Juli-Salon: How to Rule the World, Nolans Odyssee und die Romantik-Flaute

und auf der Suche nach Absichten landet man wegen Nicht-Beweisbarkeit in Absichtsunterstellungen und wenn man es dolle treibt bei Verschwörungstheorien…

Ermittlungshypothesen. :wink:

Dann dürfte man ja nichts mehr hinterfragen, wenn das die Sorge ist.

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Das ist die Balance die man finden muss. Scheinbar hat man die seit Corona und Epstein vergessen, wenn es sie denn überhaupt mal gab. Was man durchaus bezweifeln kann wenn man Theo Baker ernst nimmt.

Wer ist “man”?

Man kann getrennt denken, du kannst es ja als persönliche Schlussfolgerung hinterher wieder zusammenführen. Getrennt denken hilft das Motiv vom Ergebnis zu entkoppeln um nicht nur das Böse unterm Stein zu finden. Da gibts viel mehr.

Ach Syd. Ich glaube das muss ich dir nicht erklären.

Ich mochte Wolfgangs Romanbesprechung von Die zweitgrößte Liebe. Woran man u.a. sehen kann, wie wichtig Belletristik für die Analysefähigkeit ist; passend zu dieser aktuellen Debatte.

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Jeder denkt “getrennt”. Das ist doch nur die alte Debatte über Fake news, die mittlerweile schon überall drin ist. Daher auch nicht uninteressant.

Ich nenne es mal PFAS- Facts.

Da bin ich mir nicht sicher. Was meinst du damit genau?

Daß, wenn man die Demokratie faktenbasierte Entscheidung nennen wollte, diese längst durch einen nicht kontrollierbaren Unterhaltungsfaktor ersetzt worden ist.

Hier ein interessanter Text zur TV- Fernbedienung (leider stark gekürzt), hat aber den Vorteil, daß man den mit allerlei Media weiterdenken kann.

“Das wird man ja noch fragen dürfen!” als das neue “Das wird man ja noch sagen dürfen?” :wink:

Nein, natürlich erwarten wir hinter jeder Handlung eine Absicht. Die wird uns ja auch präsentiert, dann geht es um Nachvollziehbarkeit, Glaubwürdigkeit etc., wenn sie nicht präsentiert wird versucht man sich Absichten vorzustellen… ich sage nur, dass man die produktive Reichweite und deren Grenzen davon nicht vergessen sollte.

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Verstehe, das ist in der Tat ein Problem. Aber ich hab mir deshalb mein Plausibilitätsmodell gebastelt und bin noch dabei das auszuweiten. Für mich kann ich auf jeden Fall sagen, es lebt sich deutlich entspannter.

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Das hat doch niemand behauptet, oder? Das ist so ein Demokratieidealismus aus dem Schulunterricht. Politik ist nicht die sachgerechte Verwaltung von Gesellschaft…

War nur ne schnelle Hypothese.

Die ja nicht “dein Fehler”, sondern weil es wirklich eine geteilte Vorstellung ist.

Die Leute sind ja gerade von der Demokratie ent-täuscht, weil sie sich über sie ge-täuscht haben…

Wenn man überlegt, wer das wann als Grundlage nimmt, taugt die Formel zur Begutachtung von gesellschaftlichen Veränderungen.
Natürlich nur als Teilstück.
PS: Die aktuelle Definition schwappt ja hin und her, über den Grad von Enttäuschungen gibt’s ja schon seit Jahren den Podcast.

Kein Mensch denkt den ganzen Tag über Demokratie nach. Das wird von unterschiedlichen Personen, Institutionen, Gruppen halt jeden Tag nach Gusto formuliert. Meist, wenn es um Enttäuschungen oder Hoffnungen geht.

Ich sehe es als großen Wackelpudding. Es gibt ein philosophisches Modell dazu, aber das hab ich vergessen.

Das war’s. Aber frag mich nicht mehr nach dem Inhalt, den hab ich so ziemlich vergessen.

https://philpapers.org/rec/HORBAI?__cf_chl_tk=K0C6nBmHNSa6sMtKOnUV7zxmQi0VBLa2HFOQXYyyuYE-1786616753-1.0.1.1-kmQYPaQXGraMejoMENSUgaEG7Z_wOt6CMayXY4hM5No

Doch, mach mal. Das war der Kontext:

[Hervorhebung von mir - darauf bezog sich meine Frage “Wer ist “man”?”]

Es geht also, wie ich das verstehe, um eine Balance zwischen Ermittlungshypothesen, Absichtsunterstellungen und Verschwörungstheorien (VT). Als solche VT wurde in einem Brief an das medizinische Fachmagazin "The Lancet", initiiert von Peter Dazek und u.a. unterzeichnet von Christian Drosten, die Idee eines möglichen Laborursprungs des “Novel Corona Virus” gerahmt. Ein Framing, das dann bereitwillig von Medienleuten und politischen Verantwortlichen übernommen wurde.

Ich denke, in diesem Fall ist klar, wer die besagte Balance verloren hat. Und sonst, wer ist “man”?

Mir geht es auch um einen Akteur, denn der tut was. Mir geht es aber nicht um ein Motiv des Akteurs.
„man“ bedeutet in diesem Fall ein öffentlicher Umgang der jede Trennung von Motiv, Tat, Umstände und Akteur vergessen hat und alles in einen Topf wirft und kräftig umrührt.

Das finde ich absolut nicht klar.
Ich kenne weder die Umstände, die Interessenlage, wem was plausibel ist und warum, woraus er das ableitet, in welcher Abhängigkeit er steht etc. etc, noch kenne ich die fachspezifischen Details die mir einen grundlegenden Überblick verschaffen könnten, wenn ich sie denn verstehe.