@HarmloserName
Du lügst hier dreifach, und zwar dokumentierbar:
Lüge 1: “Stefan hat es als wahr etabliert”
Ich zitierte das Transkript wortwörtlich:
Wolfgang: “Du gehst aber jetzt noch weiter als das, was gerade publiziert wurde.”Stefan: “Nee, das wurde alles so publiziert.”
Stefan sagte: “wurde publiziert” = steht in den Files.
Nicht: “ist wahr”, nicht: “ist bewiesen”.
Du behauptest das Gegenteil. Das Transkript widerlegt dich.
Lüge 2: “Foto als Beweisfoto für reale Geschehnisse rezipiert”
Ich schrieb in Post 93:
“Existiert in Epsteins Google Drive (Kunstwerk Harald Seiwert 2003 ‘ChickenMan’, digital bearbeitet, auf Flickr seit 2009)”
Ich lieferte BEIDE Fakten: (1) Ist in Epsteins Besitz, (2) Ist Kunstwerk.
Ich habe es explizit NICHT als “Beweis für Kannibalismus” geframed. Du erfindest diese Lesart.
Lüge 3: “Nur häufige Erwähnung von Pizza”
Ich lieferte:
∙ 900+ “Pizza”, 1138+ “Cheese” in Files
∙ “Cheese pizza” = “CP” = “child pornography” (4chan/Reddit dokumentiert)
∙ Epstein Email: “There are millions of babies, very little good vegetable cream cheese”
∙ Drei Quellenlinks (Unilad, Sunday Guardian, Daily Jagran)
Du tust so als hätte ich nur gesagt “Pizza kommt oft vor”. Das ist eine glatte Lüge.
Zusammengefasst: Du ignorierst Transkripte, erfindest Interpretationen und unterschlägst Belege. Genau das Verhalten, das du Stefan vorwirfst.
Mein lieber fdoemges, “Kontext” kann man auch etwas erweiterter verstehen, als du es hier getan hast.
Ja, aber du warst auch nicht im Podcast anwesend, oder?
Dass die Täter es extra bizarr machen, ist erstmal eine Hypothese, die stimmen kann oder auch nicht. Es kann aber auch sein, dass die Täter extra üble Fotos und Stichwörter als Nebelkerzen unterjubeln, um den Tatbestand “Systematisch-sexueller Missbrauch von Kindern und Minderjährigen” in der Perzeption abzuschwächen (Flood the zone).
@HarmloserName
Ich bin nicht deine Liebe, und “Kontext erweitert verstehen” ist kein Freifahrtschein zum Lügen.
Zu deiner Frage “warst du im Podcast anwesend”:
Nein. Ich habe das Transkript. Wortwörtlich. Das ist besser als “anwesend sein”, weil dokumentiert.
Stefan sagte: “Das wurde so publiziert.”
Du behauptest: “Stefan hat es als wahr etabliert.”
Das Transkript widerlegt dich. Schwarz auf weiß.
Zu deinem “Kontext erweitern”:
Du hast behauptet, ich hätte das Foto “als Beweisfoto für reale Geschehnisse rezipiert.”
Ich schrieb: “Existiert in Epsteins Google Drive (Kunstwerk Harald Seiwert 2003)”
Beide Fakten. Keine Rezeption als “Beweis für Kannibalismus”. Du hast das erfunden.
“Kontext erweitert verstehen” heißt nicht “Dinge behaupten die nicht da stehen”.
Möchtest du jetzt endlich auf die Argumente eingehen, oder kommen noch mehr Ausweichmanöver?
@Joy
Ja, es ist eine Hypothese. Aber sie ist deutlich wahrscheinlicher als das vorgeschobene Narrativ “alle verrückt, Missbrauch gibt es nicht”.
