putinâ, quasi. Das ist so dĂ€mlich, dass man eigentlich nur darĂŒber lachen kann. Immerhin, seine Drohne hat es jetzt angeblich bis nach Leipzig geschafft. Macht es einen Unterschied, ob das Dröhnchen, vom Busfahrer mit einem FuĂtritt aus der Luft gekickt nachdem es vier Stunden lang auffĂ€llig da herumschwirrte, mit hypothetischem GoPro-Beweis tatsĂ€chlich zu Putins Drohne wird anstatt zu einem mutmaĂlichen Fake der CIA, des BND oder von ukrainischen Jacht-Seglern, die auf Drohnenpilot umgesattelt haben? Nicht wirklich, irgendwie, oder?
Aber wer damit klar kam, dass die Impfung âsicher und wirkungsvollâ war und sich dennoch vor einer potentiell tödlichen Ansteckung durch Ungeimpfte so sehr fĂŒrchtete, dass er diese unbedingt mit erhobenem Moral-Zeigefinger zur Impfung ĂŒberreden musste, der kommt auch mit WidersprĂŒchen al la âSchrödingers Putinâ klar. Ich meine jetzt nicht dich, sondern den weiter oben schon mal verlinkten Podcast-Opa und sĂ€uselnden Impfluencer.
Deswegen ist eine Frage ob die Drohne in Leipzig âFranz Ferdinandâ heisst⊠weil die Auflösung des hybriden Zustandes Eindeutigkeit herstellen wĂŒrde.
So heiĂt sie offenbar nicht, denn dann sĂ€hen sowohl die Reaktion aus Berlin, als auch die Gegenreaktion aus Moskau anders aus. Oder habe ich was verpasst?
Nicht ganz. HĂ€tte ich die nachstehende Reaktion von Google erwartet, dann hĂ€tte ich das viel eher selber probiert. Frage an Google: âWas ist der âHerr Hegemonâ?â Antwort:
âDer âHerr Hegemonâ ist ein konzeptioneller Begriff, der vor allem durch den Podcast Die Neuen Zwanziger (u. a. mit Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz) populĂ€r gemacht wurde. [1, 2]â
@stefan und Wolfgang dĂŒrfte diese PopularitĂ€t freuen - zu Recht. Weiter:
"Er beschreibt metaphorisch die vorherrschende Meinung, den gesellschaftlichen Mainstream oder die unsichtbaren, aber wirksamen Macht- und Rechtfertigungsstrukturen in einem sozialen oder politischen Raum. [1]
Bedeutung und Herkunft
Hegemonie: Der Begriff leitet sich von Hegemonie (Vormachtstellung oder Ăberlegenheit einer Gruppe, Ideologie oder Macht) ab. [1, 2]
Die Figur des âHerrn Hegemonâ: In Diskussionen wird damit personifiziert, was in einer Gesellschaft als ânormalâ, gesetzt oder alternativlos gilt. Er verkörpert den ungeschriebenen moralischen oder diskursiven Kodex, an dem sich andere abarbeiten mĂŒssen oder dem sie sich anpassen.
Kontext: Der Begriff taucht in analogen Analysen ĂŒber gesellschaftliche Dynamiken, Medien und politische MachtverhĂ€ltnisse auf â etwa im Kontext von KulturkĂ€mpfen, Konformismus und der Frage, wer in einem Diskurs die Definitionsmacht besitzt. [1]"
âŠund hier taucht der besagte Mohler auf:
"Im Zentrum steht Armin Mohler, ein wichtiger Vordenker fĂŒr die heutige Neue Rechte, auf den sich Götz Kubitschek und Björn Höcke berufen. Mohlers Buch âDer faschistische Stilâ und seine Idee des âagonalen Stilsâ â die reine Freude an der Auseinandersetzung â werden als strategisches Mittel der Rechten analysiert, um eine angebliche Sehnsucht nach Streit und PluralitĂ€t zu inszenieren."
Hmm⊠oh je! Am Ende bin ich doch ein Rechter⊠Aber was soll ich machen, das pessimistische Geschwurbel meines Lieblings-Antagonisten hier einfach unkommentiert stehen lassen?
