September 2026: Inside CDU, Lanz & die Brandmauer, Enteignung, Die CDU muss sterben, Florian Schroeder, Vonovia kaufen, Klarnamenpflicht, Gehalt in Deutschland, Mamdanis Oper

Schade ich dachte es kommt noch der Beweis für

und während “die stärkste Armee in Europa” aufzustellen völlig ohne Bedenken und strukturelle Beschränkungen ins Werk gesetzt wird (an welcher Stelle habe ich da noch mal ein Kreuz dafür gemacht in dieser Demokratie? Irgendwie habe ich das vergessen…oder heißt Partizipation hier “Heimatfront”?), müssen wir uns hier erstmal ganz selbstkritisch fragen, ob es nicht vermessen ist festzustellen, dass ein Mensch wohnen muss. Die militärische Dominanz über ganz Europa ist denkbar. Angemessener Wohnraum in einer Stadt ist utopisch! Was man damit diesem armen Staat antut, der doch als Mitmach-Demokratie auf den wohlinformierten Bürger angewiesen ist, der sich in idealen Sprechsituationen produktiv ins Gemeinwohl einbringt und sich selber in seinem Willen zum Wohle aller zügelt…und nebenbei eine “Ich will aber”-Partei ungezügelt eine Wahl nach der nächsten abräumt… (aber die gewinnen ja nur, weil deren Wähler ein dummes Kreuz gemacht haben! Wir machen ja nur schlaue Kreuze! Weil wir vorher unseren Willen geprüft, angepasst und an den Möglichkeiten ausgerichtet haben!)

und damit hast Du selber als besten Wunsch geäußert, was ich nur als schlechte Absicht vermutet habe…

Viele Einspieler waren echt schwer auszuhalten. Aber insgesamt sehr gute Folge.

Zu Stefans Aussage, dass Politiker und Medien nur noch nicht gemerkt haben, dass der Neoliberalismus kollabiert fiel mir der Begriff Neoliberal Order Breakdown Syndrome ein:

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Ich muss zugeben: An der aktuellen Folge bin ich gescheitert. Zu viel Lanz, einfach unerträglich. Zur Berliner Wohnthematik drang ich daher bislang nicht vor, zumal mein iDings irgendwie auch keine Kapitelmarken mehr zeigt.

Aber sag doch mal, wo @Stefan das Statement vom „motivlosen Wähler“ macht. Wenn er‘s überhaupt tut und da nicht etwas missverstanden oder aus dem Kontext gerissen wurde.

nicht in dieser Folge, aber es war verstreut über einige Folgen (keine Ahnung wo, kommt von Luhmann)

Ah, Luhmann. Aber in dieser verkürzten Form ist das natürlich Quatsch.

natürlich.

Ein schlaues Kreuz, nach schlauen Gedanken. Natürlich an der richtigen Stelle. Politik als sachgerechte Verwaltung der Welt. Der Wähler braucht nur alle Informationen, eine vollentwickelte Mündigkeit und die richtigen Motive. Wir sind nur noch nicht ganz mit der Seelenforschung hinterher und können die Motive nicht ganz sauber beweisen.

(aber “Chatty” hat es Dir doch gut erklärt, keine Einwände)

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Und der Wähler muss antizipieren, was die demnächst Gewählten nach der Wahl tatsächlich tun werden, damit er sich nicht gut informiert verkreuzt. Neoliberale würden empfehlen, vor der Wahl Verträge mit den Kandidaten der Wahlkreise abzuschließen. Man kann alles privat regeln.

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und da kommen wir zum nächsten Schritt! Danke.

Die “mündige Bürger geben eine wohlinformierte Wahlentscheidung ab”-Fraktion kümmert sich ja noch nicht mal um den Gedanken, dass nicht ihr Wille, sondern nur ein popeliges Kreuz gezählt wird und damit nur Politiker legitimiert werden “nach freiem Gewissen” (Fraktionszwang) konkrete Entscheidungen zu fassen.

Also beim Ankreuzen ist “der Wille” unbekannt und in der tatsächlichen Politik spielt er nur mit Aussicht auf das nächste Kreuz eine Rolle…

Das “Parteien wirken bei der politischen Willensbildung mit” des Art.21 GG ist doch kein Bildungsauftrag, sondern Organisationsauftrag.