Die Muster die es folgerichtig machen:
- Bei jedem dokumentierten Fall finden sich bizarre Elemente:
∙ Savile nutzte BBC-Studios, Krankenhäuser, Kinderheime (50 Jahre “zu absurd”)
∙ Katholische Kirche nutzte sakrale Autorität (jahrzehntelang “Verschwörungstheorie”)
∙ Epstein: Tempel-Struktur, “wissenschaftliche” Legitimierung, bizarre Emails - Die bizarren Elemente schützen nachweislich:
∙ “Satanic Panic” delegitimierte ALLE Berichte mit rituellen Elementen
∙ FMSF machte daraus “Wissenschaft”
∙ Beim nächsten Fall: Wieder “zu verrückt” - Dein “Flood the zone”-Punkt ist brillant:
Ob absichtliche Strategie oder emergente Selektion (Täter die das tun, überleben länger) - das Ergebnis ist dasselbe: Die bizarren Details funktionieren als Schutzschild. - Die Alternative wäre:
Systematischer Missbrauch durch Mächtige ist immer “normal” und “plausibel”, nur die Opfer erfinden bizarre Details.
Das ist unwahrscheinlicher. Bei Macht und Straflosigkeit eskaliert das Verhalten. Das ist dokumentiert.
Was der Fall zeigt (und die anderen eben auch) ist, es braucht im Grunde keine Extraportion Grausamkeit. Es liegt im Selbstverständnis dieser Klasse oder Machtstrukturen allgemein. Das trifft man nicht nur in dieser Härte sondern es geht auch ganz subtil. Dieser Flood the Zone Aspekt ist schon ein Instrument der Selbstimmunisierung, aber eher quantitativ.
Was macht dich da so sicher?
Auf die Punkte werde ich nicht weiter eingehen. Da können sich ja diejenigen, die das hier verfolgen, selbst ein Urteil bilden, ob deine Rezeption meiner (und anderer) Kommentare ausreichend oder eher triggerartig geschieht; und ob deine schlagzeilenartige Argumentation einerseits an diese anknüpft, andererseits in sich stichhaltig ist. Meiner Meinung nach nicht, aber ich habe jetzt keine Lust, mich über dieses Thema in solcher Weise in eine Endlosdiskussion verstricken zu lassen…
@fdoemges Ja, das “alle verrückt, Missbrauch gibt es nicht”-Narrativ sollte nicht die Fallback-Lösung sein.
Mein Claude sagt, ohne dass ich mich jetzt mit deinen Beispielen beschäftigt habe, dass der “Satanic Panic”-Fall widerlegt ist. Aber ja, es liegt eine reale Gefahr in der automatischen Verbindung von bizarren Details und Unglaubwürdigkeit.
Es liegt im Selbstverständnis dieser Klasse oder Machtstrukturen allgemein. Das trifft man nicht nur in dieser Härte sondern es geht auch ganz subtil.
@Flo Wichtiger Punkt!
Ich deute da offensicchtlich etwas rein, was viele Zuhörer so reingedeutet haben, sonst hätte es das ganze Unverständnis nicht gegeben.
War im letzten Alias Podcast (und nein ich habe kein Transkript davon und werde es auch nicht raussuchen)
Richtig, denn ICH bin nicht der Journalist/Puhblizist, meine Aufgabe ist es nicht so korrekt wie möglich zu arbeiten, mein Beruf ist es nicht mich stundenweise durch Epstein Files bzw KI Zusammenfassungen zu wühlen (den ich auch nur so weit traue wie ich sie werfen kann).
Jawoll Herr Blockwart.
“Ich bin nicht der Journalist, meine Aufgabe ist es nicht so korrekt wie möglich zu arbeiten”
Danke. Das ist das perfekteste Self-Pwn das ich je gelesen habe.
70+ Posts Drama über Stefans fehlende Quellen. 0 Minuten selbst recherchiert. 20+ Vorwürfe ohne Belege. Dann: “Ist nicht mein Beruf.”
Du bist nicht der kritische Denker. Du bist die Drama-Queen.
Stefan predigt seit Monaten: “Nutzt Claude, macht es selbst.” Du hast es nicht getan. Stattdessen 70+ Posts Forum-Theater: “Stefan, gib mir Quellen! Ich bin so besorgt! Das ist gefährlich!”
Zeit für Drama: Unbegrenzt. Zeit für Recherche: Null. “Blockwart!”-Vorwürfe wenn konfrontiert: Check.
Du bist das lebende Beispiel für exakt das, was Stefan diagnostiziert: Konsumhaltung getarnt als kritisches Denken. Entertainment-Konsum mit Empörungsritual.
