jetzt weiß ich nicht, was “üblich” ist.
“l’etat c’est moi” sagt jeder Staat über sich…
jetzt weiß ich nicht, was “üblich” ist.
“l’etat c’est moi” sagt jeder Staat über sich…
Ein Einwurf meinerseits. Der Staat nutzt die Subjekte innerhalb seines Staatsvolkes gerne, um durch deren Zustimmung die Legitimität staatlicher Entscheidungen zu stärken. Dafür werden Subjekte gezielt wie Individuen angesprochen, oder? Deswegen werden sie aber noch lange nicht als Individuen betrachtet.
jaja, dass ist dann diese kleine Dankbarkeit dafür das es den einen an der Verladerampe gab, der nicht so dolle geprügelt hat… so wie mein Opa Zwangsarbeiter heimlich mit Essen versorgt hat. Ja das Individuum ist handlungsfähig… alles keine Frage… aber es handelt immer in einem System und es geht um eine Analyse eines Systems, welches wir für normal halten, nicht ob man an der Rampe weniger prügelt, eine Flatterband vom Spielplatz reissen oder heimlich gegen irgendwas sein kann… das kränkt das Indivuum, das kann ich verstehen.
Der Staat bin ich? Ja, aber ich fragte nach deinem Gebrauch von „Souverän“. Und dachte, du stellst das absichtlich auf den Kopf:
und @Syd
Demokratie ist nur die Legitimationsform für den Souverän. Wir sagen es ist besser wenn “das Volk” in einer Wahl die Herrschaft bestätigt, als wenn der König dem Sohn die Krone auf den Kopf setzt.
Zu welcher staatlichen Entscheidung hat das Volk denn so in letzter Zeit seine Stimme abgegeben? (Du gibst nämlich deine Stimme ab. Danach ist sie weg.) Du überträgst sie einem “Vertreter” einem Politiker der ist dann aber oh Wunder! nicht mehr deinem Willen, sondern (rechtlich sauber) seinem Gewissen und (rechtlich unsauber) dem Fraktionszwang unterworfen.
Die getroffene staatliche Entscheidung wird dem Bürger dann vorgelegt und er kann dann sein Geschmacksurteil abgeben.
Wenn das stimmt syd, was Du da rausgesucht hast, warum gibt es denn z.B. Lobbyismus in Gesetzgebungsprozessen? aaaaach stimmt, “wir” haben ja entschieden, dass Lobbyismus ok ist, “wir” haben ja sogar ein Lobbyregister…
das ist kein Argument für direkte Demokratie, bitte nicht falsch verstehen.
Es wäre äußert unpraktisch wenn jeder was zu Entscheidungspunkt 5 bei Vorlage 78 Unterkapitel 362 sagen müsste bevor es legitimiert ist…
Wir können nicht alle jeden Tag nach Berlin fahren und abstimmen…
Zumindest ist hier ein Ort an dem man sich über die verschiedenen „Normals“ die Köpfe heiß reden kann.
Das macht schon was aus. Nicht viel, aber ein bisschen schon.
Ich bin nicht dankbar. Soziales Engagement kann eine Gesellschaft formen. Dachte ich jedenfalls bis vor Corona.,
Wunderbarer Diskurs. Da werden in mir gleich die Debatten zur Gegenmacht lebendig.
Ich glaube das hat auch vor Corona nicht wirklich funktioniert. Das mag in kleinen Gemeinschaften funktionieren, aber da seh ich auch keinen Unterschied zu vor Corona. Gesellschaftlich klappt das nicht. Ich wüsste auch nicht wann das je funktioniert hat.
ja natürlich. “Engagement” und “Zivilgesellschaft” ist aber noch kein Wert an und für sich. In Sachsen-Anhalt haben wir doch gerade Angst vor einer engagierten Zivilgesellschaft, die sich “ganz in ihrem Sinne” der Herrschaft andient. Wir werden sehen welche “wir sind das Volk”-Gruppen sich nach dem AfD-Sieg ganz engagiert versammeln werden…
In Rostock-Lichtenhagen stand auch “die Zivilgesellschaft” und hat sich “in ihrem Sinne” sehr aktiv eingebracht…
Auf der “mag ich” Seite kann man sich z.B. die “Omas gegen rechts” angucken, deren einziges Argument gegen Abschiebung ist “Aber Ausländer sind doch nützlich für den Staat”…
Der aufrechte Losdemokrat würde dir hier laut widersprechen.
Ja genau. Du denkst anders. Und scheinst aber der unbedingten Meinung zu sein, daß Du damit der einzige bist.
Das funktioniert z.B. auf vielen Demos.
Der Losdemokrat versucht (und das ist ja auch ganz sympathisch) “Politik” und “Politikerauswahl” zu adressieren und “gerechter” zu gestalten. Ab dem Punkt der Legitimation von Herrschaft (Losverfahren abgeschlossen) ändert sich aber nichts. Die Herrschaft ist (los)demokratisch legitimiert.
Das verstehe ich gerade nicht. Was meinst Du?
Lies noch mal Deine Beiträge.
Nee das “Du scheinst…” liegt ja nicht auf meiner Seite, sondern ist Deine Vermutung nach Lesen meiner Beiträge. Ich glaube nicht, dass ich “der einzige” bin, ich beschäftige mich ja nicht mit mir selber, sondern mit anderen, gleichen und gegenläufigen Argumentationen… deswegen frage ich ja nach Deiner Begründung für Deine Vermutung…
Vielleicht steh ich auf dem Schlauch - aber das tut hier nichts zur Sache, oder? Steht ja nicht, dass der Staat sich für das Individuum interessiert - nur das die Einhaltung einer Vorgabe auf individueller Ebene kontrolliert. So habe ich das zumindest verstanden.
Ich bin nicht sicher, dass ich Ihr Experiment verstehe: Warum alles mit UND verknüpfen?
Sollen wir uns Welten vorstellen, in der alles oder eine Teilmenge der Aussagen wahr sind und diese dann vergleichen unter dem Blickwinkel, welche Welten wir für moralisch akzeptabel halten, um anschließend die “Moralitätsbedingungen” auszubuchstabieren?