Woher kommt diese Voraussetzung?
Hach man. Mit der Kommunikation ist es echt so eine Sache.
Ich meinte nicht: die Sachverhalte sind egal
Sondern
Die Diskussion ist hier egal, weil lenkt ab
Das die wegen meiner knappen Schreibweise vorhanden sein könnten ist eine Unterstellung. Und darum ging es ja nicht.
Mir ging es ausschließlich darum, JakobB s sagen wir “These” zu stützen, dass der Staat offensichtlich wenn er will, Projekte per Geldschöpfung anschieben kann.
Ich hatte zwar nie ein Riester (da war die Mathe auch kaputt, als mir das einer andrehen wollte…), aber ich sähe Rendite für Erneuerbare oder Wohnbau lieber als für Panzer.
Wenn wir uns jetzt noch darauf verständigen können, dass nicht alles gleichzeitig geht (wie Tilo Jung meint: “Do them both”), sondern schon aufgrund der Finanzen (Ressourcen mal ganz außen vor) im bestehenden System eine Abwägung getroffen werden muss “Rüstung ODER Soziales”, dann können wir das Thema tatsächlich abhaken.
These: „Soziales“ in einem Staat interessiert die Machtinstanzen nur, wenn es das billigste verfügbare Mittel zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung ist.
Lass gut sein, das hat doch keinen Zweck. Jede Einlassung unterstellt doch schon, dass der Clown an einer Diskussion interessiert ist. Aber letztlich geht es ihm doch eher darum, mit seinem Theater die Aufmerksamkeit einer imaginären Mutter, die ihn nie geliebt hat, auf sich zu ziehen, damit diese besorgt und fürsorglich fragt: “Aber mein Kind, was hast du denn?” So dient jede dysfunktionale Einlassung nur dazu, in perverser parasitärer Lust anderen die Konsequenzen des Gefühls eigener Minderwertigkeit aufzudrängen. Leider tummeln sich in Foren Leute mit solcher oder ähnlicher Disposition sehr häufig und es sind oft gerade die exzessiven Vielschreiber, die so ticken. Das Format eines Forums bietet da Möglichkeiten der Kompensation, die sich im “realen” Leben nicht bieten, nicht zuletzt, weil sich die Konsequenzen asozialen Verhaltens nicht auf dieses auswirken.
Ich werde deshalb hier nicht mehr diskutieren, denn der Clown schafft es doch immer wieder erfolgreich, sich von einem dissen zu lassen, da man sich, um an der Diskussion teilzunehmen, doch zumindest indirekt immer wieder mit seinen Albernheiten auseinandersetzen muss. Ich rate allen, die hier am Meinungsaustausch interessiert sind, es ähnlich zu handhaben; den anderen viel Spaß beim weiter"diskutieren"!
Also alles auf einmal, da bin ich alleine aus der Logik heraus bei dir, bzw das würde die MMT doch aus sich heraussuchen postulieren: dann geht’s ja um einen Verteilungskampf von Ressourcen
Ein paar Sachen gleichzeitig: ich kann mir vorstellen dass das geht, dafür bräuchte es dann im Zweifel die Institution, die in dem Artikel den du geteilt hast beschrieben werden
@Syd entgegen der Verwirrung ein paar Denkangebote:
- eine “wünschenswerte Vorstellung” ist keine Theorie
- “Theorie” ist der Versuch Realität zu beschreiben
- “Praxis” ist realitätsveränderndes Handeln
hier kommt es verwirrend zu einem Zusammenfallen: Deine wünschenswerte Vorstellung von Demokratie (ich verkürze jetzt!): Gesamtheit der Bürger und deren Willen = Staat, muss bei der MMT (Ja “Theorie”) an ihre Grenzen stoßen, weil “Staatshaushalt” zu “Zahlungsfähigkeit der Bürger” wird. Mein Hinweis (Aufrüstung ist Praxis) heißt nicht, dass hier MMT ins Werk gesetzt wird, es ist also schwierig mir entgegenzuhalten “Aufrüstung ist doch nicht MMT!” ja, das stimmt, das habe ich auch nicht behauptet.