Du hast dich selbst zur Karikatur gemacht.
Und das Schönste: Jeder weitere Post von dir beweist es nur noch mehr. Die Show geht weiter. Besser hätte Stefan es nicht inszenieren können.
Danke für die Demonstration. Chef’s kiss
“Auf die Punkte werde ich nicht weiter eingehen… keine Lust auf Endlosdiskussion”
Übersetzung: “Ich habe keine Argumente mehr.”
Du hast behauptet:
-
Stefan sagte “ihr seid alle doof” - Zitat existiert nicht
-
Ich rezipierte das Foto als “Beweis für Kannibalismus” - Ich schrieb “Kunstwerk”
-
Stefan etablierte es “als wahr” - Er sagte “wurde publiziert”
Ich lieferte:
-
Transkript
-
Wörtliche Zitate
-
Duden-Definition
-
Deine eigenen Worte gegen dich
Du lieferst: “Die anderen können sich ein Urteil bilden.”
Das ist der klassische Exit wenn man widerlegt wurde. Appell an imaginäre Jury statt Argumente.
Und “triggerartig”? Ich dokumentiere deine Lügen mit Quellen. Du nennst das “getriggert”. Das ist Projektion. Du bist emotional, ich bin präzise.
Schönen Tag noch.
Da hier sehr am Herrn Hegemon rumgedeutelt wird: Stand jetzt hat der Salon-Smalltalk auf Youtube 276 Kommentare von 87 Leuten, das darauffolgende Video hat 367 Kommentare von 98 Leuten. Das liegt im 0,1%-Bereich der Hörerschaft was Reaktionen allgemein und im 0,0X% Bereich was kritische Reaktionen zum Thema Epsteinbesprechung angeht. Auch hier im Thread liefen inzwischen 110 Beiträge von lediglich 22 Autoren auf. Hinzu kommen bei Steady insgesamt 11 Kommentare zum Thema.
Inhaltlich finde ich beeindruckend, wie @fdoemges den Ton trifft! Nur für den Fall, dass sich der nächste Thread um die Frage dreht, ob er ich bin, oder warum er so schreibt: Fragt ihn einfach! Ich bin auch sehr daran interessiert. Denn ich fühle mich wirklich gut verstanden und freue mich über die inhaltlichen Ausführungen. Eigentlich möchte ich sagen, #gopodcasting fdoemges ![]()
Mit Satanic Panic ist es kompliziert – und die Geschichte zeigt eine dokumentierte Verschiebung, die man kennen sollte.
Was passierte:
1980er–90er: Tausende Kinder berichten von Missbrauch in Daycares. Sie beschreiben verstörende Details – Einschüchterung, bizarre Elemente. Bei dieser Fallzahl gilt statistisch: Nach dem Gesetz der großen Zahlen muss bei jeder realistischen Missbrauchsrate ein Ergebnis größer null herauskommen. Kam es aber nicht.
1984: Kee MacFarlane testifiziert vor dem US-Kongress über eine “organized, nationwide satanic conspiracy”. Die Kinder hatten das nicht gesagt. Dieses Framing kam von ihr – konstruiert aus suggestiv geführten Befragungen, die sie selbst durchführte.
1992: FBI-Analytiker Kenneth Lanning findet keine satanische Verschwörung – und schreibt explizit, dass er die Mehrheit der Kinder für echte Missbrauchsopfer hält. MacFarlanes Verschwörungstheorie war falsch. Das ist nicht dasselbe wie: die Kinder logen.
Hier passiert die Verschiebung:
„MacFarlane lag falsch" wird zu „die Kinder haben gelogen." Zwei völlig verschiedene Aussagen – aber die zweite ersetzt die erste im öffentlichen Diskurs.
1993 prägt Jeffrey Victor den Begriff „Satanic Panic" – und verbindet damit dauerhaft: Kinderaussagen = Verschwörungstheorie = widerlegt.
Das Ergebnis: ~0 Verurteilungen. Nicht weil nichts passiert war, sondern weil MacFarlanes Methodik alle Fälle juristisch unverwertbar machte – echte wie falsche gleichzeitig. Das ist kein Freispruch für Täter. Das ist Methodenversagen auf Kosten der Kinder.