@Syd Du mĂŒsstest nur den Schritt wagen um zu verstehen dass 84 mio private Ichâs das System stark machen wĂ€hrend ein politisches Wir aus 45 mio das System schwĂ€cht. Nur Mehrheiten zĂ€hlen. Alles andere ist egal.
nö, Du findest nur rechtslibertĂ€re Positionen attraktiv, weil Du die die linksliberale Faust im Genick gespĂŒrt hast. Aus Dir kann noch ein brauchbarer Linker werden, wenn man es nur schaffen wĂŒrde Deinen Nationalismus auszutreiben.
und da wird es kniffelig, wenn der Herr Hegemon die Faust gen Osten reckt. Denn in der Logik von Politik geht es nur mit Regierung/Opposition und beide ringen um die öffentliche Meinung. Deswegen greift die AfD âFrieden mit Russlandâ auf, Wagenknecht wird âPutinknechtâ genannt und der Linkspartei wird der Treueschwur zur ukrainischen Freiheit abverlangtâŠ
Hm ja, wenn die Logik plausibler ist, muss ich mich um etwas anderer kĂŒmmern als Logik und anerkennen dass die erkannt haben wie es geht. Wenn die Mehrheiten fehlen kann ich nicht sagen, wir können da leider nichts machen. Da sind unsere HĂ€nde gebunden.
Erinner dich an Habeck, nee Schuldenbremse, nee da können wir leider nichts machen. In unserer Koalition leider nicht möglich
Also das Fettgedruckte wĂŒrde ich so ĂŒbernehmen, eine gute Definition. Ich hab jetzt auch rausgekriegt, daĂ man, wenn man auf den Reiter Web geht, keine KI Antwort bekommt. Wie dem auch sei, jetzt hab ich mal was mit KI rausgekriegt und das war ganz gut. Ich hatte ĂŒbrigens zuerst im Podcast gesucht und dann Mohler zusammen mit Herrn Hegemon gesucht, daher die unterschiedlichen Antworten.
Ich wĂŒrde jetzt nicht sagen, daĂ Linke wenig diskussionsfreudig seien. Das war der Vorschlag von Mohler und es hat fĂŒr die Rechte ja auch funktioniert, damit den Diskurs zu beherrschen, in den letzten Jahren. Was eine krasse Umstellung fĂŒr so eine hierarchische Organisationsstruktur bedeutet.
Die Linke muss jetzt halt mal mit Gegenmacht antworten, bzw. Linke mĂŒssen aufhören, immer bei den eigenen Leuten ĂŒberkritisch alles zu zerpflĂŒcken. Geschlossenheit wĂ€re meiner Meinung nach die Devise. Verkehrte WeltâŠ
Und was passiert, wenn ich diesen Schritt zum VerstĂ€ndnis wage? Warum ist er ĂŒberhaupt ein Wagnis, dieser Schritt? Ist es nicht so, dass VerstĂ€ndnis von Verstehen kommt - und Wagemut diesbezĂŒglich vielleicht sogar hinderlich ist?
[Mir ist schon klar, was du meinst. Aber das ist, je nachdem was deine 45 Mio vorhaben und wenn dem Satz ein Anspruch auf AllgemeingĂŒltigkeit angepappt wird, halt ganz schön dĂ€mlich. Insbesondere, wenn einem noch die Corona-Zeit im GedĂ€chtnis ist.]
Das ist ja immer die Ausrede der SPD, warum leider gerade (seit 1990 oder so) keine SPD-Positionen durchzusetzen seien⊠in der Zwischenzeit hat sich eine auĂerparlamentarische Opposition aufgebaut, die unter dem Namen AfD eine parlamentarische Opposition wird und die Linkspartei lĂ€sst sich davon abschrecken, dass man sie fĂŒr eine Opposition zum Regierungshandeln halten könnteâŠ
den ersten Teil ja, den zweiten Teil nein. Nur wenn man selbstkritisch bleibt kommt kein Personenkult oder Parteisoldat dabei rum.
oh bitte nicht, aber der Status Quo ist (Luhmann ick hör dir trapsen) immer noch ein Argument. Aus dem muss man ja immer noch heraus und ohne zu wissen wie der tickt, findet man die TĂŒr auch nicht so einfachâŠ
Aber hier bemerkenswerte Beobachtung nebenbei: aktuelle Folge Alias Podcast. In den ersten paar Minuten eigentlich die Diskussion hier wiedergegeben.
Dann lĂ€sst Stefan seinem âDrang nach HĂ€rteâ gegen âden Ossiâ freien Lauf. Man kann also auch Argumente lesen, verstehen, fĂŒr gut befinden und dann trotzdem zurĂŒck in den Status Quo fallenâŠ