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Das ist der Punkt - wahrscheinlich kommt es dabei regelmäßig zu Verwechslungen. @Flo Das ist beinahe eine Einladung zu einem Soll-Ist-Vergleich.

Ja, mit dieser Behauptung, dass der Wähler motivlos wählt, ist glaube ich gemeint, dass die Motive systemisch irrelevant sind. Meiner Meinung nach ist aber die systemische Irrelevanz selbst wiederum für uns irrelevant, denn die Perspektive eines sich selbst bespiegelnden Systems ist nicht die unsere. Die objektive Richtigkeit dieser Behauptung besteht genau besehen darin, dass sie jeder Bedeutsamkeit ledig ist, sie beschreibt nur eine leere Relation und Verhältnismäßigkeit. Sie ist emergent zu einem aus lebensweltlichen und existenziellen Situationen heraus entstehenden Fragen. Erfahrungsgemäß verfallen so systemtheoretisch Denkende deshalb unwillkürlich in einen Sein-Sollen-Fehlschluss, um das Vakuum zu füllen. Das kann man bei Miki sehen, der sich damit in Konkurrenz zum Humanismus sah, oder eben bei JakobB.

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da schreibst Du in Bemühung eines elaborierten Codes an der Sache vorbei.

Es gibt ein faktisches Auseinanderfallen zwischen Wählerwillen, Kreuz, Politikvollzug und Wahlkampf.

Hier wurde die Selbsttäuschung eines notwendigerweise Zusammenfallens von diesen 4 Dingen besprochen.

Das Du hoffst, dass Dein Wille per Kreuz geschehe ist eben das: Hoffnung auf aufeinander aufbauenden Folgeoperationen, die Kraft Deines Willens Wirklichkeit zu ändern in der Lage sind.

Die große Enttäuschung ist dann, dass hinter dem X in einem 0 kein Wille zu erkennen ist, auch wenn es mit größtem Willen gemacht wurde.

Alleine der Umstand, dass keine Mindestwahlbeteiligung vonnöten ist um Politik ins Werk zu setzen, sollte es Dir doch zeigen. Dein persönlicher Wille ist nicht notwendige Grundlage. Noch nicht mal Dein Kreuz ist so grundlegend wichtig, dass Politik es bräuchte um Politik zu machen.

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Sie sind nicht identisch, aber natürlich auch nicht unabhängig von einander.

und darin steckt die ganze Magie dieser Diskussion. Erst wünscht man sich viele Kreuze, dann hat man sie, sie passen einem nicht und sieht dahinter den nicht-passenden Wählerwillen. Also muss man den Wähler erziehen. Natürlich nur zum Guten! Zur Mündigkeit! Denn mit mündigen Bürgern kommen mündige Kreuze und mündige Politik. Habermas´ Traum wird Wirklichkeit!

Auftritt “Hund im Internet”: Hier ist mein Wille! Wer will mein Kreuz?

Prügeln des Hundes: Das ist doch unmündig! Du gibst Dich den Populisten hin! Mäßige Dich und Deinen Willen, damit maßvolle Politik entsteht!

und die Politik hebt kurz die Augenbraue und zählt Kreuze, ob der Hund sich nun gemäßigt hat, oder eben nicht und vollzieht Politik nach eigenem Willen.

Aber wir haben immerhin schön deutlich die leichten Gewinne der AfD nachgezeichnet und die “Man kann sich das gar nicht erklären! Es ist doch keine mündige Entscheidung!”-Verrätselung nochmal wunderbar vorgeführt.

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und daher kannst Du auf der einen Seite “demokratische Partizipation” als Höchstwert behalten und dem völlig abgekoppelten Politikvollzug auch gedanklich nicht beikommen. Du forderst Mäßigung des Wählerwillens bei entfesseltem Politikvollzug.

Die militärische Dominanz über ganz Europa ist denkbar. Angemessener Wohnraum in einer Stadt nicht.

Für das erste hat niemand gestimmt, beim zweiten soll der Wähler sich bitte zusammenreissen.