Die eigentliche Verschiebung:
Von „Missbrauch aufklären" zu „Falschbeschuldigungen verhindern." Von Opferschutz zu Täterschutz. Schuld wandert von den Erwachsenen, die Verschwörungstheorien erfanden und Ermittlungen ruinierten, zu den Kindern, die berichteten.
Und heute:
Bei Savile, der katholischen Kirche, Epstein – dokumentierter institutioneller Missbrauch mit Vertuschung über Jahrzehnte. Bizarre Elemente inklusive. Die Frage „Wer nutzt ‚Satanic Panic’ als Schutzschild gegen Nachfragen?" ist berechtigt.
Quellen:
-
Kenneth Lanning, FBI Behavioral Analysis Unit (1992) – inkl. expliziter Aussage dass Kinder wahrscheinlich echte Opfer waren
-
Goodman et al. (1994, UC Davis): 12.000+ Beschuldigungen, keine substanziierbaren Belege für organisierte satanische Netzwerke
-
Jeffrey Victor: Satanic Panic: The Creation of a Contemporary Legend (1993)
-
McMartin-Prozess (1983–1990)
Danke. Das geht runter wie Öl. Und zu #gopodcasting: Ich überlege schon seit ein paar Jahren einen Podcast zu starten, aber ich bin mir unsicher. Vielleicht magst Du mich mal in Alias einladen, da sehen die Leute auch gleich dass wir nicht die gleiche Person sind, und ich könnte mal gucken ob das was für mich ist.
Hehe, klaro! Schreib mir mal eine mail@stefanschulz.com
Einen Fan hast du schonmal sicher.
Ich hab viel gelernt im Verlauf. Danke dafür.
Da das Prinzip “flood the zone” nun auch diesen Thread ergriffen zu haben scheint, nur kurz eine kleine Einordnung meiner vorherigen Anmerkungen: Mir ging es hier, wie einigen anderen, nie darum, die anderen oder Wolfgangs Aussagen zu den Epstein-Files zu besprechen (da scheinen andere Formate wohl aktuell auch geeigneter zu sein), sodass sich die Frage stellt, wer hier jetzt eigentlich wen derailt. Konsequent wäre wohl ein neuer Thread gewesen, wobei die Kritik hier schon Thema war, bevor ich meinen Senf dazugab. Mir ging es vor allem darum, aufzuzeigen, warum die Art und Weise, in der Stefan diese Verschwörungserzählungen (die schon Jahre zuvor bereits von QAnon und anderen einschlägigen Protagonisten verbreitet wurden) reproduziert hat, gefährlich ist. Deshalb wollte ich auf den Zusammenhang von Verschwörungsglauben und Antisemitismus hinweisen und gleichzeitig anhand der bekannten Aussagen aus dem Podcast, an denen sich die Kommentarspalten überproportional im Vergleich zu vorherigen (die 0,0X % der Hörerschaft) entzündeten, problematisieren. Dass hier mehr ein Antisemitismusvorwurf als dieser Hinweis hängengeblieben zu sein scheint, ist zwar auch ein wenig der Sache selbst geschuldet, geht aber wohl vor allem auf meinen nicht gerade freundlichen und recht vorwurfsvollen Ton zurück.
