Eure Sicht auf die Corona-Zeit

Es ist schlimm und wird auf jeden Fall schlimmer.

und genau das ist die Argumentationslinie um den Status Quo zu verteidigen.

Deswegen bitte taktisch wählen! Wähl die CDU, damit die AfD nicht an die Macht kommt. “Wir” müssen unsere Demokratie verteidigen! “Wir” sitzen doch im selben Boot!

Und deshalb hast du aufgehört, daran „herumzudenken“? Oder tust du‘s nur nicht öffentlich, so wie JJL das bezüglich seiner DDR-Vergangenheit beschreibt, die er in Teilen heute wiederfindet?

Klar kann man sagen, es wird schlimmer und nicht CDU wählen.

Passt in den Möglichkeitsraum - doch es gibt noch weitere Optionen.

Um den Diskurs zu diesem Punkt weiter zu treiben (und es geht nicht um die allgemeine Frage, ob es sinnvolle und bewährte Impfungen gibt! - es geht um diesen besonderen Fall):

Gedankenexperiment

  1. Der Staat verordnet eine Impfpflicht und überwacht das auf individueller Ebene.
  2. Der Staat verordnet ein tägliches Bewegungsziel und überwacht das auf individueller Ebene.
  3. Der Staat verordnet den Verzehr fünf verschiedener Gemüsesorten täglich und überwacht das auf individueller Ebene.

Und nun bitte alles mit einem UND verknüpften und dagegen argumentieren, warum 1. für sich genommen in Ordnung ist, aber 1. bis 3. zusammen nicht - oder nur 2. oder 3. Prämisse ist der damalige Stand der Erkenntnisse, gerne auch samt dem fortschreitenden Erkenntnisgewinn - was dann bedeutet: Was ab wann und ab wann nicht mehr?

Es geht dabei nicht um Autokratie oder Demokratie! Der Punkt richtet sich eher an Integrität als Entität betrachtet. Und dann kommt man von diesem speziellen Thema sehr schnell zum allgemeinen Status Quo.

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tue ich doch, aber ich sehe es nicht als meine Aufgabe an hier einen Revolutionsaufruf zu verfassen, sondern eine bessere Analyse zu gestalten.

… die Eingangsprämisse stimmt nicht. Der Staat interessiert sich nicht für das Individuum, sondern für das Staatsvolk…

Das passt doch trotzdem.

Während Corona würde doch auch debattiert, Ungeimpfte von der Gesundheitsversorgung auszuschließen.

Ich weiß - die Prämisse ist mit Absicht falsch auf das Individuum gerichtet. Aus Sicht des Staates gibt es das Individuum nicht, sondern nur das Subjekt. Das Subjekt hält sich allerdings für ein Individuum - und schlussfolgert gerne falsch, dass es auch vom Staat so gesehen werden müsse. Besser, man räumt diese Illusion ab.

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Ja, Du machst aber den Fehler, dass auf Dich als Individuum runterzubrechen, weil Du vor der Entscheidung standest: Spritze in den Arm?

“Gesunde Ernährung” ist schon lange vom Staat geregelt. Alles, was Dich nicht “unbrauchbar” macht ist erlaubt. Wir nennen das “Lebensmittelsicherheit”. Der Staat braucht überhaupt keine Individuen zu überwachen. Bei Drogenpolitik das gleiche. Alles was dich nicht unbrauchbar macht ist legaler Substanzkonsum.

Im Zuge neuer Gesundheitsreformen wird das auch geändert.

ja, weil der Souverän eben Souverän ist. Du setzt dich als Individuum gerade nur in den Schützengraben “Ich finde das gut.” oder “Ich finde das schlecht.”…

Ja, weil alle Individuen das machen können und sollen.

was? Sich an diesem Staat beteiligen, oder nach der Entscheidung des Staates die Entscheidung des Staates (Hey! Meinungsfreiheit!) mit ihrer folgenlosen Geschmacksmitteilung kommentieren? “Finde ich gut!” vs. “Finde ich schlecht!”?

Das Stiefellecken ist also schon mal festgelegt, Du darfst mir aber sagen ob es dir schmeckt.

DEINE Analyse basiert auf einem sehr …ähm… eigenen Weltbild und insbesondere einer sehr speziellen Sicht auf den Staat. Nicht jeder teilt diese Sicht. Deshalb muss DEINE Analyse nicht zwingend die bessere, schon gar nicht die einzig richtige sein.

Nur mal so nebenbei bemerkt. Aber mach weiter, sie interessiert mich trotzdem.

das stimmt, weil ich mich nicht der Illusion hingebe, dass man mit einem naiven “man müsste doch nur einen Führer… eine Einheitspartei… eine direkte Demokratie” weiterkommt, wenn man die Prinzipien nicht verstanden hat.

Ich nehme an, Du gebrauchst den Begriff absichtlich anders als sonst im Kontext „Staat und Bürger“ üblich?

Wir reden aneinander vorbei. Was folgt denn aus finde ich gut schlecht? Du bist damals helfen gegangen. Finde ich gut.

Ich habe nicht “geholfen” ich habe als Vertreter dieses Staates versucht die Grausamkeit staatlicher Handlungen etwas weniger grausam zu machen. Grausamkeitsabmilderung ist keine Hilfe.

Das würde ich anders sehen.

Ob nun Hilfe oder nicht, hatte Dein Handeln einen direkten positiven Effekt.