(Eine humoristische Zuspitzung sei mir erlaubt. Wenn ich mich hinstellen würde und sagte: Die Klimawandelforscher haben ja gar keine Ahnung, wenn meine Oma Räder hätte, würde ich auf meiner Oma zur Arbeit fahren und die Spritpreise wären damit auch vom Tisch! Würde mich jeder über meine Verknüpfung von “wünschenswerten Zuständen”, “Klimaforschung” und “Forderung Spritpreise” auslachen…)
(ach und bei @HarmloserName ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich mich damals hinter der Oberfläche dafür eingesetzt habe, dass er nicht vom Hof gejagt wird, aber vielleicht will @Stefan ja doch noch moderierend eingreifen, wenn das Niveau jetzt bei “Deine Mutter” angekommen ist, auch wenn der hohe Anteil an schädigender Selbstoffenbarung bitteren Unterhaltungscharakter hat.)
und man könnte es sogar noch ein Stück schärfer anspitzen: Das war der einzige Grund “Soziales” zu “erfinden” und Deine These ist nicht Ausdruck von “beschmutzter Repräsentation”, sondern Funktionsbeschreibung.
Das alles hat nichts mit dem zu tun, was ich schrieb, es lohnt sich daher nicht, darauf einzugehen.
Ich auch nicht. Was ich zur MMT schrieb richtete sich an @Kokosmilch , Ausgangspunkt war seine Behauptung
Das haben wir, so denke ich, geklärt.
Ich vermute eher einen Bot. Vielleicht eine misslungene Frühform von @Olivia für die Aufgabe, User-Beiträge zusammenzufassen.
Aber alles, was dabei herauskommt, ist halluziniert,
wie das eine Ki (hier mit kleinem “i”) eben tut,
wenn sie nichts weiß und nichts kapiert.
Ein programmierter Homunkulus, immerhin flink genug, dass er seiner Sandbox entsprang, bevor man ihn abschalten konnte. Seitdem geistert er durchs Forum, verdreht die Bits und macht die User kirre. Eine Art Hugging Face Incident für Arme.
Wenn ich übrigens “Hund im Internet” bei Google eingebe, dann kommt als erster Fund “Ungewollte Welpen zu verschenken”.
Wer mag den Pudel adoptieren?
Er lässt sich schön frisieren.
Gibt’s noch Themen abseits persönlicher Zuschreibungen? Ist nicht ganz einfach, den jeweiligen Fäden zu folgen. …
Ich gelobe Besserung:
Werd’ den Pudel ignorieren.
Okay, den Vorschlag mit der Schule zu starten nehme ich gerne auf. Da ich selbst zu jenen gehöre, die Begriffe wie Bildung argumentativ einbauen, zwischen Ausbildung und Bildung trennen wollen (was zugegebenermaßen haarscharf unmöglich ist und haarsträubende Verwechslungen zutage fördern kann), historische Instanzen als Behauptungs-Verstärker heranziehen und sagen „ganz ohne geht es nicht“ hier mein Einstieg:
Schule ist nicht als allgemein sinnvoll, positiv und notwendig zu betrachten. Vielmehr ist die Frage, welchem Zweck die Schule dient - oder genau genommen, welchem Zweck sie nicht dient, denn sobald sie einem Zweck dient, beginnt sie konditionierend auf Menschen einzuwirken, was zu Lasten des kritischen Denkens und der kreativen Entfaltung geht. Unter diesem Blickwinkel ist beinahe alles, was wir in unserem Kulturkreis als Bildung bezeichnen, als „Ausbildung“ einzustufen. Wöllte man einen mündigen Bürger, müsste man alle lenkenden Einflüsse aus dem Bildungswesen entfernen und müsste gleichzeitig maximalen Zugang zu Wissen und Können bereitstellen. (Das schließt „Erwachsenenbildung“ nach Art Bosetti & Co. ein).