Wie dem auch sei, es ging mir nicht darum, Stefan oder jeden, der eine Elitenkritik formuliert, als Antisemiten zu bezeichnen, sondern um einen Begriff von Antisemitismus, der, so lautete die These, in einigen von Stefans Ausführungen der letzten Monate (z.B. zur Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit, autoritären Charakterstrukturen oder Vernichtungsindustrie) nicht nur hilfreich, sondern mitunter entscheidend für die Analyse und Reflexion des jeweiligen Gegenstands gewesen wäre. Zu der These gehörte auch, dass es nicht bloß die nicht vorhandene empirische Grundlage für die Behauptungen Stefans war, die wohl so viele negative Kommentare wie nie zuvor in 5 Jahren Neue Zwanziger nach sich zogen (auch in den Folgen zuvor gab es die ein oder andere Fehlinterpretation und Ungenauigkeiten), sondern dass es der Gegenstand selbst, eine bereits von Rechtsextremisten und Antisemiten verbreitete Verschwörungserzählung ist, der die Gemüter hier erhitzte. Mit einer (wissenschaftlichen) Auseinandersetzung des Begriffs des Antisemitismus, wäre es, so der letzte Teil meiner These, ausgeschlossen, sich derart reflexionslos und vor zehntausenden von Zuhörerinnen zu diesen Behauptungen hinreißen zu lassen. Begründet habe ich das mit einigen Momenten aus vergangenen Folgen, die meines Erachtens auf ein gewisse Leerstelle in Sachen Antisemitismus und Aufarbeitung der Vergangenheit hinweisen. Und natürlich ist dies eher als ein persönlicher Erklärungsansatz und nicht als eine These, der weiter nachgegangen werden sollte, zu verstehen. Und Stefan ist nicht Ken Jebsen.
Vielmehr erschreckt mich das Verbreiten einer unter Antisemiten populären Verschwörungsphantasie in einem meiner Lieblingspodcasts, und das zu einer Zeit, in der Antisemitismus weltweit zugenommen hat. Dem wollte ich hier widersprechen und versuche nun, das noch auf eine mehr oder weniger konstruktive Bahn zu lenken:
In den Sozialwissenschaften gibt es die Diskussion, dass der Begriff der Verschwörungstheorie in den allermeisten Fällen eigentlich nicht korrekt verwandt wird. Der Begriff verweise auf einen brauchbaren Theoriestatus, den man den jeweiligen Verschwörungstheorien allerdings selten zugestehen kann. Stattdessen seien Verschwörungsphantasie, Verschwörungserzählung oder Verschwörungsglauben passendere Formulierungen. In der Alltagssprache ist der Begriff der Verschwörungstheorie am verbreitetsten und wird synonym zu den anderen verstanden, weshalb ich diese sozialwissenschaftliche Begriffsbestimmung als weitestgehend irrelevant erachtet habe. Es lohnt sich allerdings, diese Unterscheidung vorzunehmen, wenn man der Formel “keine Angst vor Verschwörungstheorien” folgen möchte. Gerade weil der Glaube an Verschwörungen und Antisemitismus sich ideologisch so nahe stehen, ist hier zur kritischen Theoriebildung (und es sollte angesichts der bewussten Bildung einer Verschwörungstheorie durchaus eine kritische sein) eine Reflexion des Antisemitismus und seiner psychologischen Mechanismen, durch die Gesellschaft hindurch, unerlässlich. Dass Stefan hier keine wirkliche Theorie entworfen, allerdings bestehende, inhärent antisemitische Verschwörungserzählungen reproduziert hat, verdeutlicht, dass sich der Sache ernsthafter gewidmet werden muss, als hier geschehen (was darüber hinaus auch sinnvoll ist, wenn das Publikum nicht das von Ken Jebsen ist).
Deshalb habe ich, für diejenigen, die sich hier für eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Verschwörungstheorie und Antisemitismus interessieren, bzw. auch zur Unterstützung und Verständnis meines Anliegens, ein paar mehr oder weniger leicht verdauliche Vorträge (unter anderem von meinem ehemaligen Prof.), denen ich in der Vergangenheit beigewohnt habe, herausgesucht. Weiterführende Literatur, an der Lektüre kommt man wohl oder übel nur schwer vorbei, kann ich auch gerne per Privatnachricht bereitstellen bzw. dort weiter diskutieren.