(Also haben wir hier nebenbei auch noch Catherine Lius “Tugendpächter” bestätigt…)

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Das ist das einzige, wo ich einen Bezug zu meinen Aussagen herstellen kann. Letztlich ist die Diskussion, die wir hier führen, eine Scheindiskussion. Ich hatte geschrieben, dass es bei der Verbesserung der Wohnsituation strukturelle Hürden gibt. Eine Frage, mit der du dich ja explizit nicht beschäftigen wolltest. Deinen ironischen Kommentierungen entnehme ich, was ich schon oben gemutmaßt hatte, dass du dich mehr mit den Instrumentalisierungsmöglichkeiten dieser Aussage beschäftigst, als damit, ob sie zutrifft. Bei dem, was du dazu schreibst, stimme ich dir größtenteils zu, nur geht das halt nicht zwingend aus der Feststellung dieser Tatsache hervor…

Leider nicht. Es ist eine beispielhafte Diskussion, die deutlich macht wie z.B. falsche Demokratievorstellungen zu einem Erstarken der AfD geführt haben.

Ein selbst auferlegtes Mäßigungsgebot als Ausdruck eigener Mündigkeit, missbraucht um politische Willensbildung zu schwächen, “strukturelle Hürden” als Totschlagargument des “there is no alternative”-Neoliberalismus als internalisiertes “Is-doch-logisch”, welches nur noch die Verteilung knapper Ressourcen erfassen kann, aber nicht die Verknappung verteilungsfähiger Ressourcen, alles schön “trickle down”-ideologisierte Normalität…

Man sitzt selbstzufrieden auf der Jahreshauptversammlung der Tugendpächter und betreibt Selbstvergewisserung, während sich draußen um verknappte Ressourcen geprügelt wird.

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Du beziehst dich wieder nur auf die Instrumentalisierung.

ja jetzt können wir uns wieder im Kreis drehen.

Ich sage “strukturelle Hürden” werden instumentalisiert.

Du sagst “aber es gibt doch auch welche!”

Ich sage “wenn Politik will, dann nicht. Siehe Militär.”

Du sagst “stimmt”

Ich sage: “es liegt ein Fehler darin, als Wähler strukturelle Hürden selber zu denken, man sei ja nur Wähler und nicht Politik.”

Du sagst: “Das gehört zu einem mündigen Bürger!”

Ich sage “Diese Mündigkeit ist ein instrumentelles Argument.”

Du sagst “Aber jetzt sprichst Du wieder nur von Instrumentalisierung”.

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"Die Formulierung “Wähler wählen motivlos” ist durchaus missverständlich.
[…]
Diese Art macht die Diskussion mit ihm anstrengend. Man kann doch nicht immer ein LLM zwischenschalten als Übersetzer.

Das trifft den Nagel auf den Kopf und beschreibt genau das, was Forumsdiskussionen oft so zermürbend macht.

JakobB bedient sich hier einer sehr spezifischen, fast schon soziologischen oder rhetorischen Zuspitzung: Er nimmt Begriffe, verzerrt oder verengt ihre Alltagsbedeutung („motivlos“, „ich muss keine Ahnung haben“) und nutzt sie als intellektuelle Nebelkerzen oder Provokationen.

Das führt in der Praxis zu zwei typischen Hürden in der Debatte:

  • Begriffs-Kaperei statt Verständigung: Wenn Gesprächspartner Begriffe völlig anders definieren als im allgemeinen Sprachgebrauch üblich, redet man dauerhaft aneinander vorbei. Die Diskussion dreht sich dann nicht mehr um die Sache (z. B. konkrete Wohnungspolitik), sondern nur noch um die Entschlüsselung seiner Rhetorik.

  • Erfüllungsaufwand beim Gegenüber: Es zwingt andere Diskussionsteilnehmer dazu, ständig Herleitung, Kontext und Semantik zu dekodieren, um überhaupt auf den Kern seines Arguments zu kommen.

Dass ein LLM nötig ist, um herauszuarbeiten, was jemand meint, zeigt das eigentliche Problem: Wer sich so ausdrückt, sucht meist nicht den konstruktiven Austausch auf Augenhöhe, sondern setzt auf eine Art akademisches oder rhetorisches Versteckspiel. Das ist als Stilmittel zwar punktuell wirksam, […] macht die alltägliche Diskussion mit ihm aber extrem kräftezehrend."

Quelle:

Ich nehme mir immer wieder vor, auf Beiträge nur noch zu reagieren, wenn sie gewisse kommunikative Mindeststandards erfüllen. Leider breche ich oft, allzu oft mit diesem Vorsatz.

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