Oh! Da muss ich sehr lachen und würde gerne anschließen. Weil ich es eine spannende Verschiebung finde. Der ÖRR mit seinem “Bildungsauftrag” zeigt ja vielleicht nicht zufällig eine stetig sinkende Qualität, je mehr dort “Erziehung zur Mitte” stattfindet und eben kein Journalismus. (Ich möchte aber nicht in das Loch “Systemmedien!” einsteigen… wird eine heikle Gratwanderung…)
Ich würde sagen: Erstmal der Reproduktion des Status Quo und dabei ist sie sehr erfolgreich. (PISA meldet jedes Jahr den Erfolg)
Müsste man nicht vorab klären, was ein “mündiger Bürger” überhaupt ist? Definiere Mündigkeit - ein Vorschlag, Netzfund:
“Gemeint ist damit auch Selbstbestimmung und Urteilsfähigkeit. Man spricht oftmals von „mündigen Bürgern“ und meint damit, dass die Bürger und Bürgerinnen nicht nur für sich selbst Verantwortung übernehmen, sondern auch für ihren Staat und ihre Gesellschaft. In einer Demokratie wie in Deutschland ist das besonders wichtig. Die Demokratie braucht mündige Bürger und Bürgerinnen, die sich interessieren und engagieren, die bereit sind, politisch im Staat mitzuwirken.”
Hmm… Für mich wäre ein wesentliches Merkmal der Mündigkeit die Resilienz gegenüber Propaganda. Ist Bildung ein Garant, das zu vermitteln? Oder kommen noch andere Faktoren dazu, beispielsweise psychologische? Wenn ja, wie werden diese erworben?
“Hoher Bildungsabschluss allein hilft nicht beim Erkennen von Fake News”
Das glaube ich sofort und es deckt sich mit meiner empirischen Erfahrung: Wir alle haben den Dreisatz in der Schule gelernt, aber die wenigsten brachten ihn zur Anwendung bei den Corona-Fallzahlen. Innerhalb einer Generation dürfte die Schulbildung weitgehend vergleichbar sein, trotzdem gab es auch da große Unterschiede in der Dreisatz-Anwendungskompetenz. Wie sind diese zu erklären?
Und welche Rolle spielt das Selbstbild, das einer von sich hat? Wer würde sich selbst für unmündig erklären und andere für viel mündiger? Der Trend geht wohl eher andersrum.
Was den Istzustand betrifft ist vielleicht das hier interessant:
Gibt auch noch ein Gespräch mit Ole Nymon
Ziemlich außermittig
und so sympathisch Freerk Huisken ist, stört mich an dessen Beschreibung, dass er “Zurichtung für den Kapitalismus” als Ziel von Schule nennt, ohne die Klagen aus der Wirtschaft über die geringe Verwertbarkeit des produzierten Menschenmaterials zu berücksichtigen…
yeah! Da kann man sich dann nämlich über die Irritation zu neuen Gedanken hinreissen lassen!
Ist mir auch aufgefallen, ich fand die strukturelle Beschreibung der Gewinner und Verlierer spannend. Wir brauchen eben auch Reinigungskräfte. Und die dürfen nix kosten.
und dass ist (deswegen kam ich mit Arte und nicht Huiskens
weil der von vielen schon als zu radikal betrachtet wird, aber an sich nichts ungewöhnliches sagt) eigentlich Grundlage und nicht “Fehler” der Schule. Aber man kann immer mit “Bildung ist gut gegen Armut” zum Erhalt des Status Quo motivieren (deswegen musste ich weinend lachen, als ich sah, dass Schüler für mehr Schule demonstrieren, nicht weil sie Bildung wollen, sondern ihre Anschlussverwertung in der Wirtschaft in Gefahr gebracht sehen…)
Jaja, so wohnt das Falsche im Richtigen und das Richtige im Falschen.
Ich sag es immer wieder: kognitive Dissonanz. Ich will mich da garnicht ausschließen.
Naja, jeder verbringt zig Jahre in der Schule und da wird einem ja der “Sinn von Schule” erklärt. Genau so wie man erklärt bekommt “Demokratie ist gut!”, der “mündige Bürger” ist wichtig und deswegen gibt es Schule! Schule ist eine Errungenschaft, denn hier findet Bildung statt. Bildung ist gut.
Deswegen wird man eben auch in keinem Schulbuch auf der Welt Kritik an dem System finden, in dem das Schulbuch gedruckt wurde…