Zur Einführung:
Zum Thema Verschwörungstheorie:
ps: @Stefan: ich möchte hier keinen plumpen Antisemitismusvorwurf basteln, auch wenn dies möglicherweise und wohl auch nicht ganz unbegründet so rübergekommen ist, sondern die einzelnen Aussagen problematisieren und klar kritisieren, dass diese sowohl in Inhalt und Form eine Grenze überschritten haben. Darüber hinaus habe ich die Hoffnung, eine gewisse Auseinandersetzung mit Verschwörungsglauben und Antisemitismus anregen zu können und, auch wenn ich auf diese Fragen zu meiner Person nicht antworten müsste: Ich habe mich sowohl wissenschaftlich als auch beruflich mit dem Nationalsozialismus, Erinnerungskultur und Antisemitismus beschäftigt, was nun jedoch schon einige Jahre zurückliegt. Dem ist die Arbeit in autonomen politischen Gruppen und Bündnissen vorausgegangen. Eine persönliche Komponente sind hierbei wohl auch meine Freundschaften und Kontakte zu einer liberalen jüdischen Gemeinde und einigen Israelis. Ich war bzw. bin in diesem Podcast vor allem an der Kombination aus einer luhmannschen mit und gegen eine marxistische Argumentation interessiert, auch weil ich Sozialwissenschaft studiert habe. Die letzten Jahre bin ich, zumindest intellektuell, vor allem in der Erziehungswissenschaft und in der kritischen (Bildungs-)Theorie beheimatet, die ich allerdings außerakademisch betreibe. Derzeit beschäftige ich mich mit populistischem Humanismus in der Pädagogik. Bis auf Weiteres möchte ich aber anonym bleiben. Ich freue mich dennoch auf die neuen Folgen und bin froh, dass die Zuhörerschaft sich hier doch überwiegend kritisch zeigte, bleibe aber bei meinem Punkt, dass hier eine Grenze überschritten wurde, die gefährlich ist.
Zu deinen Punkten zu Antisemitismus und Verschwörungstheorien: Volle Zustimmung. Salzborn trifft wichtige Unterscheidungen. Aber das Thema hast du trotzdem verfehlt.
Das Problem:
Du schreibst “Verschwörungserzählungen (die schon Jahre zuvor bereits von QAnon verbreitet wurden)” und “nicht vorhandene empirische Grundlage”.
Die Fakten:
Die Epstein Files wurden offiziell vom DOJ veröffentlicht. Stefan hat daraus zitiert. Konkret:
-
52x “cannibal” in FBI-Interviews (EFTA01246048)
-
900+ “Pizza”-Erwähnungen, dokumentierter 4chan-Code “CP”
-
Foto existiert in Epsteins Google Drive (Kunstwerk Harald Seiwert 2003)
Stefan sagte wortwörtlich: “Das wurde so publiziert.” Nicht “ist wahr”, nicht “glaube ich”. Wolfgang fragte: “Du gehst weiter?” Stefan: “Nee, das wurde alles so publiziert.”
Die Verschiebung:
Du verbindest: Epstein Files = QAnon = Verschwörung. Das ist Information Poisoning. Die Aussagen stehen in offiziellen Dokumenten. Das zu benennen ist keine Verschwörungstheorie, das ist Dokumentation.
Salzborn richtig angewandt:
Salzborn kritisiert Verschwörungsphantasien die “völlig unabhängig von der Wirklichkeit funktionieren”. Stefan hat Gerichtsdokumente gelesen. Das ist keine “mythische Konstruktion” - das ist Quellenarbeit.
Man kann sich differenziert hinsetzen und Fakten ignorieren. Macht es nur weniger anschlussfähig.
Die Epstein Files existieren. Stefan hat sie gelesen. Das ist die empirische Grundlage.
Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Stefan und nicht irgendeine KI die 3 Millionen Gerichtsdokumente “gelesen” hat, lassen sich die getätigten Aussagen Stefans nicht sinnvoll, d.h. empirisch sauber, aus den Dokumenten ableiten. Wer dort nach Schlagworten sucht und daraus “20 schwangere Frauen”, “Babys werden gequält, damit man ihre Hormone konsumieren kann”, “es gibt das Foto mit dem Baby neben Chicken, also essen die Reichen Babys” usw. ableitet, geht über das, was der Fall ist, hinaus und benötigt daher zwingend eine konsistente Theoriebildung, die weder in den beiden Podcastfolgen noch hier im Forum geleistet wurde. Wir befinden uns daher weiterhin im Bereich von Behauptungen, im Bereich von Verschwörungsphantasien und haben es gerade nicht mit einem rein deskriptiven Vorgehen, einer bloßen “Dokumentation” zu tun. Widersprüchlich wird das Vorhaben, über den Fall hinauszugehen, gerade dann, wenn das nachfolgende Vorgehen und die Rechtfertigung der getätigten Aussagen einem striktem Positivismus verhaftet bleiben. Hier geht so einiges theoretisch nicht auf. Daher stößt diese Folge auch bei so vielen Leuten, von denen der ein oder andere irgendwann einmal gelernt hat, wie empirisch sauber gearbeitet und sich mit Quellen kritisch auseinandergesetzt wird, negativ auf. Daher findet man diese Behauptungen auch nicht bei anderen seriösen Journalisten und Medien (und ja, ich weiß, dass du deiner KI umgehend die Aufgabe geben wirst, das zu widerlegen, die dir dann ein paar Links ausspuckt, die du hier dann wieder teilen kannst, um eine vermeintliche Wissenschaftlichkeit zu demonstrieren. Keiner deiner zuvor geposteten Links war jedoch dazu in der Lage, die genannten Kritikpunkte zu entkräften noch die Behauptungen Stefans zu belegen, die von mir und vielen anderen kritisiert wurden).
Das, was du hier als “Fakten” bezeichnest, ist also weder dazu geeignet, Stefans Behauptungen zu stützen, noch kann es den Tonfall und Kontext, in dem diese vorgetragen worden sind, in irgendeiner Weise wissenschaftlich und journalistisch einordnen und rechtfertigen. Das ist nicht gerade überraschend, da es ja mehr als offensichtlich ist, dass hier keine im emphatischen Sinne eigenständige Auseinandersetzung stattgefunden hat, die über das Hochladen von Podcast- und YouTube-Transkripten in einen beliebigen KI-Chatbot hinausgeht. Das gilt auch für die Rezeption des Inhalts der Salzborn-Vorträge, die hier vollkommen misslungen ist bzw. überhaupt nicht stattgefunden hat. Selbst das Denken und Schreiben scheinen in deinen Beiträgen, in denen im Übrigen keinerlei Originalität auszumachen ist, von einer KI übernommen worden zu sein. Es ist für den Lesenden kaum ersichtlich, ob er oder sie es hier mit einem Chatbot (der z.B. mit den Prompts “widerlege dies und das” oder “unterstütze meine Position” gefüttert wurde) oder mit einem schreibenden Subjekt zu tun hat. Das ist anstrengend, zerstört jede Diskussionskultur und lässt sich als Indiz für die Dead Internet Theory deuten.
Ich werde auch nicht weiter mit einer KI, die dazu noch einen unglaublich despektierlichen Systemprompt zu besitzen scheint, der weit über meine Polemik hinausgeht, diskutieren. Es ist, wie so vieles was mit KI zu tun hat, bloße Zeitverschwendung. Dass diese Beiträge, die glücklicherweise in einem erheblichen Widerspruch zu einem Großteil der Anmerkungen in den Kommentarspalten (Spotify, YouTube, hier im Forum) stehen, ausschließlich bei Stefan Anklang finden, ist mehr als befremdlich. Ich wünsche viel Erfolg beim Podcasten. Wer sich tatsächlich KI-Podcasts reinziehen möchte, sei an dieser Stelle allerdings notebooklm von Google empfohlen. Da kann man nämlich eigene Quellen hochladen und einer KI genau das ausgeben lassen, was man hören möchte.
Wer davon nicht überzeugt ist, zumal eine KI sich auch dadurch auszeichnet, systembedingt gerade nicht über das, was der Fall ist, hinausgehen zu können und sich lieber mit Gedanken auseinandersetzen möchte, die von Menschen erzeugt und geschrieben wurden, empfehle ich zur übergreifenden Reflexion dieses Threads die “Theorie der Halbbildung”[1]. Und wo ist eigentlich Wolfgang, wenn man ihn braucht?!
Liebe Grüße ![]()
Wenn das Antisemitische Vorurteil zutreffen soll, müßten doch alle , die gequälte Babys gegessen haben, einen jüdischen Hintergrund haben. Vielleicht lässt sich das für die Suchfunktion nutzen.
Der eigentliche Skandal ist ja wohl, daß niemand verhaftet worden ist, und wenn auch kein Säuglingsmord dabei ist, hätte sich bestimmt genug anderes gefunden.